Hallo Leute,

sehr großes Feedback auf meinen Vorschlag, finde ich prinzipiell zwar gut,
aber:

Sollte genau dieser Thread sich nicht auf einen _reinen_ Anforderungskatalog
beschränken und nicht zu einer Grundsatzdiskussion zum Thema Pro/Kontra
M$-Office/OpenOffice ausufern?

> -----Ursprüngliche Nachricht-----
betrifft alle Kommentare zu dem von mir geäußerten Wunsch nach mehr
Excel-Funktionen-Kompatibilität


Die Schärfe, mit der hier teilweise (nicht alle antworteten so) auf meinen
Vorschlag nach mehr Formel-Kompatibilität geantwortet wurde, erstaunt mich
schon ein wenig. Zum Teil fühle ich mich daher auch missverstanden. Ich bin
durchaus nicht der Meinung, dass in OOo alles so gemacht werden sollte wie
in M$-Office. Man würde das auch sofort erkennen, wenn die Funktionen in OOo
auch anders heißen würden. So trifft man aber dort in CALC auf zahlreiche
falsche Freunde: So z.B. die Funktion VERWEIS und die INDIREKT-Funktion. Die
funktionieren nunmal anders. Und es ist höchst ärgerlich erst beim
praktischen Einsatz zu erkennen, dass Funktionen, die genauso heißen,
plötzlich nicht mehr so funktionieren wie gewohnt. Man muss dann nämlich
schon sehr viel Arbeit hineinstecken, bis alles wieder funktioniert. So
gesehen wäre es mir fast lieber, wenn sich OOo überhaupt nicht um
Kompatibilität bemühen würde. Dann könnte man sich gleich damit abfinden:
Anderes Produkt andere Funktionen! OOo will aber offensichtlich auch
M$-Excel verarbeiten können und auch eine Funktionalität anbieten, die damit
Schritt halten kann. Das erweckt in mir schon den Eindruck, dass
größtmögliche Kompatibilität gewünscht ist. Das Problem dabei: Es
funktioniert eben nur teilweise! Wurde von mir im Ursprungspost schon, wie
ich denke, ausführlich genug dargestellt.

Da in dieser Diskussion auch der Wunsch geäußert wurde, ich möge mich lieber
mit den Redmonder Produkten beschäftigen, wenn ich diese für besser halte,
eine kleine Ergänzung: Als Lehrer u.a. für Wirtschaftsinformatik möchte ich
nicht immer nur die Redmonder Produkte unter die Leute bringen, sondern bin
mir meiner Verantwortung, was die Vermittlung einer allgemeineren nicht an
einzelne Produkte aus Übersee gebundenen IT-Kompetenz angeht, durchaus
bewusst. Daher beschäftige ich mich sehr ausgiebig mit Open Source und auch
mit Open Office, auch um meiner eigenen M$-Abhängigkeit zu entkommen und
auch anderen Leuten den Weg zu Software der Open-Source-Bewegung zu
vermitteln, die für einen freien und modernen Innovationbegriff eintritt,
der sich gegen monopolartige Strukturen zur Wehr setzt. Das ändert aber
nichts an der Tatsache, dass bestimmte Programme, ganz egal aus welcher Hand
sie kommen, unterschiedliche Eigenschaften haben und auch unterschiedlich
gut funktionieren. UND das muss man auch offen und ehrlich sagen können,
ohne gleich als Sympathisant von Firma Kleinweich an die Wand gestellt und
standrechtlich erschossen zu werden. ;)

Grüße
Stefan Pfister

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