Hallo Jörg,
> Alles viel Aufwand ohne 100%ige Sicherheit und letztlich ziemlich
> schlechtes Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen.
> Hier ist der Nutzer gefragt, sein Verhalten entscheidet hier
> maßgeblich.
FULL ACK!
Es ist halt, wie bei fast allen anderen Werkzeugen auch: Ein 100%
sicheres Werkzeug gibt es nicht! Die Sicherheit lässt sich bedeutend
verbessern, indem der Benutzer seine Arbeitsweise seinem
Sicherheitsbedürfnis anpasst.
Wenn sich einer beim Nägel einschlagen ständig mit dem Hammer auf die
Finger klopft, sollte er überlegen, zusätzlich eine Zange zum
Festhalten der Nägel zu verwenden. Den Hammer aus Schaumstoff
herzustellen, würde das Werkzeug sicherer machen, aber die
Verwendungsmöglichkeiten wären halt auch sehr eingeschränkt.
Andererseits könnte man einen Nagel-in-Wand-Schlag-Automatikhammer
entwickeln, aber dann kostet das Teil 10-100 mal mehr Geld...
Das Beispiel ist sicher nicht so irrsinnig treffend, aber es zeigt die
Richtung.
Ich kann nur jeden davor warnen, seine Daten auf dem Rechner als sicher
zu betrachten. Schauen wir uns doch alleine mal die Technik an: Da gibt
es dünne Metallplatten, die mit einer dünnen Rostschicht bedampft sind.
Darüber schwebt in einer irrsinnig kleinen Entfernung ein
Schreib-Lesekopf, während sich die Platten mit einer
Wahnsinns-Geschwindigkeit drehen... Da wird einem beim drüber
Nachdenken schon übel ;-)))
Und dann die Software: Eine bunte Mischung aus einzelnen Modulen, die
allesamt aufeinander aufbauen und dabei ein selten kompliziertes Gerüst
bilden. Oben auf dieser abenteuerliche Konstruktion, balanciert dann
ein Anwendungsprogramm wie OOo und wird möglicherweise noch anders
bedient, als sich seine Schöpfer das so vorgestellt haben...
Ich schiebe nun seit knapp 25 Jahren Daten in der Gegend herum, trotzdem
ist mir bisher nichts wirklich wichtiges verloren gegangen. Das mag mit
meinem Misstrauen gegenüber der Datenverarbeitungstechnik zu tun haben.
Was nicht heißt, das ich Computer nicht mögen würde. Schließlich
arbeite ich täglich ca. 14 Stunden mit den blöden Kisten ;-)))
Sagen wir mal so: Ich weiß, dass ich ein ZIP-Archiv entpacken und die
Daten aus den Bestandteilen extrahieren kann. Insofern kann ich auch
bei einem schweren Fehler auf den ollen ASCII-Text und die Grafiken
zugreifen. Das ist mir lieber als bei den Konkurrenz, bei der ich dann
vor einem großen Trümmerhaufen stehe. Fazit: OOo ist mir (gleich nach
TeX/LaTeX) das liebste Werkzeug zur Dokumentenerstellung. Zudem reicht
mir die 1.1.5, die weniger Features und damit Fehlermöglichkeiten hat.
Meine 1-2 Eurocent,
Michael
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