Am Donnerstag, 12. Juni 2008 22:27:56 schrieb Udo Neist:
> Am Donnerstag, 12. Juni 2008 21:50:44 schrieb Michael Bischof:
> > Nach meiner Meinung unter Umgehung der Gesetze, die Anschaffungen
> > für den öffentlichen Bereich regeln und obwohl diese neue
> > Software nicht einmal genuin im einzigen international
> > anerkannten öffentlichen Format odt speichern kann.
> > Das ärgert mich; da will ich mich erst umfassend informieren -
> > und dann stänkern! ,,Kritisch hinterfagen'' soll ich ja laut
> > papierenem Lehrplan... ;-)
> >
> > > Bin noch nicht so lange auf der Liste, aber meine Erwartungen
> > > waren eher technischer Natur.
> >
> > Der Witz hier ist, dass sich ziemlich weitreichende politsche
> > Entscheidungen hinter scheinbar reiner Technik verstecken. Das
> > interessiert mich daran, viel mehr als die Technik.
>
> Es ist ja nicht das erste mal, das in Hessen bestehende Gesetze und
> Richtlinien von oben herab umgangen werden. Zum Leidwesen der
> Beschäftigten und der anderen, oft indirekt Betroffenen.
>
> Ich bin in der Umsetzung eines seit 5 Jahren im kleinen Rahmen
> laufenden Projektes auf den gesamten Landesbetrieb. Linux ist in
> Hessen mittlerweile ein Tabuwort. Vor dem HessenPC war Linux sogar
> von der HZD freigegeben. Im Rahmen der Umsetzung soll von
> Apache2/PHP5 auf IIS umgestellt werden, inklusive anderer Vorgaben,
> die technisch Unsinnig sind. Seit 5 Jahren läuft ein damals passend
> ausgestatteter P4 ohne Probleme und würde selbst das zehnfache oder
> hundertfache an Benutzern verkraften, da kaum konkurrierende
> Zugriffe vorkommen. Solange ich aber die Software und deren
> Umgebung (Datenbank, Druckeransteuerung, Backups) nicht für Windows
> getestet habe, bleibt es bei der Kiste :) Ist ja handelsübliche
> Hardware und ein Backup der Datenbank sowie der wichtigsten Daten
> läuft ja immer (mal selbst erinner: Backup mal wieder prüfen und
> zusätzlich auf weiteres Medium kopieren).

Danke, Udo! Einige Aspekte, die Du ansprichst, möchte ich lieber per PM 
vertiefen. Bis auf diese:
- warum ist Linux in Hessen ein Tabuwort?
- der für den HessenPC und viele millionenschwere Fiaskos verantwortliche 
Staatssekretär Lemke geht soeben unter unklaren Umständen. Der neue Mann 
kommt von Siemens.
- das Fiasko mit den Studiengebühren enthält menschliches Versagen, aber eben 
nicht durch fehlerhaftes copy-and-paste. Die Ursache ist das Problem, unter 
Word richtig mit verschiedenen Versionen des gleichen Dokuments umzugehen.
Der Fehler bei den Grünen lag darin sich auf Word verlassen zu haben.
        http://schule.homelinux.com/word.spaß.html
Ein durchaus bekanntes Problem für Word und gerade kein Grund, dieses Programm 
per HessenPC und für sehr viel Geld hessenweit für Alle in der Verwaltung 
verpflichtend zu machen.

Gruß,

Michael Bischof 
 
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