Am Sonntag, 8. Juni 2008 12:35:39 schrieb Christian Schmidt:
> 2008/6/8 Michael Bischof <[EMAIL PROTECTED]>:
> > Hallo Liste,
> >
> > damit es nicht heißt der Sachverhalt sei OT habe ich schon im Titel
> > gezeigt worum es gehen soll:
> > ich vermute Ihr Alle habt das Fiasko im Hessischen Landtag wegen der
> > Studiengebühren mitbekommen. Grund dafür ist die Tatsache, dass beim
> > Kopieren der Antragsvorlage ein entscheidender Satz auf der Strecke
> > blieb, also nicht mit eingefügt wurde.
> >
> > Und nun meine Frage an Euch: weiß Jemand auf welcher Plattform und mit
> > welchem Programm dieser Lapsus passiert ist?
>
> Für mich hörte sich das eher nach "menschlichem Versagen" an, also bei
> Copy&Paste einfach nen Satz nicht markiert oder so.
> Das ist doch vollkommen unabhängig von Plattform und Programm.
>
> Warum willst Du das wissen? Windows-Bashing?

So weit sind wir noch lange nicht! ;-)

Nein, ich stieß bei meiner Morgenlektüre ,,War war - was wird'' auf 
www.heise.de auf folgenden Absatz:
,,Was bitte kann ein Landesvater wie Roland Koch dafür, wenn ein wichtiger 
Satz in einem Gesetzestext "bei der Übertragung elektronisch verschwunden" 
ist? Ist Roland Koch etwa für diese dusseligen Computer der Roten und Grünen 
verantwortlich? Hat Hessen nicht etwa die beste PKI aller Bundesländer, 
feierte Hessen nicht die "innere Schönheit" von ZeM (Zentrale e-Mail), 
propagierte Hessen nicht fortlaufend den modernen Verwaltungsarbeitsplatz 
(MVA), auch als HessenPC bekannt? Gut, die EDV-Leute von Roland Koch wussten 
vor der Abstimmung zu den Studiengebühren, dass da offenbar 
etwas "elektronisch verschwunden" war und informierten ihren Jefe 
entsprechend. Der nahm das als gütiger Landesvater hin, fehlte ihm doch das 
Brustzeug, um "Kindermädchen der Mehrheitsfraktionen" sein zu können. 
Kindermädchen erzählen ihren Anvertrauten ja gern das Märchen von dem bösen, 
bösen Internet, in dem bei der Übertragung Sätze verloren gehen und mitsamt 
der Mailkreide vom bösen Wolf gefressen werden. So ein richtiges Ammenmärchen 
ist auch die Geschichte, nach der es keinen Schutz für verschwindende Sätze 
in der Mail gibt, weil hashen verboten ist.''

Das machte mich neugierig. Es ist wohl der Landtagsverwaltung passiert bei der 
Erstellung einer neuen Drucksache und nicht bei den Grünen (die den 
Ursprungstext eingegeben hatten).

Zumal Hessen einerseits extrem vollmundig ist in diesem Bereich, gleichzeitig 
aber dauernd wesentliche Dinge nicht klappen und das Ganze ein Millionengrab 
auf Kosten des Steuerzahlers ist. Bisher, denn jetzt kommt Neues dazu:

http://www.informationweek.de/nachrichten/showArticle.jhtml?articleID=206903521

http://www.move-online.de/index.php?schrift=1&modus=g&menu=1&page=meldungen&data=7370

http://www.inar.de/blog/cebit-produkte-und-innovation/20080306/land-hessen-und-microsoft-stellen-hessenpc-auf-der-cebit-vor.html

Und das Ganze ist, wenn man hinein geht, auch technisch sehr schrottig. Ich 
hatte einmal beruflich mit dem Akreditieren zu tun - ein Graus: fast 2 
Minuten, um Änderungen an einer 15 KB-Datei durchzuführen und zu speichern 
(bei einer flotten DSL-Anbindung!).

Gruß - vielleicht weiß hier ja Jemand etwas mehr, warum nicht Robert 
Weißgräber?

Michael Bischof 
 

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