Hallo,

Am Dienstag, 10. November 2009 schrieb André Schnabel:
> Hi,
>
> Robert Großkopf schrieb:
> > Ich nehme an, dass das nicht allein ein Problem von OpenOffice ist. Ich
> > bearbeite gerade eine Calc-Datei und komme dort auch zu nicht dahinter,
> > warum einmal die Kopie klappt, ein anderes Mal nur nach zweimaliger
> > Betätigung der Strg-C-Kombination. Dann kann es vorkommen, dass Strg-V
> > beim ersten Einfügen klappt, später aber nicht mehr. Ob es klappt hängt
> > bei mir nicht von einem Zeitfaktor ab.
Zeit spielt tatsächlich keine Rolle, sondern das Verhalten der diversen Puffer.

> >
> > Es muss sich hier um ein Zusammenspiel von Desktopmanager und OpenOffice
> > handeln. Ich habe die Erfahrung jetzt mit einer aktuellen KDE-Version
> > (4.3.3) unter OpenSuSE 11.0 gemacht.
Nein, sondern (bei Linux) X11, das ist der Unterbau unter KDE, Gnome, IceWM etc 
und 
der Anwendung, in diesem Fall OOo.

>
> Ich habe solch seltsames Verhalten im Zusammenhang mit Klipper
> beobachtet, das sich aus meiner Sicht oft sehr "eigenwillig" verhält. Es
> ist für mich nicht immer nachvollziehbar, welchen Inhalt es beim
> Einfügen bereitstellt (mal den per Strg+C eingefügten, mal den zuletzt
> mit der Maus selektierten - aber nie konsistent).
Ich habe bereits vor einiger Zeit mal versucht den Unterschied zwischen 
"primary 
selection" von X und dem Zwischenspeicher (unter Linux) oder clipboard (unter 
Windows) klar zu machen. Ich weiß aber nicht mehr auf welcher Liste (OOo oder 
Easylinux). 

Copy 'n' paste funktionierte für X11 (eigentlich X Windows System (tm)), schon 
seit 
es X10 war, also schon ziemlich lange, mit "linke Maustaste markieren" und 
mit "_mittlerer_ Maustaste einfügen" ohne dass irgendwelche Tasten zu drücken 
wären 
und für alle X-Clients. Das ist der Grund warum bei X11-Workstations _immer 
schon_ 
Drei-Tasten-Mäuse dabei waren. Der Puffer der verwendet wird, ist die "primary 
selection" eine Art Bildschirmpuffer. 

Mit Strg-C wird ein anderer Puffer verwendet, die Zwischenablage. Text (bzw ein 
Object) gelangt erst dann in die Zwischenablage, wenn er/es markiert wird und 
die 
Tasten Strg-X oder Strg-C gedrückt werden. Eingefügt wird ein Object aus der 
Zwischenablage, indem Strg-V gedrückt wird oder in der 
Anwendung "Bearbeiten->Einfügen" auswählt wird. Mit beiden Puffern kann OOo 
umgehen. 
Sobald aber die mit der Maus vorgenommene Markierung nicht mehr vorhanden ist, 
ist 
in OOo der Bildschirmpuffer wieder leer. Der Puffer der mit Strg-C gefüllt 
wurde, 
steht aber nach wie vor zur Verfügung.

>
> Tipp: mal klipperoderähnliche Zwischenablage-Tools deaktivieren.
Das hat bei mir zumindest keine Folge, sollte für OOo auch keine haben, da OOo 
einen 
eigenen Zwischenspeicher verwendet, wenn ich die Hilfe richtig verstehe (1). 
Klipper 
dient nur dazu, mehrere Puffer zu verwalten. Das hat natürlich auch einen 
Einfluss 
darauf, was eingefügt wird. Die einzelnen Puffer, die Klipper verwaltet, können 
noch 
nachbearbeitet werden (2).

Klipper kann man hintrimmen, dass die Inhalte der Puffer konsistent gehalten 
werden. 
Soll heißen, dass ein und derselbe Inhalt, mal mit der Maus markiert oder über 
Strg-C in den Kopierpuffer genommen nur einmal im Klipboard ist (2).

(1) Hilfe starten und Index: Zwischenablage;Auswahl in Zwischenablage
(2) siehe hierzu die Hilfe zu Klipper

-- 
Mit freundlichen Grüßen
Matthias Müller
(Benutzer #439779 im Linux-Counter http://counter.li.org)
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