Hallo P. Ambros,
Am Sonntag, 15. Oktober 2006 21:37 schrieb P. Ambros:
>...
> Da muß es in der Vergangenheit ja schön zugegangen sein. Ich lese
> erst seit einigen Tagen mit. Habe aber schon das Beschriebene
> erlebt.
Ich kann aus eigener Anschauung nur sagen, dass es hin und wieder zu
"Entgleisungen" kommt. Die gehen aber durchaus sowohl von Neulingen wie
auch von länger eingeschriebenen aus.
> Nutzer des OO (das heißt Open Office, ich nutze Open Office und nicht
> *O*pen *O*ffice *o*rganisation) haben keine andere Möglichkeit,
> als sich an diese Seite zu wenden.
Sorry, aber es heißt ganz offiziell OpenOffice.org. Das ist definitiv
der Name der Software.
> Im Grunde ist OO ein Programm ohne Service. Das muß festgehalten
> werden. Falls dieses Forum ein offizieller Service sein soll,
> kann ich nur verwundert den Kopf schütteln. Da ist etwas falsch
> gelaufen.
Es ist eben _kein_ offizieller Service! Hier arbeiten Nutzer der
Software auf vollkommen freiwilliger Basis für andere Nutzer. Wer
offiziellen Service sucht, muss auf die kostepflichtige Version
"StarOffice" ausweichen. Für den Kaufpreis gibt es offiziellen Support.
> Wenn sich ehrenamtlich Helfer finden, ist das alle Ehren
> wert. Es scheint hier nicht klar zu sein, daß die meisten Anwender
> relative Laien sind, die weder im Fachjargon anfragen, noch im
> Fachjargon Antworten haben wollen. Die sie nämlich nicht verstehen.
Auch wenn ich dir prinzipiell Recht gebe, muss sich ein Anfänger doch
auch ein wenig auf die fachspezifischen Ausdrücke einlassen und
prinzipiell bereit sein, etwas dazuzulernen. Sollte eine Antwort nicht
verständlich sein, so sollte er einfach noch einmal nachfragen. Ein
Programm kann man (wie jedes andere Werkzeug auch) nur dann am
wirkungsvollsten einsetzten, wenn man sich den Gebrauch erarbeitet.
> ...
> Oberlehrerhaftes
> Gehabe mit Hinweisen auf Marginalien (fachsprachlich unzureichende
> Fehlerbeschreibung, nicht freundlich gegrüßt) sind der Sache
> nicht dienlich. Die meisten "Kunden" werden hier nur kurze Zeit
> verweilen. Nämlich, bis ihr Problem gelöst ist.
Nun wird es aber knifflig: Von "oben herab abgebürstet" zu werden ist
sicher nicht nötig und schreckt ab, aber es gibt prinzipielle Regeln,
die für nahezu alle Mailinglisten gelten. Diese haben durchaus einen
Sinn und sind kein Selbstzweck. Wenn man (wie ich) in 5-6 Mailinglisten
mitliest (bis zu 300 Mails am Tag), ist darauf angewiesen, dass er sich
halbwegs schnell einen Überblick über den Stand einer Diskussion
verschaffen kann. Wenn ich z.B. mit hunderten überflüssigen Zeilen
zugeschüttet werde oder aufgrund von "Tofu" ständig von oben nach unten
und wieder zurück scrollen muss, vergeht mir einfach die Lust der
Diskussion weiter zu folgen und ggf.eine Lösung anzubieten, so mir eine
einfallen würde. Auch das ständige Zerreißen von Ketten ("Threads")
oder das Kapern von Ketten durch neue Themen ist extrem nervtötend.
Ähnliches gilt auch, wenn jemand hier in die Liste stürmt und im
Zack-Zack-Ton eine Lösung für sein Problem verlangt und sich dabei
nicht einmal an die minimalen Anstandsregeln hält.
Sicher ist es ebenfalls sehr unschön, wenn ein Schreiber dann auf einen
Neuling einhackt, obwohl ggf. ein freundlicher Hinweis auf die
Benimmregeln das Problem beseitigen könnte. Wobei ich mich schon
manchmal frage, warum sich ein Neuling nicht ein wenig darüber
informiert, wie eine Mailingliste funktioniert und welche Regeln dort
gelten.
Wie gesagt:Solche Abwägungen sind nicht immer leicht...
> ... Dazu
> gehört jedoch Psychologie und Einfühlungsvermögen im Umgang mit
> ratlosen Kunden. Sonst sollten sie ihre Arbeit einstellen.
Der "Kunde" den du anspricht, erhält ein mächtiges Stück Software, ohne
zu irgendeiner Gegenleistung gezwungen zu sein. Insofern sollte er dann
auch vielleicht seine Ansprüche gegenüber denjenigen überdenken, die
ihre Freizeit opfern, um diese Software zu erstellen oder sich
freiwillig bereit erklären ihm bei der Lösung seiner Probleme zu
helfen.
Dein obiger Satz ist also schon ziemlich auf der Grenze, bei der ich
mich zu ärgern beginne...
> Der
> Ratlose ist an Hilfe, nicht an Belehrungen interessiert.
Ist vermerkt. Aber als Ratsuchender muss man auch ein wenig auf die
Eigenheiten der Rat-gebenden Rücksicht nehmen. Besonders wenn sie dem
Erhalt einer solchen Selbsthilfe-Einrichtung wie dieser Liste dienen.
> Ich jedenfalls werde zukünftig nur in Ausnahmefällen Gebrauch von
> diesem Service machen.
Ich würde dich eher bitten, davon reichlich Gebrauch zu machen und
anschließend deine gewonnenen Kenntnisse und Einsichten wieder mit der
nächsten Generation von Listen-Neunutzern zu teilen. Nur so kann auf
Dauer ein solcher "Service" funktionieren.
> Im schlimmsten Fall gibt man das Programm auf,
> wenn man nicht zurechtkommt.
Das ist (ohne jede Ironie!!!) genau das, was man mit jedem Programm
machen sollte: Wenn es einem nicht gefällt, muss man ein anderes
suchen, dass die persönlichen Anforderungen besser erfüllt! Ich nutze
z.B. noch immer meinen 15 Jahre alten Amiga, weil ich für einige der
verwendeten Programme keinen adäquaten Ersatz finden konnte.
Mit freundlichen Grüßen,
Michael
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