-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Hash: SHA1

Hallo,

vor einiger Zeit hatte ich mal ueber den Google Authenticator gesprochen, 
um 2-Faktor-Authentifikation unter Linux geredet - also ein Mittel, 
welches zusaetzlich zu einem statischen Passwort noch ein anderes, zweites 
Medium heranzieht, welches - im besten Fall - eine pysikalische und nicht 
kopierbare Präsenz erfordert. Der Google Authenticator implementiert OATH 
[1] HOTP oder TOPT mit einigen Modifikationen und ist sowohl zur Sicherung 
von Google Accounts, als auch zur Sicherung von PAM-faehigen Strukturen 
(Linux z.B.) geeignet. Dazu wird eine App auf einem Telefon verwendet, die 
ein gemeinsames Secret beinhaltet, den auch die Gegenstelle kennt.

Das nur zur Einfuehrung und Erinnerung an bereits gesagtes. Ich würde 
nicht an die Liste schreiben um nur das zu sagen - ich habe natuerlich 
auch eine Frage, besser 2:

1.) Hat jemand Erfahrungen mit OATH HOTP/TOTP kompatiblen Hardwaretoken 
(zum Beispiel [2]) und Linux? Ich wuerde sowas zum Beispiel gerne 
einrichten, um SSH-Logins von nicht unmittelber vertrauenswuerdigen 
Geraeten, die dann natuerlich auch meinen RSA-Key nicht haben (duerfen) 
etwas deutlicher zu sichern oder auch - im bei SSH zu bleiben - 
SSH-VPN-Tunnel, die auch ein nicht zu vernachlässigendes strukturelles 
Risiko bieten, von mehr als nur einem Passwort abhaengig zu machen. 
Mich wuerde interessieren, welches der vielen OATH-Pam Module oder welche 
anderen Mechanismen verwendet wurden und welche Token zum Einsatz kamen.

Was die Token angeht habe ich, bei der unten genannten Seite, 2 Varianten 
TOTP Tokens bestellt, um mir das mal anzuschauen. Prinzipiell kann man 
auch mit Software-Tokens super testen, aber mehr Spass machts mit 
Hardware, nicht wahr?

2.) Hat jemand Interesse daran, dass ich die Erfahrungen, die ich im Laufe 
der Tests mache und die Ergebnisse mal bei der TroLUG praesentiere? Wer im 
Berufsalltag mit der Sicherung von Linux-Systemen zu tun hat, koennte von 
so einer Loesung eventuell profitieren - vielleicht auch bei der geringen 
Kostenhürde schon Privatanwender mit Linuxen an Public-IPs. 
Ich fand es fuer sich genommen schon interessant, dass es wirklich bei OTP 
Tokens schon laenger nicht mehr nur um Produkte der Firma RSA und andere 
grosskommerzielle Infrastrukturen geht, die man direkt fuer viele Steine 
und Goldbarren kaufen muss. Ich hoffe, das manifestiert sich dann auch so 
im Versuch.

Gerade heute, wo wir unsere halbe Identitaet ja teilweise auf 
irgendwelchen prinzipiell erreichbaren Systemen lagern und uns viel mehr 
Gedanken um Netzsicherheit machen muessen als wir es in den meisten 
Faellen tun, bin ich sehr dafuer, der Berufsparanoia auch mal nachzugeben 
und sich ein wenig verfolgt zu fuehlen. Das Passworte allein manchmal 
nicht reichen, hat der ein oder andere bestimmt im Bekanntenkreis oder am 
eigenen Leib schon erfahren muessen. 

TL;DR: Hardware OTP (OATH HOTP/TOTP) unter Linux, anyone?

Bei Interesse einfach melden,

 Joel

[1]: http://www.openauthentication.org/specifications
[2]: TOTP: http://www.gooze.eu/otp-c200-token-time-based-h3-casing-1-unit
     HOTP: http://www.gooze.eu/otp-c100-token-event-based-1-unit
- -- 
Joel Garske
PGP: 0xA921EB20 - No SMIME
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Version: GnuPG v1.4.12 (GNU/Linux)

iEYEARECAAYFAlErTW8ACgkQcTUy7qkh6yCG7QCcD6fFlnyJ2kPmSo59JONCgJuS
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