Denny Schierz schrieb:

> Ich habe mal angedacht, dass in der Uni ebenfalls zu verwenden. Ziel
> sollte es sein, nach einer nackten Installation möglichst schnell wieder
> ein produktives System zu erhalten. Dabei meine ich jetzt aber kein
> Backup, sondern wirklich Versionierung.

Das hört sich jetzt aber nicht so wirklich danach an, daß Du wirklich
ein klares Ziel vor Augen hast. Bei der Systemadministration hat die
Versionierung den zentralen Vorteil, daß aus den ganzen Dateien
foo.conf, foo.conf.bak, foo.conf.bak.20100505, foo.conf.20100504-kaputt
usw. nur die eine Datei wird, aber mit der Versionsverwaltung im
Hintergrund.

Wenn es ums Deployment geht, bist Du evtl. mit einem System wie cfengine
besser beraten.

> Als Systeme sind Solaris10 Intel/Sparc, Debian und SuSE vertreten. Mir
> fehlt es da allerdings an Erfahrung, wie man sowas tatsächlich umsetzt
> um das CVS nicht unnötig aufzublasen. Des weiteren welches CVS man am
> besten dafür einsetzt. Das Original - CVS - wohl weniger. Subversion
> wohl auch nicht. Mit Mercurial habe ich schon einiges an Erfahrung
> sammeln dürfen, Git ... soll sehr kompliziert sein, wenn man nicht
> täglich mit schafft. Martin hatte mir mal auch eines genannt, welches
> mit b* anfängt.

CVS fällt aus, weil es praktisch nicht administrierbar ist. Subversion
macht alles nur noch schlimmer, weil zentrale Konzepte wie Tags und
Branches nicht umgesetzt sind, die man irgendwann vermissen wird.

b* weiß ich jetzt nicht. Ich könnte mir gut vorstellen, daß ich RCS, den
Vorgänger vor CVS, empfohlen habe. Das eignet sich fürs Versionieren
einzelner Konfigurationsdateien wirklich ganz hervorragend, hat aber den
Nachteil, daß Dateien beim Committen tumb verschluckt werden, wenn man
nicht die richtige Option (ci -l) in Fleisch und Blut hat.

git ist nicht komplizierter als Mercurial, die Konzepte sind ähnlich.
Allerdings glaube ich, daß git populärer ist.

http://whygitisbetterthanx.com/ ;-)

> Wichtig wäre, dass es nicht nur mit ASCII umgehen kann, Binär wäre mit
> Sicherheit auch von Nöten.
> 
> Was habt/nutzt ihr denn für Strategien und Programme?

Bevorzugt git. Git skaliert schmerzfrei (insbesondere im Gegensatz zu
SVN) bis hinunter auf den RCS-Anwendungsfall, bei dem nur eine einzelne
Datei versioniert wird:

cd /etc/foo
git init
git add foo.conf
git commit

Was die Strategien angeht, ist das vermutlich ein Thema, mit dem man ein
ganzes Buch füllen könnte, und der Leser wäre nach der Lektüre auch
nicht schlauer. ;-)

-martin

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