Hallo zusammen, nach dem Motto „Besser spät als nie“ möchte ich jetzt nun doch noch die Nachlese für den LinuxTag 2007 nachreichen, der vom 29.5. - 3.6.07 erstmalig in Berlin stattfand.
Der LinuxTag war und ist für mich immernoch eine der bemerkenswertesten OpenSource-Veranstaltungen in Deutschland. Nachdem die Veranstaltung im letzten Jahr noch in Wiesbaden stattfand und davor in Karlsruhe, waren natürlich alle gespannt, wie es nun in Berlin werden würde. Berlin ist sicherlich eine der interessantesten Städte Deutschlands, insofern habe ich mir dabei wenig ernste Gedanken gemacht (aber man weiß ja nie :-) ). Vorort war ein super Messeteam, das jederzeit unermüdlich die Fragen der Besucher beantwortete. Vielen vielen Dank an Thomas, Florian, Martin, André, Jörg und Mathias für die Unterstützung und dafür, dass ihr so geduldig mit den Besuchern wart (ich weiß, das war nicht immer ganz so leicht)! Unser Messestand war in der Messehalle sehr zentral gelegen, wir hatten einen großzügigen Stand, den wir mit einem Unteraussteller, der Firma SCAI aus Leverkusen, teilten. Die Messe begann mit etwas Unmut und Unverständnis über den Messebauer, der wohl dachte, dass OpenSource'ler etwas höher gewachsen sind. Unsere Info-Points waren so hoch und klobig, dass man daran kaum wirklich arbeiten konnte und man sich zeitweise doch etwas "mickrig" vorkam. Für das nächste Mal sollten wir überlegen, unser Messe-Equipment um mehrere Paar Stelzen zu erweitern. Wie immer war das Team des LinuxTag e.V. sehr bemüht, alle Probleme schnell aus dem Weg zu räumen. Insbesondere war man um das Wohlergehen der Projekt-Leute sehr bedacht. So gab es für die Projektmitglieder täglich ein kleines Mittagessen und gleich am ersten Abend fand ein Meeting statt, in dem sich die Projektleiter mit den Veranstaltern austauschen konnten, was man bei der Organisation des LinuxTags noch besser machen kann. Am nächsten Tag ging es in gewohnter Art zunächst auf dem Messestand weiter. Die Besucher waren erwartungsgemäß gut über OpenOffice.org informiert und hatten sehr häufig Fragen zu konkreten Problemen oder der aktuellen Roadmap für zukünftige Versionen. Am Abend fand dann der „Social Event“ statt. Wir hatten keine hohen Erwartungen an dieses Event, da es im letzten Jahr eher „Volksfest-Charakter“ hatte, bei dem man froh war, wenn man noch etwas Essbares ergattern konnte. Umso überraschter waren wir, als wir im Umspannwerk Kreuzberg eintrafen und ein sehr gediegenes und edles Ambiente vorfanden. Es gab ein tolles Buffet, die Gläser wurden ständig wieder aufgefüllt und wir hatten genug Zeit, mit anderen Ausstellern, Messebesuchern und OpenSource-Fans zu quatschen. An den Augenringen des Standpersonals konnte man am nächsten Morgen sehr gut ablesen, dass wir es viel zu lange dort ausgehalten haben. Am Freitag hatte ich meinen Vortrag im Messeforum, wie immer war ich mit der Vorbereitung dafür sehr spät dran, aber es hat alles zeitlich noch ganz gut gepasst. Der Vortrag handelte dieses Mal nicht vom Programm sondern ausschließlich vom Projekt OpenOffice.org. Zu diesem Anlass habe ich kurz vor dem Vortrag darum gebeten, dass mir die Projektmitglieder einige Fragen beantworten. Ich war sehr erfreut, dass so viele meiner Bitte nachgekommen sind und ich immerhin 51 Fragebögen auswerten konnte. Daraus habe ich einige Erkenntnisse und auch Zitate für meinen Vortrag verwendet. Die Vortragsfolien habe ich im Dokumente&Dateien-Bereich hochgeladen (363 kb): http://de.openoffice.org/files/documents/66/4033/LT_Individualisten.odp Alle Antworten der Umfrage habe ich in einer Calc-Tabelle zusammengestellt, es sind einige nette Zitate dabei. Für diejenigen, die mal hineinschauen möchten, habe ich die Tabelle hier abgelegt: http://de.openoffice.org/files/documents/66/4034/Auswertung_Umfrage.ods Nach meinem Vortrag hatte Thomas Krumbein einen Workshop zum Thema „Extensions“. Es haben sich um die 10 – 15 Teilnehmer eingefunden, die sich ob des speziellen Themas doch weitgehend still verhalten und wenig mitgearbeitet haben. So wie Thomas es später schilderte, artete der Workshop aufgrund der geringen aktiven Beteiligung der Teilnehmer dann eher zu einem Vortrag aus. Freitag abend fand dann in Wedding unser OpenOffice.org Stammtisch statt, den wir kurzerhand in einen OpenSource-Stammtisch umfunktioniert haben, da auch Leute von Mozilla und Wikipedia dabei waren. Ein Teilnehmer ist meinem Aufruf während meines Vortrags gefolgt und hat sich sehr kurzfristig entschlossen, uns zum Stammtisch zu begleiten. Auf dem Rückweg meinte er, dass ich in meinem Vortrag (in dem ich von den netten Leuten im Projekt berichtete), sehr stark untertrieben hätte :-) Samstag war dann schon der letzte Messetag. Am Vormittag fand mein Workshop zum Thema „Präsentationen mit Impress erstellen“ statt. Der Workshop war gut besucht (so um die 35 Teilnehmer) und es war wieder einmal spannend, in zwei Stunden die Vorzüge von OpenOffice.org zu zeigen und den „AHA“-Rufen zu lauschen. Gerade diese Anwender-Workshops zeigen mir immer wieder aufs Neue, dass vielen das Potenzial von OOo gar nicht so sehr bekannt ist, nicht einmal denjenigen, die schon einige Zeit mit dem Programm arbeiten. Alles in Allem war es wieder eine gelungene Veranstaltung, die (hoffentlich nicht nur mir) großen Spaß gemacht hat. Ich freue mich, dass der LinuxTag auch in den nächsten Jahren in Berlin stattfinden soll. Damit wird sicherlich der organisatorische Aufwand – für Veranstalter und Aussteller – geringer und wir können hoffentlich in Zukunft wieder auf einen etablierten Standort bauen, der mehr Besucher anzieht. Viele Grüße und sorry nochmals für die Verspätung, Jacqueline --------------------------------------------------------------------- To unsubscribe, e-mail: [EMAIL PROTECTED] For additional commands, e-mail: [EMAIL PROTECTED]
