Hallo, Alfons Mair schrieb: > OpenOffice. Ich > sehe in unserem Unternehmen doch immer noch die Überzeugung > das Redmond > Software aber das Non plus ultra ist.
Sicher? Oder denken die nicht vielleicht nur das MS Office besser als OOo ist, auch weil es sich so besonders gut in eine einseitig auf Software eines bestimmten Herstellers ausgelegte Betriebssystemarchitektur einfügt? > das man > mit solch einem tool den ganz großen Wurf machen könnte. Eine Betrachtung, das OOo schon in allen grundsätzlichen Punkten für die konkreten /persönlichen/ Anforderungen genügt, ist kein sehr gutes Argument wenn es um die Nutzer insgesamt geht. (also zugegeben, ich vermute das nur, weil ich mir denke das niemand etwas als "großen Wurf" sehen würde, wenn er nicht alle Grundfunktionen als ausreichend betrachten würde) Ich glaube nicht das irgend jemand beleidigt sein kann, wenn ich das Folgende so sage, denn es liegt ganz und garnicht in meiner Absicht die Arbeit die hier geleistet wird klein zu reden, aber: jeder der praktisch mit OOo beschäftigt ist, dürfte wissen das /beispielsweise/ das Abschneiden von OOo beim Öffnen einer Excel-Datei, in Augen des Nutzers, viel bedeutsamer ist als eine Dokumentenverwaltung. Und ich weiß das hier permanent an Verbesserungen gearbeitet wird und das ist auch richtig so. > Was denkt man denn als Community darüber? Meiner Meinung ist OOo eine Office-suite, und hier gilt es die Kontur zu schärfen und Verbesserungen zu machen. Diversifikation bringt uns da kaum weiter, denn OOo ist kein DMS (das können andere besser) und sollte kein profilloses Universaltool werden. Neben vielen praktischen Überlegungen sprechen IMHO insbesondere 2 Grundsatzüberlegungen dagegen: Es kann nicht sinnvoll sein, die eine (falsche) monolitische Struktur, durch eine andere zu ersetzen. Es geht vielmehr um offene Architekturen die Vielfalt begünstigen oder ermöglichen. Ich hielte eine Welt in der (in Umkehrung der heutigen Verhältnisse) OOo 90% Marktanteil hat und in der OOo sich als für alle Anwendungsfälle Rundum-Sorglostool versucht für nicht wünschenswert, da das dazu führen wird das OOo einen Teil seiner Anstrengungen dann zur Wahrung dieser Struktur aufbringen wird, ja zwingend aufbringen muß, wenn ich annehme das niemand Spezifikationen fördern wird die dem eigenen Produkt schaden - und bei beherrschender Marktstellung schaden offene Architekturen nun einmal dem eigenen Produkt (aus Sicht des Anbieters). Wir machen hier Software nach der 'Methode' OpenSource und haben uns bewußt entschieden uns dem Markt zu stellen (nicht alle OSS-Projekte handhaben das so), dann sollten wir uns aber auch bewußt sein was das bedeutet. Nämlich bewußt zu wollen das andere mit im Boot sitzen, zu wollen das andere Aktivitäten auf den Grundlagen entfachen, die wir als OOo legen. Je besser wir uns hierbei auf das 'Kerngeschäft' konzentieren umso leichter machen wir es diesen Partnern und umso mehr fördern wir unsere Aktivitäten gegenseitig. Eine Ausrichtung darauf zu schauen 'was wäre denn noch alles in OOo direkt integrierbar' ist dazu der falsche Weg, weil er einmal durch Aufblähung die Qualität mindern muß (denn die Kapazitäten sind nunmal nicht unbegrenzt) und zum zweiten auch noch denen das Leben schwer macht, von denen wir Kooperation erwarten, ja erwarten müssen wenn wir unser Ziel OpenSource im umfassenden Sinne zur Realität werden zu lassen, ernst meinen. Gruß Jörg --------------------------------------------------------------------- To unsubscribe, e-mail: [EMAIL PROTECTED] For additional commands, e-mail: [EMAIL PROTECTED]
