Analyse, Mr. Spock.

Bevor experimentiell umkonfiguriert wird, Bösewicht finden;-)
Falls möglich, würde ich mal versuchen, festzustellen, ob's am System, der
Applikation oder dem Netzwerk liegt.
Ich nehme da immer wieder gerne iperf, das ist ein client-server basiertes
Testtool. Gibt's fuer Windows, Linux, OS X etc. Man kann Port, Datenmenge,
MTU, Protokoll (UDP/TCP), unidirektional und bidirektional einstellen und
vordefinieren, welche Datenmenge über welchen Zeitraum übertragen werden
sollen. Einfach mal nach iperf googlen.
Wenn der TCP-Durchsatz dort stimmt, wär's dann warscheinlich der Apache, der
Probleme macht. Wobei es nicht auszuschließen ist, dass evtl irgendwelche
transparenten Proxies zwischendrin dein Problem verursachen. Kann man aber
auch antesten: apache stoppen und iperf auf port 80 tcp laufen lassen...

Viele Grüße,

Patrick

Am 30. November 2009 19:08 schrieb Silvério Santos <[email protected]>:

> Martin Schmitt schrieb:
>
>  Silvério Santos schrieb:
>>
>>
>>
>>> kann ich nicht beurteilen. Wie läßt sich die Vermutung bestätigen oder
>>> widerlegen?
>>> Oder besser: was kann ich auf Serverseite ändern, um das Problem zu
>>> lösen?
>>>
>>>
>>
>> Ich hätte ja gehofft, daß sich hier irgendwann mal der Christian
>> einschaltet, denn ich kann das MTU-Thema zwar erkennen, aber mir fehlt
>> das tiefere Verständnis dafür. ;-)
>>
>> Du hast uns zumindest nicht verraten, ob die Netzwerkverbindung in
>> beiden Testfällen die selbe ist. Wenn es nicht die selbe ist, würde das
>> die MTU-These stützen.
>>
>>
> Nachvollziehbar ist das immer per VPN-Tunnel durch ein Nortel Contivity und
> auch im LAN sind die Probleme selten gesichtet worden.
>
> Das beschriebene System läuft auf physischer Hardware. Dort habe ich
> übrigens den Kernel von 2.6.26 auf .30 aktualisiert, ohne Erfolg.
>
> Heute morgen habe ich auf KVM/Qemu ein frisches Minimal-Debian Lenny mit
> einem original konfigurierten Apache aufgesetzt, die Dateien vom
> funktionierenden SuSE (nicht Ubuntu, wie zuerst geschrieben) kopiert und die
> Rechte angepasst, mehr nicht; Resultat: gleiches Problem. Ein Komprimieren
> der exe zu einem tgz, um irgendwelche filternde, transparente Proxies als
> Problemquelle zu umgehen, hat's auch nicht gebracht. Höchstens könnte ein
> solches Teil die tgz entpacken, um mit mir Schabernack zu treiben. Ein
> Ticket diesbezüglich hat auch das nicht bestätigt.
>
> Ein Vergleich des Downloads per LAN bringt übrigens folgende Unterschiede
> zur VPN-Verbindung zu Tage:
> - es werden mehrere Pakete vor einem ACK versandt, beim VPN immer eines pro
> ACK
> - es gibt Dup-ACK-Orgien mit einer oder zwei Retransmissions und danach
> normales Verhalten anstelle von endlosen Retransmission-Orgien in immer
> längeren Abständen
> - der Download wird vervollständigt (!)
>
> Ich habe sogar ein paar Einstellungen unter /proc/sys/net/ipv4 mit dem
> funktionierenden System verglichen, z.B. tcp_sack oder tcp_window_scaling.
> Die Stichproben waren gleich.
>
> Hat jemand irgend einen Tip, was ich noch machen kann? Google ist zum
> zweiten Tag nicht hilfreich.
>
> Gruß
> Silvério
>
>
> --
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Patrick Glanz
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