On Wed, 3 Oct 2007, Christian Felsing wrote:

1. Aufbau einer routingfähigen IPsec Infrastruktur

Dazu wird es notwendig sein, innerhalb der IPsec Tunnel einen GRE Tunnel
aufzubauen. Die IPsec Tunnel verbinden immer zwei Dummy (Loopback bei
Cisco) Interfaces miteinander. Der GRE Tunnel wird dann zwischen den
beiden Dummy Interfaces aufgebaut. Über den GRE Tunnel können dann z.B.
OSPF oder BGP4 laufen. Bei mehr als ca. 3 Servern erspart das eine Menge
Arbeit ;-) Hier ist die Stabilität der Verbindungen Gegenstand des
Experiments. In einer anderen Anwendung läuft sowas bereits. Für die
Authentifizierung sollen X.509 Zertifikate benutzt werden, weil das
einfacher und sicherer ist, als das Mailen von Shared Secrets.

Das ist moeglich, aber wofuer soll ein weiterer GRE Tunnel aufgebaut werden,
nachdem es bereits einen IPsec Tunnel gibt, das erscheint bis jetzt nach der
kurzen Beschreibung ein unnoetiger Aufwand zu sein.

Einen OpenVPN Tunnel zu nehmen, der selbst von einfachen billig Routern
seine Pakete via Portforwarding bekommt, ist auch wesentlich einfacher
einzurichten.

Die laut laermenden Cisco Router hab ich aus gutem grund meistens
ausgeschaltet, ausser fuer mein Testlab.

2. Aufbau von Asterisk Servern, die diese Verbindungen nutzen

Hier wird dann zwischen Endusern (also Telefone / VoIP Gatways, wie z.B.
Fritzbox etc.) und Vermittlungsstellen (also Asterisk Servern)
unterschieden. Die Enduser sind fest mit einem Asterisk Server verbunden
und brauchen sich daher nicht mit Routingprotokollen etc.
herumzuschlagen. Hier kann statt IPsec auch OpenVPN verwendet werden.

Solange die beteiligten Router ein gemeinsames Routingprotokoll beherschen,
aendert sich fuer die Clients ja nichts.

Die Asterisk Server sollten immer mind. Verbindung zu zwei anderen
Asterisk Servern haben. Ungeklärt ist hier die Nutzung redundanter Wege.

Das waere kein Problem mehr, sobald ein Routingprotokoll laeuft. Selbst bei
RIP waeren innerhalb kurzer Zeit zumindest jeder wieder erreichbar.

Ein Dialplan muss erstellt werden. Offensichtlich müssen hier zahlreiche
Überlegungen angestellt werden. Hier liegt auch der Schwerpunkt des
Experiments:

- Dialplan für ein solches Netz
- Stabilität
- Latenzzeiten / Sprachqualität
- Betrieb eines solchen Netzes

die besten Latenzzeiten und Sprachqualitaet hatte man bei einem full
meshed net, wo es zu jedem anderen Teilnehmer auch einen Tunnel gibt

3. Handhabung durch die Anwender

Da stellen sich eigentlich nur die Fragen:

- Wie kommen die Anwender damit zurecht ?

wenn die etwas selbst einstellen aendern muessten, waere IMHO etwas falsch
gelaufen in der Planung, IP-Telephon Hoerer abnehmen und waehlen, um den
Rest sollten die sich nicht kuemmern brauchen.

Wenn das unterm Strich nicht mind. genauso einfach wie Skype laeuft, und das
wird die Messlatte sein, wird es im Praxistest durchfallen. Warum man lieber
keinen Skype nehmen sollte, wird jeder der an so einem Versuch teilnimmt
schon wissen, aber ein wichtiges Ziel sollte es sein, dass genauso einfach zu
gestalten.

- Qualität der Dokumentation

fuer Anwender -- Hoerer nehmen, waehlen, telephonieren
fuer Admins -- ein Alptraum, das wird nicht einfach, das umzusetzen macht
mehr Spass als es zu dokumentieren

Wie soll die Unterstützung aussehen ?

Gemeinsamer Aufbau eines kleinen Asterisk Netzes. Viele Configs sind
schon vorhanden und können leicht angepasst werden.

Voraussetzungen für Enduser:
- OpenVPN oder IPsec fähiger Router (z.B. OpenWRT oder bel. Linuxdistri)
- VoIP Telefon oder Gateway (z.B. FritzboxFon)

voip Telephon Software geht auch, selbst fuer Windows gaebe es mit Xen ein
einfaches, oder ekiga (ehemals gnomemeeting) gibt es fuer linux und windows.

Voraussetzungen für Asteriskserver:
- Root Server mit Linux oder *BSD
- Asterisk Grundlagen, wäre also schon gut zu wissen, was
in der extensions.conf stehen muss
- Routing Grundlagen

Wer einen Root Server hat, kann darauf folgende Pakete installieren:

- Asterisk
- OpenSwan oder StrongSwan
- Quagga
- ggf. für GRE notwendige Kernelmodule
- OpenSSL

Die Details bitte per PM klären. Die Doku wird dann in einem Wiki
erscheinen. Bei Interesse kann ich den Link hier posten.

Die Liste verfolge ich aus Koeln, ein Treffen wird da schwieriger, aber fuer
koennten uns auch zu verabredeten Zeiten in einem IRC channel treffen.

cu Frank

--
"Die Sicherheit von KKWs haengt nicht von derem Alter ab." Wieviel Verleugnung
von sogar trivialer LebensErfahrung braucht man fuer diese Aussage?
Anders gesagt: "Auch neue Kraftwerke können hochgehen". Finde ich sehr ehrlich.
 -- Herwig Huener AQSR und Michael Krauth in ger.ct
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