Hallo Jörg

>> Trotzdem scheint mir die Makro-Geschichte eine Not- und
>> Bastel-Lösung (wie
>> auch das direkte Bearbeiten der Konfigurationsdateien).
> 
> Im Konkreten wohl ja.
> Bloß Makros ansich sind keine Not- und Bastellösungen, OOo selbst
> enthält welche, und selbst Dinge wie der Distiller (Adobe-Acrobat)
> werden in MSO über VBA-Makros eingebunden.
Ich weiss, dass vielerorts so gearbeitet wird. Meine Haltung dazu ist die:
Makros sind ein Instrument, dass irgendwo zwischen "richtigen"
Programmiersprachen und "Anwender-Klick-Klick" angesiedelt sind.

Wenn in einer offiziellen Programmierumgebung, von Programmierern (die das
auch sind) mit einem konkreten Projekt Makros benutzt werden, die mit der
gleichen Sorgfalt und der gleichen z.B. auch Dokumentationsverpflichtung
erstellt und gewartet werden, dann ist dagegen nichts einzuwenden.

Für eine Firmeninstallation gibt es da nur diese Varianten: entweder Du hast
eine Abteilung mit Programmierern, die das übernehmen oder Du engagierst
eine Partnerfirma mit klarem Auftrag. Alles, was irgendwer (ich zum
Beispiel) ohne wirkliche Kenntnisse von irgendwo herunterlädt und
installiert, ist sträflicher Leichtsinn.

Im Office-Bereich ist es oft so, dass Du vielleicht mal jemanden hast, dem
das Spass macht und der dann alles mögliche "bastelt", das im Moment
wunderbar funktioniert und vielerorts die Arbeit erleichtert und Zeitgewinn
liefert. Und dann ist der nicht da - vorübergehend oder weil er nicht mehr
bei Dir arbeitet - und irgendwo taucht ein Problem auf: dann bist Du ganz
schön in der ....

Das ist meine Ablehnung von Makros. Sie geht nicht gegen das Instrument als
solches. Aber es ist in meinen Augen heute (es hat sich einfach sehr viel
verändert seit den AWENN- und EWENN-Zeiten der ersten DOS-Word-Makros) ein
Instrument, das Fachleuten vorbehalten sein sollte (zu denen Du sicher
gehörst). Die Definition "Fachperson" reduziert sich aber in einer
Firmenumgebung nicht allein auf die Qualifizierung des Wissensstandes
sondern beinhaltet auch eine Bindung in irgendeiner Form von Partnerschaft,
die sicherstellt, dass diese Fachperson im Bedarfsfall zur Verfügung steht
(und auch einen ebenso qualifizierten Vertreter hat, wenn sie grade mal im
Urlaub ist). 

Schönes Wochenende



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