Hallo,

Ulrich Möhrke schrieb:
> Ich fände es auch viel logischer, die Seitennummerierung an der Seite
> festzumachen. Vielleicht kann ich das an einem realen Beispiel
> verdeutlichen.
>
> [...]
>
> Kennt jemand schon ähnliche Diskussionen? Was hat sich dabei als
> Hauptmeinung ergeben?

Ob über  Seitennummerierung schon in diesem Zusammenhang diskutiert
wurde weiß ich nicht, aber es gibt ähnliche Diskussionen bezüglich des
Zusammenfügens mehrerer Dokumente in denen Grafiken an Seiten verankert
sind, ebenfalls eine Fußzeilen-Diskussion gab es schonmal.
Warum ist das ähnlich?
Weil Du verstehen mußt das OOo eine Fließtext-Textverarbeitung
(fließtextorientiert) und kein DTP-Programm (layoutorientiert) ist. Das
was Du am Bildschirm siehst ist in sofern 'Fiktion' als das die
Aufteilung des Inhalts auf Seiten so garnicht existiert. Der Inhalt ist
nur an einigen wenigen Stellen mit der Seitenaufteilung verbunden,
insbesondere am Dokumentanfang und dort wo manuelle Seitenumbrüche sind
(und dann ebend wo an der Seite verankerte Objekte sind). Die
Seitenaufteilung erfolgt lediglich nach der 'Berechnung' der Verteilung
des Inhalts unter Beachtung dieser Verankerungspunkte sowie der anderen
Formatierungsoptionen.
Verankerungen von Objekten an Seiten sind einer
Fließtext-Textverarbeitung eigentlich wesensfremd und sind nur enthalten
weil sich das so eingebürgert hat.
Das was Du vorschlägst läßt sich an einem Beispiel illustrieren:
Jetziger Zustand ist das OOo Text der in einem Absatz steht automatisch
umbricht wenn die Zeile über den Rand des Textspiegels hinausreichen
würde, der rechte Rand des Satzspiegels ist hier eine Analogie zum Ende
der Seite. Was Du vorschlägst (bezüglich Seiten) würde hier heißen das
der Text einfach über den Satzspiegel hinausließt und damit er dort
endet eine manuelle Eingabe eines Zeilenumbruches nötig wäre.
Es ist auch bereits in der Diskussion vorgeschlagen worden
fließtextorientierte und layoutorientierte Textverarbeitung in einem
Programm zu vereinigen, die Meinungen dazu in der Diskussion waren IMHO
geteilt was die Möglichkeiten betrifft, weil IMHO nicht verstanden wurde
das es nicht geht. Ein solches Programm wäre sowas wie ein Hybridauto,
es es könnte zwar mit Strom oder Benzin fahren, aber hätte unter der
Haube immer 2 getrennte Motoren, die Tatsache das man die gut versteckt
ändert nichts an deren Vorhandensein.
Und das ist schon alles. Wenn Du dieses Verhalten willst arbeite mit
einem DTP-Programm, weil dann nämlich OOo ganz einfach das falsche
Programm für Deine Zwecke ist.
Das Verhalten eines DTP-Programms kannst Du in gewissen Grenzen in OOo
nachbilden indem Du Rahmen verwendest. Anschauliche Vorlagen dazu
findest Du beispielsweise auf www.martinpyka.de (siehe das dort
vorhandene "Bild-Zeitungs"-Beispiel).

> Decklatt -> Inhaltsverzeichnis -> erste Inhaltsseite mit Festlegung
der
> Nummerierung -> weitere Inhaltsseiten.

Das dieses Beispiel schlecht gewählt ist ist ganz einfach zu belegen:
Der Umfang des Inhaltsverzeichnisses ist vom Inhalt des Dokuments
abhängig. Wenn die erste Inhaltsseite starr auf Seite 3 (nicht unbedingt
Nummer 3 aber die dritte Seite) festgelegt ist und das
Inhaltsverzeichnis passt nicht auf Seite 2 was dann?
Das manuell wieder anzupassen widerspricht doch einer Textverarbeitung
die Dir ebend diese Lauyoutarbeiten abnimmt bzw. sie automatisiert.

> Versuche mit einem eigenen Absatzformat haben auch nicht geklappt,
> denn an dem Absatzformat hängt ja die Überschrift.

Ja und? Du kannst doch beliebig viele verschiedene Überschriftenvorlagen
für eine Ebene zuweisen (im Inhaltsverzeichnisdialog) wenn Du das
willst. Es gab da zwar mal einen Bug mit der automatischen Nummerierung,
aber der ist bekannt und wird beseitigt (oder ist vielleicht schon
beseitigt?), nur nach dem was Du schreibst bist Du wohl auf diesen Bug
zunächst noch garnicht gestoßen.




Gruß
Jörg


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