Am Samstag 08 März 2008 12:34:10 schrieb Jens Nürnberger:
> Hallo Jens,
>
> > ich stelle zur Diskussion, dass die Strategie von Microsoft
> > möglicherweise mit der Entwicklung von OpenOffice zu tun hat.
>
> Ich glaube nicht das die User-Helfen-User Liste dafür die richtige
> Diskussionsplattform ist ...

... aber trotzdem nicht uninteressant/langweilig ;-)

> > - am Windows selber ist kein Geld zu verdienen (OEM...)
>
> Flasch: vgl.
> http://de.wikipedia.org/wiki/Original_Equipment_Manufacturer#OEM-Software
> Wenn du 1.000.000 Rechner mit (eigenlich) billigen Windows ausrüsten
> kannst, die Hersteller dazu noch zwingst dann muss billig nicht "wenig
> Geld verdienen" heißen. Zumal diese nach  drei Jahren einen neuen kaufen
> müssen, oder sich ein Update leisten.

... oder die BASIC-Version updaten, weil sie sich ja Viste wegen der bunten 
Animationen und Effekte gekauft habern *g*

_Das_ kostet quasi gar nichts mehr, aber es lässt die Einnahmen steigen.

> > - am Office wird immer weniger Geld verdient, was bisher immer ein
> >   Produkt für die Masse war, weil viele inzwischen OpenOffice verwenden.
>
> 1. Welchen Zahlen liegen dir vor?
> 2. MSO war nie ein Produkt für die Masse, und vergiss die anderen Office
> Suiten nicht.

Naja, Word und Excel hat in Deutschland so ziemlich jeder Windows-PC drauf - 
weshalb ja nicht wenige Anwender denken, das sei Bestandteil von Windows. 
Bei der "breiten Masse" waren es aber wohl meist "inoffizielle" Lizenzen, aber 
man brauchte es ja, um mit dem System auf Arbeit kompatibel zu sein.

Allerdings hat Microsoft an diesen Installationen nur indirekt verdient, denn 
sie wurden ja nicht bezahlt. Aber in der Firma stößt man dann auch auf 
heftigen Widerstand, wenn man sich von MS-Office lösen möchte, aber die 
Mitarbeiter schimpfen, weil das neue (OOo z.B.) nicht mehr mit dem zu Hause 
kompatibel ist. Hab das gerade erst wieder selbst live miterlebt. Nach einem 
halben Jahr OOo soll nun in der Firma doch wieder MS-Office installiert 
werden - auf den Druck der Mitarbeiter hin. Ich habe meinen Senf dazu 
abgegeben - nun lehne ich mich nur noch zurück und warte das Chaos und 
Geschrei ab, wenn nach Ostern der erste sein Word 2007 gestartet hat ;-)

Außerdem ist Deutschland nicht die Welt. Die Dichte an 
Microsoft-Installationen ist wohl kaum in einem anderen Land so hoch wie in 
Deutschland (Vermutung aufgrund eigener Erfahrungen).

> > Auswirkungen:
> > - Bill Gates Vermögen lässt ihn auf Platz 3 der reichsten Männer
> >   rutschen
>
> Wenn er sein Vermögen weiter so an wohltätige Zwecke verschenkt dann
> wird er bald nur noch der 4. reichste Mensch sein ...
> http://de.wikipedia.org/wiki/Bill_Gates

Das ist sein gutes Recht und macht ihn mir sogar wieder ein wenig sympathisch.

Und ganz ehrlich, verhungern wird er so schnell nicht ;-)

> > - Microsoft öffnet sich in Richtung Community und veröffentlicht
> >   Quelltexte oder Spezifikationen in der Hoffnung die Community könnte
> >   der eigenen Entwicklung helfen vorwärts zu kommen.
>
> Die Spezifikationen sind schon lange bekannt, leider musste dafür bisher
> Geld gezahlt oder angefragt werden, MS stellt diese auch nicht
> freiwillig zur Verfügung, der Druck der EU etc. ist viel stärker als der
> der freien Software.

Jepp, und das ist gut so.

-- 
Gruß
                MaxX

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