Hallo

>  da wir nach einer
> halben Stunde im Grunde schon alles gesehen haben. Die Messestände waren
> für uns auffallend exklusiv, aber dennoch war auf der Messe nicht viel
> los.

Da ich seit vielen Jahren Orbit-Besucherin bin, schliesse ich mich hier mal
an. (Am Novell-Stand war ich zwar nicht, dazu fehlte mir die Zeit, da ich
im Vorfeld bereits einen Plan mit festen Terminen festgelegt hatte) 

Der relativ kleine Rahmen, in dem die Orbit stattfindet, hat mehrere Gründe.
Zum einen der Kostenfaktor der Aussteller. Seit die Messe-Budgets nicht
mehr so voluminös sind, konzentrieren sich viele Aussteller auf die Cebit
und haben die Orbit-Teilnahme aufgegeben, während Firmen, die stark auf den
schweizerischen Inlandsmarkt ausgerichtet sind, sich teilweise andere
Plattformen suchen. Die zweite Sache ist die, dass - nachdem die
ursprünglich in Basel beheimatete Messe aus allen Nähten zu platzen drohte
- der Home- und Spiele-Bereich wegfiel und sich die Messe heute praktisch
ausschliesslich ans Business wendet. Der dritte Faktor ist wieder ein
Kostenfaktor: wer nicht über einen Aussteller-Kontak zu einer Freikarte
kommt, muss ganz schön tief in die Tasche greifen - das hält dann auch noch
die Privatanwender ab, die sich trotz reduziertem Angebot für die Messe
interessieren würden. Und dann natürlich der Zeitpunkt. Früher war noch ein
Samstag dabei, heute findet die Messe an reinen Wochentagen statt.

Das zu den Umständen. Warum ich aber eigentlich hier poste:

Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal eine Firma angetroffen, die ein
vollständiges ERP anbietet, das rein auf Java basiert (definitiv auch unter
Linux läuft) und als Office-Umgebung wahlweise MS oder OpenOffice einbinden
kann.

Das ist nämlich einer der Haupt-Hinderungsgründe, warum OpenOffice sich im
geschäftlichen Umfeld nicht durchsetzt: Die ERP's sind normalerweise an ein
Office-Programm gekoppelt, über das sie Dokumente erstellen (Offerten etc)
oder Statistik- oder andere Berichtszahlen an Tabellendokumente übergeben.

Und alle Hersteller, mit denen ich bisher gesprochen habe, lehnen es
schlicht ab, neben MS noch ein weiteres Office-Paket zu unterstützen, weil
sie den Aufwand scheuen.

Meine Frage nun:
Wenn Ihr solche Auftritte habt, könntet Ihr da nicht auch diesen Punkt mit
einbeziehen? Wege aufzeigen, die bei den Entwicklern die Hemmschwelle
heruntersetzen könnte? Oder gibt es Angebote wie Workshops oder ähnliches,
die unterstützend wirken könnten?

Stimmt es überhaupt, dass der Aufwand für den Unterhalt von verschiedenen
Schnittstellen zu Office-Paketen so enorm ist? 

Schöne Grüsse

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