Hallo Siegfried, Am Mon, 2 Jan 2006 21:59:49 +0100, schrieb Siegfried Jetzke: > Hallo Liste, Hallo Eric, >> Aber scheinbar muß die neue Generation auch durch diese Diskussion >> durch. >> > > Folgende Frage ist weder ironisch noch sarkastisch: Gehörst Du zur neuen > oder zur alten Generation. Zum Einen bezogen auf OOo, zum Anderen bezogen > auf Textverarbeitung, Präsentation, Tabellenkalkulation?
In Sachen OOo gehöre ich zur alten Generation. In Sachen Textverarbeitung gehöre ich zu den Leuten, die mit so ziehmlich allem schon gearbeitet haben, was es auf dem Sektor gibt. Das erste heftige Programm hatte ich damals auf dem Atari ST. 1000 Seiten Handbuch und das war echt nahe dran an dem was hier so gewünscht wird, ein Fließtextprogramm, das auch DTP kann. Ansichten umschalten und was weiß ich nicht alles. Der Schönheitsfehler waren 1000 eng bedruckte Seiten in einer Schrift kaum größer als Mückenschiß. Hammer. Ich hab es nie so richtig geschafft die Ansichten zu wechseln. Entweder hatte ich nur den DTP Teil gestartet oder den Fließtextteil. War also ähnlich Tex bzw. LaTeX. Editor für Fließtext und dann ein Unterbau für den Satz. Ich glaub du konntest sogar direkt den Formatierungscode (also so ähnlich wie in WordPerfect) bearbeiten. Gearbeitet hab ich aber mit einem anderen Program, das ungefähr ein Drittel gekostet hat aber mehr oder wenig rein Fließtext konnte, kein DTP, den hat für die Vereinszeitung die Druckerei gemacht bzw. sie wurde von Hand kopiert und gekleppt. DTP war in den Kinderschuhen und Macs kosteten um die 10.000 DM oder sogar mehr (und wir nähern uns umgerechnet dem Preis mit den Quads ja wieder ;-)). Mit dem Umstieg auf Windows kam das übliche MS Office auf den Rechner, ja sogar legal gekauft bzw. mit dem Rechner halt bekommen (auch hier Du kannst gerne die Original CDs sehen), damit bin ich aber nicht glücklich geworden. Dann hat meine Schwester für die Schülerzeitung einen StarWriter 3.0 gebraucht. Das Programm tat dann schonmal das was es sollte. Gefiel mir und so bin ich dann bei StarWriter geblieben bis ich angefangen hab zu studieren. Für Kleinigkeiten hab ich halt Word benutzt um Daten austauschen zu können. Während des Studiums hab ich dann Word genutzt, weil es alle Taten und wir Einführungskurse zum wissenschaftlichen Arbeiten mit Word bekamen. Bis zwei Semester vor Diplomarbeit hab ich durchgehalten, dann hat mir Word ne Hausarbeit, die ich zusammen mit einm Kommilitonen geschrieben habe, auf meinem Rechner dermaßen zerschossen, dass ich ne ganze Nacht durcharbeiten mußte um sie wenigsten abgeben zu können, das sie so aussah wie sie sollte, war noch nicht mal im Ansatz zu retten. Komischerweise hat die gleiche Datei, wir hatten Kopien auf zwei Disketten, auf dem Rechner des Kumpels so aus wie sie sollte. Also wollte ich StarOffice kaufen und hätte es auch beinah getan, wenn ich nicht erfahren hätte, dass ich es auch für umme runterladen kann. Bis OOo 641D hab ich dann SO 5.2 benutzt. Ab OOo 641D bin ich hier dabei, hab die 1.0 bis 2.0.1 mitgemacht und bin hin und her gerissen zwischen ja die 2.0.x bringt sinnvolles Neues und "warum müssen wir uns, nur weil es die Anwender laut Sun angeblich wollen, an Word anbiedern" und dessen "Fehlbedienungen" übernehmen. Aber wir machen uns und vieles kann man abschalten so dass es sich fast wie ein altes SO anfühlt. Da mich Bücher faszinieren, hab ich irgendwann angefangen mich mit Typographie und Co auseinanderzusetzen und bin nie über interessierten Anfänger hinausgekommen. Als wir dann für ne Studienarbeit ein komplexes Layout brauchten hab ich mit Ragtime privat die ersten Schritte im DTP selbst gemacht. Mitlerweile hatte ich mit dem Gedanken gespielt OS X auszuprobieren und hatte bei einem Bekannten der für die Lokalzeitung arbeitet und für eine Vereinszeitschrift das Layout macht in Sachen Quark Express 4.x Blut geleckt. Endlich so layouten wie ich wollte - da kam Atari Nostalgie hoch. Der Haken war der Preis von Quark und seine Komplexität. Ich blieb standhaft und hab es mir nie auf dunklen Wegen besorgt. Für die Studentenzeitung hab ich dann mit Pagemaker und Framemaker meinen Artikel layoutet. Da stimmte die Mischung aus Komplexität und normalem Arbeiten. In Quark konntest Du sicher auch Texte schreiben, nur Du merktest, es war nicht wirklich dafür gemacht. Es hatte zwar alles zum Texte schreiben und doch nicht. Da ich mitlerweile einen Mac besaß und noch ein paar Tage Student war, wollte ich mir Framemaker oder auch Pagemaker kaufen. Leider war Pagemaker nur noch ein Plugin für InDesign (naja so gut wie) und Framemaker nicht für OS X zu haben und OS 9 war zwar noch aktuell, aber schon für tot erklärt und auch Framemaker war nicht auf dem Stand der Windowsversion. Tja und wer sich für DTP Interessiert und an einer FH studiert (gut der Geisteswissenschaftliche Teil) der kommt an TeX irgendwann nicht vorbei. Also Crashkurs TeX bekommen und damit dann mal die ersten Vorläufer der Diplomarbeit geschrieben. Da ich aber die hohe Lernkurve von TeX erfuhr und meine Diplomarbeit doch eher in angemessener Zeit abgegeben werden sollte nahm ich SO 5.2 für die Diplomarbeit. Die nächste große Arbeit hab ich dann mit den ersten abenteuerlichen Mac OS X Betas von OOo geschrieben, dabei den Portern geholfen und Stolz mit der 1.0.3 das Werk ausgedruckt. In Stücken a 10 bis 30 Seiten. Erst ein eiliges Golden Master nach dem Master behob den Fehler in der Druckfuntion unter OS X. Man war das abenteuerlich. Ich glaub zwei Seiten lang waren so die ersten Anleitungen wie man mit OOo unter OS X 10.1 druckt. Geld für ein Update auf 10.2 hatte ich einfach nicht. Tja und mit dem Mac bzw. die Mac User Gruppen kam ich dann wieder näher an InDesing und Quark - nur kaufen konnte ich sie mir immer noch nicht und kann es auch jetzt nicht. Seit September letzten Jahres arbeite ich beruflich mit RagTime, einem DTP Programm. Auch hier, es ist ne gute Textverarbeitung - was auch die c't zugibt - und ist es für mich angenehmer den Text in Word zu schreiben und ihn dann in RagTime zu setzen. Da wir auch andere feste Layouts haben, hab ich für manche dieser Aufgaben auch wieder mit TeX geflirtet. Der richtige Editor und auch weniger versierte Kollegen könnten damit arbeiten. Nur die Layouts einmal in RagTime und einmal in TeX zu erstellen bzw. zwei Programme lernen, dazu fehlt die Zeit und es ist nicht mein Job sondern ein Teil meines Jobs. Ich muß hier soviel wissen, dass ich mit einem Dienstleister in der selben Sprache reden kann - zumindest das Basisvokabular. >> Das find ich ja auch gut. Ich weiß nur nicht ob ihr das Pferd von >> hinten oder vorne aufziehen wollt :-) >> >> Ich würde daher erstmal von den *vorhandenen* Funktionen die OOo >> hat ausgehen. Schaut erstmal was OOo kann, dann schafft für bereits >> vorhandene Funktionen sinnvolle Testumgebungen und dann können wir > > Es ist wirklich nervend: Es gibt mehrere Anfragen auch von mir zu > notwendigen Funktionen einer Textverarbeitung, kein very sophisticated > features, sondern elementare Funktionen, die alle nicht oder sehr mäßig > hilfreich beantwortet wurden. Stimmt. Die zu sammeln steht Dir frei. Und trotz vieler geschriebener Arbeiten kann auch ich nur die Prozente von Writer kennen die ich genutzt habe. Vielleicht hab ich auch noch nie verlangt, dass ein Programm wie OOo alles in Sachen Texte bearbeiten können muß. Siehe oben, ich war es einfach vom Atari gewohnt und auch später, dass ich in einem Programm schreibe und in einem zweiten Programm/einem anderen Programmteil das Layout festlege. Die Intermezzos dazwischen wo ich dachte ich könnte mit einem Programm alles machen, führten mich immer wieder zurück zur Zweiteilung. > Es fällt mir zugegebenermaßen schwer, nicht emotional zu werden: Es kommt > mir einfach so vor, dass es einen geschlossen Kreis von Diskutanten und > Erleuchteten gab, die nun voller Entsetzen feststellen, dass es auch eine > Welt außerhalb gibt. > > >> Du wirst es kaum glauben, aber das funktioniert. Jedenfalls schon >> sehr lange und alle Versuche etwas mehr Struktur reinzubringen >> werden von den Fundis regelmäßig torpediert, also weiter Grashalm >> und Basisdemokratie. > > > Wie oben : Du zählst Dich zu den Fundis, oder sehe ich das falsch? > Diese Art der Argumentation schien mir seit Jahrzehnten überwunden. Du wirst es kaum glauben. Aber ich bin Realo. Ich hätte auch gerne ein "hierarchischere" Strutkur bei OOo und etwas mehr an Diktatur :-) > "Soll ein Anforderungskatalog mit dem Ziel erstellt werden, > anwenderspezifische Funktionalitäten und deren Tests zu definieren?" Ja mach. Schaden kann es nie, wenn wir realistischere Testszenarien haben. Wenn es mich überzeugt, schließe ich nicht aus mitzumachen - hab aber wahrscheinlich mit dem Mac Port und beruflich genug zu tun. Mit freundlichen Grüßen Eric Hoch -- ## Ansprechpartner Anwenderunterstützung, users-Mailingliste, MacOSX ## de.OpenOffice.org - Office für MacOS X, Linux, Solaris & Windows ## Openoffice.org - ich steck mit drin! --------------------------------------------------------------------- To unsubscribe, e-mail: [EMAIL PROTECTED] For additional commands, e-mail: [EMAIL PROTECTED]
