Hallo Robert,
bezüglich deiner Beispieldatei, deren Aufbau ich beim ersten Überfliegen *toll *finde, erlaube mir einige Anregungen. Für "EinsteigerInnen" ist sie nach meiner Auffassung für den Anfang zu komplex, als Endprodukt sicher super.
Hier würde ich ein klein-schrittigere Vorgehen vorschlagen.
Das würde ich nicht schreiben, wenn ich u. a. nicht wüsste, dass du Informatik unterrichtest. Insofern könnte eine "bessere" Nachvollziehbarkeit auch deinen SchüerInnen helfen, ganz abgesehen von all den UserInnen, die sich an Hand dieser Beispieldatenbank in Base einarbeiten wollen. Eines der großen Hürden für EinsteigerInnen in Datenbanken sind die Relationen.
Nehmen wir gleich deine beiden Tabellen: Adresse und Mitglied.
(ich will hier nicht die Frage diskutieren, ob es sinnvoll ist, Ort, Postleitzahl in extra Tabellen zu speichern.)
Du erläuterst die beide Tabelle wie folgt:
/""Die größere Tabelle "Adresse" stellt die Verbindung zur Tabelle "Mitglied" her. Hier ist sie getrennt
aufgeführt wegen der Familien und der Ehepartner./"
Ich finde, dass die gezeigte Verbindung: Adresse und Mitglieder für EinsteigerInnen nicht leicht nachvollziehbar ist.
Die erste Hürde wäre: Warum 1:n?
Mein Vorschlag an dieser Stelle:
- Lass zunächst eine Relation 1:1 herstellen
- einige Daten eingeben,
- nach 5 Datensatzeingaben einen Datensatzes aus der Tabelle "Adresse" löschen und nachsehen, was mit den Daten Mitglied passiert ist.
Die Dateneingabe sollte möglichst in einem Formular erfolgen.
(Wenn sie noch nicht von den SchülerInnen erstellt werden kann, nicht schlimm, vorgefertigtes Formular benutzen, direkte Eingabe in die Tabelle wäre auch an der Stelle wenig sinnvoll - falls sie überhaupt sinnvoll ist.)

Möglicherweise wäre es methodisch sogar noch besser, als ersten Schritt überhaupt keine Beziehung zu den beiden Tabellen herzustellen, sie einfach in ein Formular platzieren, einige Datensätze eingeben und dann man schauen lassen, was beim "blättern" durch die einzelnen Datensätze zu sehen ist.

nächster Schritt eine 1:n Beziehung herstellen
In deinem Beispiel: Adress.ID --> adr.ID
Da ja beide Felder die gleichen Werte enthalten müssen, (Warum eigentlich? - EinsteigerInnen wissen das nicht unbedingt.) stellt sich für d. AnfängerIn die Frage:
Wie kommt eigentlich die Zahl aus der Adress.ID in das Feld adr.ID?
Muss frau / man den Wert für adr.ID selber eingeben? Es aus dem Feld AdressID abtippen?
Wenn ja, muss das Feld natürlich auch in dem Formular auftauchen.
(Ich gehe mal davon aus, dass du dem Feld Adress.ID einen Autowert zugewiesen hast)
Hier würde sich z.B anbieten.
Eine Gruppe von SchülerInnen bekommt ein Formular, indem sie auch den Wert des Feld Adress.ID in das Feld adr.ID eintippt, die andere Gruppe hat gar keine Chance Werte in das Feld ard.ID einzutippen, weil es in ihrem Formular das Feld ard.ID gar nicht auftaucht. Könnte, denke ich mir mal, durchaus ein AH-Erlebnis auslösen, wenn dann beide Gruppen ihre Ergebnisse an Hand von Listen vergleichen. (Noch besser wäre es, wenn jemand bei der Dateneingabe im Feld ard.ID sich vertippen würde - zur Not könnte man ja jemanden dazu ermuntern.)

Nächster Schritt:
Was würde eigentlich passieren, wenn ich die Relation umdrehe: statt Adress.ID --> adr.ID ard.ID --> Adress.ID (geht in deinem Beispiel nicht besonders gut, weil der Primärschlüssel in der Tabelle Mitglieder dem Feld Mitglieder.ID zugewiesen wurde. Das kann man ja mal für ein Beispiel ändern - müsste eine neue Tabelle sein, weil es sonst Ärger mit dem Autowert gibt.)

Oben Geschriebenes soll nur eine Anregung sein bezüglich der aus meiner Sicht erforderlichen klein-schrittigen Nachvollziehbarkeit.

Es mag ja sein, das jetzt etliche DB ExpertInnen einwenden, die "EinsteigerInnen"sollen sich gefälligst ein Buch kaufen, oder sich sonst wo anders schlau machen. Es kann doch nicht unsere Aufgabe sein, hier auch noch Grundlagen einer DB zu vermitteln.
Der Einwand ist einerseits nicht unberechtigt.
Anderseits: Wenn Base kein Schattendasein fristen soll, finde ich, dass dies der einzige Weg ist, Interessierte zu motivieren auch mit Base anzufangen. Und für den Einsatz in Schulen wäre solch eine nachvollziehbare Datenbank ein echter Gewinn.
Der Einsatz in der Schule hätte noch einen weiteren unschätzbaren Vorteil.
Viele Fragestellungen kommen DB ExpertInnen gar nicht mehr in den Sinn, weil sie für sie überhaupt nicht mehr relevant sind. Die Schwierigkeiten, die bei SchülerInnen eentuell auftauchen, könnten ein hilfreicher Hinweis sein festzustellen, was noch deutlicher, noch nachvollziehbarer erklärt werden sollte, muss. Ich bin gerne bereit, wenn gewünscht und so weit ich Zeit habe, bei dem Aufbau einer Beispieldatenbank Anregungen aus Sicht eines Anwenders beizusteuern.

Wünsche dir und deiner Familie noch einen schönen Sonntag, Peter, El Salvador

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