Am Freitag, 13. April 2007 20:57 schrieb Klaus Klein:
> > So habe ich das übrigens auch verstanden. Von den 3 "Parteien" bei einer
> > Trennung sind die Kinder das schwächste Glied. Wenn sie vorher die ganze
> > Zeit mit der Mutter zusammen waren ist es sinnvoll, dass dies auch so
> > bleibt.
>
> Wie muss ich den das jetzt verstehen?
>
> Nur weil ich in unserer Gesellschaft die 'bessere' Chance habe mehr Geld zu
> bekommen, wird meine Arbeitszeit jetzt von der gemeinsamen Zeit abgezogen?
>
> > Besuche des Vaters verhindern nur die glatte Heilung der seelischen
> > Wunden. Das ist sicher nicht immer so, aber, das darf ich mit Fug und
> > Recht sagen, bezogen auf die Dinge, die ich in der Schule mitkriegte, es
> > ist meistens so.

Ja,a die Gesellschaft ist so, aber die Folgen sind eben dementsprechend. 
Außerdem zitiere ich hier Meinungen Anderer. Jedenfalls möchte ich nicht 
stehen lassen dass die damit beauftragten "Entscheider" quasi seelenlos, ohne 
Einzelfallprüfung, stur nach Vorschriften entscheiden. 

> Da wage ich doch dann mal Deine Beobachtungsgabe zu bezweifeln!
> Das es durchaus 'Begleiterscheinungen' (z.B. Streit zwischen den Eltern)
> gibt welche zu Komplikationen führen kann man wohl nicht bestreiten,
> hieraus aber eine global galaktische Aussage wie "Besuche des Vaters
> verhindern nur die glatte Heilung der seelischen Wunden" abzuleiten, zeugt
> von wenig Sachverstand

No, das war keine "global galaktische Aussage" - es war die Mehrheit der mir 
bekannten Fälle, wo so entschieden wurde. 
 
> Das es wohl Väter gibt die tatsächlich Ihre Kinderliebe erst im Verlaufe
> der Trennung entdecken, sollte aber nicht über die Tatsache hinwegtäuschen
> das es immer noch viele Väter gibt die Ihre Kinderliebe bis dahin wohl
> kannten und Ihre Verantwortungen wahrgenommen haben.

Schön, dann wird sich das ja positiv auswirken - auch auf die Entscheidungen 
darüber!
 
> > Und wie groß auch der Schmerz desjenigen Vaters sein mag, der keinen
> > Zugang zu seinen Kindern hat (bis sie groß sind): es ist eben nur einer
> > von mehreren Schmerzen.
 
> Michael, als kinderloser Lehrer mit viel Kontackt zu betroffenen bist Du
> warscheinlich nicht der Blinde aber wohl doch noch der Einäugige (mit
> grauem Star) der hier über Farbe diskutiert.
 
Mißverständnis! Es geht hier nicht über Farben, sondern eher darum, welche 
Perspektive dabei die prioritäre sein sollte. Meiner Meinung nach sollte das 
die der Kinder sein. 

Gute Nacht,

Michael Bischof 
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