Hallo *,

On Sat, Dec 03, 2005 at 07:31:56PM +0100, F.D. wrote:
> [..] 
> Der Vorteil einer Mailing-Liste ist natürlich, dass man die Themen
> automatisch nach Hause geliefert bekommt und sich nicht aktiv darum bemühen
> muss, wie das bei Web-Foren der Fall ist - das ist gerade für mich als
> nicht-Breitband-Verwöhnten ein großes Plus.
> Auch lassen sich hier neue Themen viel unkomplizierter erstellen (man muss
> nicht erst die jeweilige Webseite besuchen, sich einloggen, einen neuen
> Thread erstellen etc.).

..und auf den Mailinglisten lesen die Leute mit die die gestellten
Fragen beantworten können. Bei Webforen müßten die Helfer selber aktiv
werden/online sein. Das schränkt den Kreis der Helfer stark ein.

> Allerdings geht eben oft die Übersicht flöten, was wohl auch an den
> eingeschränkten Formatierungsmöglichkeiten liegt

Nein. Wenn eine Nachricht Formatierungen bedarf um klar ersichtlich zu
sein, dann ist sie schlecht durchdacht, braucht zu viel Zeit um den Sinn
zu erschließen, ist uninteressant, etc.

Was mit "ASCII-Art" nicht geht geht auch durch sonstige Formatierungen
nicht. Screenshot oder Beispieldokument irgendwo hochladen und dann
einen Link mitschicken ist die gewünschte Alternative.

> sowie an der Tatsache,
> dass "Fehlbedienungen" an der Tagesordnung sind (egal, wie man dazu steht -
> ob man die Schuld nun beim User sucht oder dem System zuschreibt; Fakt ist,
> dass häufig nicht richtig zitiert oder falsch geantwortet wird, sodass
> Diskussionsthemen auseinandergerissen werden und es durchaus anstrengend
> werden kann, ein Thema von vorne bis hinten zu verfolgen).

Das kann auch ein Webforum nicht verhindern. Im Gegenteil. Entweder
findet man da überhaupt keine Zitate oder immer nur Fullquotes.
 
> Web-Foren hingegen sind meiner Meinung nach weniger anfällig für solche
> Fehlbedienungen (auch wenn diese natürlich keinesfalls ausgeschlossen
> sind). So ist es beispielsweise einfacher/intuitiver, ein Zitat in
> QUOTE-tags zu setzen, als seine Antwort unter die entsprechende Stelle im
> zitierten Text zu setzen.

Warum sollte das intuitiver sein?

Ich antworte schließlich doch genau auf den Punkt der gerade hier steht.
Ich baruche nix machen außer meinen Cursor an die entsprechende Position
zu setzten. Intutiver gehts doch kaum.

> Zudem ist die Darstellung von Zitat und Antwort (sowie weiterer Markups)
> durch entsprechende Formatierungen natürlich leichter abzugrenzen.

"Brauchbare" Mailclients können die Quoteebenen farblich (oder durch
andere Mittel) voneinander abgrenzen. Ohne daß explizit eine
Formatierung angegeben wird.

> Daher frage ich mich, ob es ein System gibt (oder geben sollte), das die
> Vorteile beider Systeme vereint.
> Ich stelle mir ein System vor, dass in den Grundzügen der UBB- oder
> vBulletin-Form entspricht. Allerdings sollte man Beiträge auch per Mail
> 'einreichen' können (statt des - bzw. zusätzlich zum - üblichen
> Web-Formular). Zudem sollte das Ganze weniger überladen sein, um das
> Datenvolumen gering zu halten.

Es gibt Online-Archive der Mailingliste. Es gibt auch ein Newsgateway.

> Das Problem wäre jedoch, die einzelnen Beiträge in ent- bzw. ansprechender
> Form per Mail an die User zu übermitteln und ihnen die Möglichkeit zu
> geben, adäquat zu antworten.

Siehe oben. Wenn eine Mail was anderes braucht als plain-text, dann ist
sie uninteressant.

> Letzteres könnte man vielleicht lösen, indem man jedem Beitrag einen
> Antwort-Link in Form einer MailTo-Anweisung hinzufügt. Dieser erzeugt eine
> Mail, die in der Betreffzeile die (unvermeidlicherweise krpytische)
> Anweisung für das System enthält, den Text im Mail-Body als Antwort auf den
> jeweiligen Beitrag zu interpretieren.

Warum sollte das kryptisch sein? Jede Mail hat eine MSG-ID. Und ggf.
auch schon einen References-Header. Diese beiden sind genau für sowas
gedacht.

> Allerdings müsste man dann eventuelle Zitate u.Ä. von Hand einfügen (was
> wiederum nützlich sein könnte, da so vielleicht nur die wirklich relevanten
> Textstellen zitiert würden - Stichwort TOFU!?)...

Das würde die Masse nicht tun. Die schreibt dann überhaupt kein Zitat.
Oft weiß man dann überaupt nicht wozu das gehört.

> Bleibt also das Problem, die Diskussionen per Mail zu versenden, sodass man
> nicht die Webseite besuchen muss.

Andersrum. 
Mailingliste als Basis mit zusätzlichem Webfrontend das eine "Antwort
auf diesen Beitrag"-Funktionalität bietet.

> Denkbar wäre vielleicht eine Art "daily digest", der eine gepackte
> HTML-Seite mit allen aktiven Diskussionsthemen ("threads") enthält.

Es gibt einen Digest den man abonnieren kann.

> Optimal
> ist das jedoch sicher nicht, zumal dadurch immer eine gewisse Verzögerung
> entstehen würde.
> Alternativ könnte man vielleicht bei jeder neuen Antwort das jeweilige
> Diskussionsthema komplett versenden, was wiederum das Datenaufkommen
> deutlich erhöhen würde (es wird wohl auch in Zukunft noch Modem-Nutzer
> geben... ).

Bloß nicht. Wenn man aus dem einzelnen Posting nicht erkennt worum es
geht ist entweder das Posting schlecht (und damit schon wieder in der
Kategorie "links liegenlassen") oder das Thema liegt schon zu lange
zurück. In beiden Fällen bringt ein komplettes Senden des (u.U. schon
recht langen) Threads überhaupt nix.

> Oder man versendet tatsächlich nur die jeweilige
> Antwort, aus der heraus man bei Bedarf die Komplettansicht des
> Diskussionsthemas aufrufen kann (als Webseite) - wobei man die im Idealfall
> natürlich bereits im eigenen Mailarchiv hat.

Eben.

> Natürlich lässt sich sowas nicht von heute auf morgen entwickeln und/oder
> implementieren. Aber dennoch denke ich, dass eine entsprechende Diskussion
> nicht uninteressant wäre - auch wenn's "just for fun" ist...

Kurz:
Auf www.openoffice.org direkt kann man das sowieso nicht realisieren. 
Webforen gibt es schon (sind aber getrennt und unabhängig von der
Mailingliste). 

Formatierungen sind in Mails sowieso nicht förderlich. 

ciao
Christian
-- 
NP: Soulfly - Back To The Primitive

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