Hallo Stefan,

Stefan Schmidt schrieb:

ich bin auf der Suche nach einen Zusammenhang zwischen Regression und
Fehlerindikator. Kennt sich jemand damit aus? Ich habe eine kurze
Wertefolge in der folgenden Mustertabelle:

http://www.sisyphos.gmxhome.de/quellen/frage-diagramm.ods

Die Regressionsgerade habe ich eingezeichnet. Doch gibt es bei dieser
Aufgabe auch einen Fehlerindikator und wie laße ich diesen dann
einzeichnen?

Primär sind Regressionsgerade und Fehlerindikatoren zwei Dinge, die nicht in Zusammenhang stehen.

Ob und welche Fehlerindikatoren sinnvoll sind ergibt sich immer aus dem konkreten Anwendungsfall.

Angenommen die Werte Deiner Testreihe wurden mit einem Messgerät ermittelt, dann gibt es für dieses Messgerät möglicherweise eine vom Hersteller mitgelieferte Spezifikation zu dessen Messgenauigkeit.

* Vielleicht lautet die Angabe zur Messunsicherheit: "3% vom Messwert" Das wäre ein Fall für die Fehlerkategorie "Prozentual" mit dem Parameter "3,0 %". Dein Diagramm zeigt dann mit Hilfe der Fehlerindikatoren zu jedem abgelesenen Messwert, der ja immer mit einer Messunischerheit behaftet ist, auch den Wertebereich an, in dem sich der tatsächlich genaue Wert befindet.

* Vielleicht lautet die Angabe zur Messunsicherheit: "3% vom Skalenmaximum." Dann hängt die Messunsicherheit vom gewählten Messbereich am Gerät ab. Angenommen Du hast einen Messbereich eingestellt, dessen maximale Skalenwert 2000 beträgt, dann beträgt die Messunsicherheit für alle in dieser Einstellung abgelesenen Werte 3% von 2000, also 60. Das ist ein Fall für die Fehlerkategorie "Konstanter Wert" mit dem Parameter "60".

* In der Messtechnik am häufigsten ist eine Messunsicherheit als Kombination der beiden obigen Fälle. Die Angabe der Messunsicherheit lautet also beispielsweise: "3 Percent of reading plus 3 percent of scale". Bei einem Messbereich von 2000 und einem Messwert von 1735 beträgt die Messunsicherheit dann 3% von 2000 plus 3% von 1735, also 112. Dies ist ein Fall für die Fehlerkategorie "Zellbereich". Du musst dazu in Deinem Tabellenblatt zu Deiner Messwertereihe die zu jedem Messwert zutreffende Messunsicherheit mit einer Formel der Art "=0,03*2000+0,03*B1" errechnen. Der Zellbereich mit diesen Messunsicherheiten ist als Parameter Fehlerindikatir-Dialog anzugeben.

Etwas anders ist es bei den Fehlerkategorien, die statistischer Art sind, als Standardabweichung und Co. Hier sind die Unsicherheiten nicht durch eine technische Anordnung gegeben, sondern werden aus der Gesamtheit der erfassten Werte statistisch gebildet.

Leider fehlt mir im Moment die Zeit, das nun ebenso ausführlich zu erläutern. Aber vielleicht hilft Dir das bisher gesagte schon.

Für die statistischen Fehlerkategorien müsste ich erst nochmal erforschen, was sich die Chart-Entwickler im Einzelnen dabei gedacht haben. Da muss man mal in die Spezifikation schauen: http://specs.openoffice.org/chart/ErrorBars.odt Wobei ich feststelle, dass die Kategorie "Standardfehler" gar nicht in der Spezifikation enthalten ist.

Gruß

Stefan





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