Hallo René,

das möchte ich so nicht stehen lassen. So sehr ich auch genervt bin über das 
kreative Chaos unter Linux: Damit lassen sich optimal stabile, performante und 
auch von Dummies oder sogar DAUs problemlos bedienbare Systeme bereitstellen. 
Man muß halt seinen Weg finden und anschließend nur noch sparsam links und 
rechts schauen, um nicht in einem Faß ohne jeden Boden zu versaufen. Zumindest, 
wenn man Linux nicht zum alleinigen Lebensinhalt erhebt. Von all' diesem 
Generve bekommt der umsorgte User ja nix mit, nur sein 'Admin'. Der muß halt 
manchmal leiden und sollte sich nicht verrückt machen lassen von ach so tollen 
hippen und aber doch zu vergänglichen Zeitgeistern.

Das einzige ernsthafte Problem (für den besagten Betreuer) ist m. E. die 
zumeist miserable Unterstützung der Industrie z. B. betr. so banaler Dinge wie 
Drucker & Co.. Natürlich findet man letztendlich irgendwo immer die passende 
Software, wenngleich mit Defiziten (im Vergleich zur Funktionalität unter 
Windows) und zeitverzögerten Tretminen. So hatte ich z. B. für meinen Canon 
MP640 (Drucker / Scanner) nach einiger Suche seinerzeit unter LTS 12.x passende 
deb-Pakete gefunden, aber:
- Wesentliche Druckerparameter (z. B. Draft) waren erst verfügbar durch 
Manipulation der PPD-Datei (wozu man natürlich auch wieder irgendwo Infos 
findet ... aber man hat ja Zeit im Überfluß).
- Ab LTS 14.04 funktionierte plötzlich und unerwartet erst mal nix mehr, weil 
darin die Bibliothek libtiff4 nicht mehr vorhanden war, die man erst noch 
nachinstallieren mußte. Banal, aber trotzdem <NERV>.

Was die 'spezielle Software' angeht:
<GRUSEL>. Doof, wenn es (trau, schau wem) kein PPA gibt, von dem man ein 
funktionierendes Paket beziehen kann.
Sofern es von der betr. Software eine Windows-Version gibt, empfehle ich den 
Königsweg: Installiere Dir eine virtuelle Maschine, in der ein originales 
Windows läuft. In einer solchen VM läuft bei mir für alte Windows-Schätzchen, 
für die ich noch keine passende Alternative unter Linux evaluiert habe, mein 
altes XP. Da funktioniert super stabil (fast) alles. Dies bei mir unter 
Virtualbox, super klasse! Mit installiertem 'Extension-Pack' (was einem 
OpenSource-Fanatiker natürlich abhold ist, weil ein proprietäres Modul) ist die 
Integration in's Wirts-System hervorragend.
Natürlich kann man es auch mit Wine versuchen; das gerät aber auch schnell zu 
nerviger Fummelei. So bin ich z. B. beim Versuch, ein altgedientes Word / Excel 
2000 unter Wine zu installieren, wegen einiger Haken und Ösen gescheitert. Es 
hatte zwar im Prinzip funktioniert, aber doch nicht so richtig.

gruß wolf

Am 24.01.2016 um 21:33 schrieb René Karges:
> Aber solange Linux nicht so benutzerfreundlich ist, bleibt es weiterhin etwas 
> für Freaks oder Hacker oder Bastler.
> Eigentlich war mein Plan, sowas meiner Mutter anstelle des WinXP 
> hinzustellen, aber daran mag ich mittlerweile gar nicht mehr denken.
> Ich habe echt gedacht, dass LINUX in den letzten 15 Jahren 
> benutzerfreundlicher geworden ist, als es der Fall scheint. Oder ich habe die 
> passende Distribution noch nicht gefunden.

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