Sehe das genauso wie Michael.
Aber unabhängig davon:
Es wäre zwar schade, wenn OpenOffice nicht weiter entwickelt würde, aber mal ehrlich: Wäre es wirklich so eine Katastrophe? Das Paket ist schon heute so Leistungsstark, dass die meisten NutzerInnen die vielen Funktionen gar nicht verwenden - das gilt sowohl für Firmen, Schulen, Unis als auch den Privatanwender. (Gut, ich selber würde mir mehr Beispiele und eine Weiterentwicklung bei der Datenbank wünschen und dass noch etliche vorhandene Bugs beseitigt würden). Warum aus meiner Sicht es aber unbedingt erforderlich ist, dass OpenOffice mehr Verbreitung findet: Millionen von (Steuer)Geldern zu sparen, die in Schulen, Unis, öffentlichen Einrichtungen für ein völlig überteuertes Produkt zum Fenster heraus geschmissen werden. (Gut hier vor Ort wird zwar sowieso fast ausschließlich mit Raubkopien gearbeitet, werde daher immer wieder wie ein Exot bestaunt, dass ich so viele z. T. teure Original-Programme besitze.) Dennoch: Selbst wenn MS die Entwicklungs- und Schwellenländer mit besonders niedrigen Preisen versucht sie zu ködern, wird das Geld für andere, wichtigen Sachen benötigt. Außerdem gehe ich davon aus, dass sich in nicht allzu ferner Zukunft Millionen von MS-Office-BenutzerInnen - auch in Deutschland - wundern werden, wenn sie plötzlich auf ihrem Schirm die Meldung sehen: (platt übersetzt) Sie arbeiten mit einer Raubkopie. Mein Fazit: 1. nicht kirre machen lassen, 2. Überzeugungsarbeit leisten, damit OpenOffice immer mehr Verbreitung findet.
Grüße aus El Salvador, Peter



Am 28.01.2010 01:40, schrieb Michael van Gemmern:
Hallo Jürgen,


Am Mittwoch, 27. Januar 2010 schrieb Juergen:
http://www.n-tv.de/technik/computer/OpenOffice-faellt-zurueck-article
698797.html

Wie ernst ist das gnaze zu nehmen und was ist an diesem "Prüfbericht"
der SIG.

Ist diese Firma unabhängig ? Oder wird die von anderen Interessen
getrieben ?

Stelle gerade alles auf OpenOffice um und möchte dann nicht unbedingt
zurück, aber auch nicht im Regen stehen.
ohne Auftrag macht keine Firma Studien, denn kein Auftrag, kein Geld.
Der Auftraggeber sollte in "richtigen" Studien genannt werden, fehlt
hier aber. Die Studie hat den Titel "Riskoanalyse für den Einsatz im
Öffentlichen Dienst". Hätte der ÖD die Studie beauftragt, also
Steuergelder dafür ausgegeben, würde er auch genannt werden. Das lässt
den Schluss zu, dass die Gegenseite das Gutachten in Auftrag gegeben
hat.

Das Schöne an OpenSource ist ja, das jeder in den Quellcode schauen
kann. Und natürlich findet man dann etwas, was man selbst anders, nach
eigener Meinung besser machen würde.

Könnte man den Quellcode proprietärer Software analysieren, käme nichts
Anderes dabei heraus. Nicht umsonst gibt es das erste ServicePack so
schnell nach Erscheinen eines Programms. Manchmal wird einem ein SP
als neue Version verkauft, um dann alle Kräfte in die Siebte zu stecken,
damit es endlich das wird was man früher versprochen hat.

Und vor OOo hat das BSI noch nie gewarnt ;-)

Also, ruhig bleiben, OpenOffice.org benutzen, sich freuen und an der
Verbesserung mitarbeiten, denn Software kann man immer besser machen.


Ciao Michael




---------------------------------------------------------------------
To unsubscribe, e-mail: [email protected]
For additional commands, e-mail: [email protected]

Antwort per Email an