Hi!

Am 06.10.25 um 12:44 schrieb Dr. Gerhard Wedel:
Liebe LINUX Anwender von LO,

ich weiß nicht, wie es einigen LO Mitstreitern auch ergeht, die zur Zeit vom 
Umstieg auf Windows 11 betroffen sind.
Ich möchte jedenfalls nicht den Umstieg von Windows 10 auf Version 11 
mitmachen. Bei mir erscheint die Meldung, daß mein Gerät nicht die 
Mindestbedingungen für Windows 11 erfüllt. D.h. ein neues Gerät kaufen!?

Ich habe verschiedene Gründe für einen Umstieg auf LINUX, wie z.B. daß das 
Verzeichnis C:/ 'vollgemüllt' wird, ohne daß ich etwas ändern kann. Ich habe 
bereits die meisten Programme auf eine andere Partition umgesetzt, um C:/ zu 
entlasten. Ohne Erfolg.

Welches LINUX ist empfehlenswert für solche LO Nutzer, die 'noch' professionell 
arbeiten? Ich höre immer wieder von MINT aber auch von UBUNTU.
Ich habe bereits überprüft, welche meiner bisherigen Programme auch auf LINUX 
laufen. Immerhin 10 von 18!

Dazu kommt meine Frage: kann ich die unter Windows gespeicheten LO Dateien ohne 
Umwandlungen direkt auch mit einer LINUX Version weiter benutzen?


Als jemand, der seit langem (derzeit im 25. Jahr) eine
Organisation mit österreichweit verteilt derzeit ca. 30 Linux
Arbeitsplätzen (Desktops und Notebooks) als Sysadmin betreut,
möchte auch ich meinen Senf dazu geben... :-)

*) LibreOffice Dokumente können in der Regel zwischen allen
Betriebssystemen recht problemlos ausgetauscht werden.
Aufpassen muss man sicherlich bei Schriftarten (wurde ja schon erwähnt)

*) Die Kompatibilität zwischen LO Dokumenten und MS Office Dokumenten
ist ein anderes Thema. Da kann es durchaus Überraschungen geben.

*) Als Kandidat für die Distribution sollte auch OpenSUSE berücksichtigt
werden. Läuft meiner Erfahrung nach recht stabil

*) Die Wahl der "Desktop-Umgebung" ist auch wichtig. Im Unterschied zu
Windows kann man bei Linux hier ja aus mehreren Möglichkeiten wählen.
Für Windows Umsteiger ist IMHO KDE zu empfehlen.

*) Vor dem Umstieg kann das System am Zielrechner bei den meisten
Distributionen mit einem Live-System getestet werden. Diese Möglichkeit
sollte genutzt werden.

*) Gerade Windows Poweruser sollten als Linux "Neulinge" berücksichtigen,
dass es doch ein paar Unterschiede gibt, die man als Admin lernen muss,
wie z.B.
- Bedeutung und Organisation von Dateien im Dateisystem (unter Linux ist fast alles eine 
"Datei")
- Das Rechtesystem (wer darf was)
- Die Verwaltung von Konfigurationsdaten des Systems (kein Active Directory)
- Die Verwaltung von Konfigurationsdaten der Anwender (als Dateien im 
"Home-Directory")
- Die Verwaltung von Programmpaketen (wie kommen Programme ins System)
- Der "Desktop" (= die grafische Benutzeroberfläche) ist im Prinzip eine
  Anwendung wie andere auch (Linux funktioniert auch ohne Desktop sehr gut,
  z.B. am Server)
- Wenn man nicht weiß, was man tut, kann man sich böse ins Knie schießen
  (ok, das ist unter Windows ähnlich... ;-)

Für die LibreOffice ML sind die meisten der genannten Punkte aber off-topic.
Ich empfehle die einschlägigen Webseiten und Foren der jeweiligen
Distributionen oder ein gutes Einsteigerbuch.

HTH

LG

- andreas

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Andreas Haumer
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