Hallo Friedrich,

Friedrich Hattendorf schrieb:
> Meine Schüler fragen mich, wozu die gut sind.
> Wo finde ich eine Antwort?

Stefan hat hat schon ein gutes Beispiel und Link gebracht. Netzdiagramme
sind vor allem für so etwas gut was sich im Wikipedia-Artikel
"Evaluationen" nennt. Beispielsweise würde man in der Psychologie ein
Persönlichkeitsprofil damit darstellen oder in der BWL das Profil eines
Standortes.
Eigentlich stellt ja ein Netzdiagramm inhaltlich das Gleiche dar wie ein
Kreisdiagramm, bei dem Du zusätzlich noch den Durchmesser variierst,
wobei Du quasi noch mehrere dieser Kreisdiagramme in einem Netzdiagramm
darstellen kannst. Der Unterschied von Netz- zu solchen Kreisdiagramm
ist das das Netzdiagramm optisch eher die Summe betont, das
Kreisdiagramm jedoch mehr die Verhältnisanteile.
Häufigste Verwendung dürfte die o.g. Frage Evaluation sein, wenn Du
nämlich betreff des Noten-Beispiels von Stefan, die Reihenfolge der
Fächer in der Datentabelle geschickt wählst(*) und für jeden Schüler ein
Netzdiagramm erstellst und die Fläche dieses Diagramm füllst, erhält Du
quasi 'Figuren', die zwei Dinge sehr schnell beurteilen lassen:
1.
wie ist das 'Profil' des Schülers, ist er zum Beispiel eher sprachlich
oder naturwissenschaftlich begabt (qualitative Einschätzung aus der Form
der Fläche)
2.
wie stark ist die Begabung ausgeprägt (quantitative Einschätzung aus de
Größe der Fläche)

(*)
d.h. ordne i.d.S. beispielsweise in der Datentabelle z.B. Mathematik,
Physik, Chemie 'hintereinander' an und nicht Deutsch, Sport, Mathematik



Gruß
Jörg


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