***Zeilenlänge 72 Zeichen; hoffentlich hilft es!?***
Hallo Liste,
nachdem Ihr mir so viele wesentlicht Tipps gegeben habt hier eine
ausführliche Darstellung (für die Mitleser) wie man das einrichtet:
Einleitung
Hier auf der Liste hatte ich sehr viele wertvolle Tipps gesammelt.
Danach kamen für mich 1&1 und T-Com in Frage. Letztlich entschied ich
mich dann für T-Com, den Tarif ,,Call & Surf Comfort'' und ,,DSL
1000''.
Dazu mußte ich den T-Punkt Kreuznach aufsuchen. Widerlich, wie ein
Stehcafe a la Tchibo, unorganisiert, schwer zu durchschauen. Aber:
exzellente, kompetente und sehr freundiche und vor Allem agile Beratung!
Das war Spitze und ist für mich ein guter Grund, T-Com weiter zu
empfehlen. Freitags war ich da, montags hatte ich die Zugangsdaten.
Innerhalb weniger Tage war die Umstellung von ISDN auf analog und DSL zu
machen. Die nötigen Teile gab es sofort, damit gab es kein Problem.
Von Linux hatten die noch nie gehört. Darauf sagte ich zu, auf jeden
Fall meine Erfahrungen bei der Einrichtung aufzuschreiben.
Technik
Man erhält einen Splitter, der Telefon und die DSL-Leitung aufteilt, und
einen Speedport w701v genannten Router, der auch WLAN kann. Das
anzuschließen und zu verkabeln ist kein Punkt. Auf der Rückseite ist ein
unscheinbarer Schalter für ein externes Modem. Da muß man aufpassen!
Konfigurieren
Aus lauter Angst etwas falsch zu machen und vor einem unlösbaren Problem
zu stehen hatte ich hier gefragt (Dirk Waltert, Christian Felsing) und
mich im Netz schlau gemacht. Das war letztlich meine Rettung!
Man schließt den PC an per Netzkabel, startet den Speedport und los geht
es. Zuerst gibt man in ein Browserfenster ein ,,speedport.ip''. Dann
öffnet sich die Weboberfläche des Gerätes. Es wird empfohlen die
Einrichtung Schritt für Schritt zu machen - und genau das ist fatal!
Denn der 2. Schritt ist die Veränderung des Paßwortes. Man nimmt der
persönliche Kennwort, das die T-Com mitgeteilt hat. Im 3. Schritt kommen
jetzt die Zugangsdaten, die sogleich überprüft werden. Und hier
scheiterte ich ewig und ein paar Tage. Meine Eingaben wurden nicht
akzeptiert!
Da fiel mir eine Bemerkung ein, die ein T-Com-Servicetechniker in ein
Ubuntu-Forum platziert hatte. Ein ,,JensNDS'' schrieb da:
,,Ich arbeite im Support der T- COM. Habe leider den Thread zu spaet
gesehen. Die groessten Fehler bei der Installation der Speedport Geraete
sind:
W700/701 int/ext Schalter nicht auf intern. Pop Up Blocker, Firewalls,
Googletoolbars. Falsche Browsereinstellungen (IE 6.0) Proxys und
Automatische Suchscripte dürfen nicht aktiviert sein. Netzwerk hat
falsche IP. Grundsaetzlich gillt fuer T- COM Router die IP 192.168.2.1
Ausnahme Eumex 300 IP: 192.168.178.1. WIrd eine statische IP vergeben,
muss diese im Netz sein 192.168.2.X bzw 192.168.178.X (ausser 1). Bei
der 500er Reihe emfehlt es sich statische IP's zu vergeben 700/701 unter
Hilfsmittel unbedingt die automatische Konfiguration ausschalten. So,
dass nur mal als kleine Anmerkung.
BTW Linux wird nicht bei der T- COM Supportet, MAC schon. Sei denn, ihr
erwischt ein Call Agent der sich mit Linux auskennt und bereit ist, euch
zu helfen.''
http://wiki.ubuntuusers.de/Hardware-Router
Die Phrase ,,700/701 unter Hilfsmittel unbedingt die automatische
Konfiguration ausschalten'' war es! Also Vorgang abbrechen, neu starten
und eben nicht (!) auf ,,Schritt für Schritt'' gehen, sondern auf
,,Hilfen'', und dort die automatische Konfiguration abschalten. Dann
Schritt 3 - und in Sekundenschnelle war die Kiste am Netz.
Das Prinzip, wie ich es verstehe: der Router 192.168.2.1 arbeitet als
Gateway (der aber konfigurierbar ist: eine Art Mini-PC, der beim
Umstellen auch rebooten muß) und schickt seine Daten an eth0 (bei mir
192.168.2.20). Das ist Alles! Offenbar ist in dem Router auch eine
Firewall. Das habe ich noch nicht untersucht.
Auf verschiedenen Linux-Partitionen ist das mit 2 - 3 Zeilen in der
Root-Konsole eingerichtet (Zeitbedarf: ein paar Sekunden) und meist ist
die Netzverbindung schon da, wenn X gestartet wird.
Unter Windows - können vor Lachen
T-Com gibt eine Installations-CD mit, um die eigene, angeblich
DAU-sichere Software auf win98 oder auch XP zu installieren. Man legt
die CD ein, die Startseite ist Flash. Habe ich natürlich nicht, wozu
auch? Tja, über Linux den Inhalt der CD mit den einzelnen
Installationsordnern auf den Windows-Desktop gepackt und mal losgelegt.
Der Installer verabschiedet sich dann mit der Fehlermeldung
,,-Warnzeichen- muß auf dieser Installation vorhanden sein''. Tja, was
bitte fehlt? Nicht rauszukriegen, jedenfalls für mich nicht, der ich
aus grauen Vorlinux-Zeiten (so schlimm, dass sie eine eigene
Zeitrechnung erfordern) an solche Windows-Fehlermeldungen eh gewöhnt
war. Natürlich wüßte jetzt irgendein erfahrener Windows-User sofort was
da los ist. Aber mein Maßstab war der gutwillige, nicht ganz
unerfahrene normale User. So einer geht mit Windows eh nicht ins Netz
und hat es nur, um Fehler seiner Kommunikationspartner nachstellen zu
können. Dementsprechend bootet er Windows nur alle paar Wochen, hat die
wichtige Software zum Arbeiten drauf, sonst aber nichts. Und so einer
scheitert bei Windows mit einer Sache, die unter Linux ein paar Sekunden
dauert, sobald man das wesentliche Detail kennt. Auch ein Ergebnis, das
ich den netten Leuten der T-Com nicht
vorenthalten werde.
Weiteres...
Das Teil läuft erst einmal. Die Möglichkeiten - oder Begrenzungen -
dieser Router kann ich natürlich noch nicht einschätzen. Allein den
Telefonteil richtig einzustellen wird noch einige Arbeit erfordern.
(Zusatzbemerkung:
für ein paar Tage brauchte ich noch irgendein olles ISDN-Telefon. Da
mußten die von T-Com passen, sagten mir aber, ich könne solch ein Problem
sicher nicht lösen, das müsse man kaufen. 2 Stunden später hatte ich 2
Angebote dafür, von Stefan und Dirk, und teilte das dann den daraufhin
ziemlich fasssungslosen T-Com-Leutchen mit.)
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