Hach, seufz!
Alle (wirklich alle) Serienbriefe basieren auf einem Datenbankdokument (*.odb) als Mittler zwischen der eigentlichen Datenbank[*] und dem Writerdokument. Diesen wichtigen und oft auch überaus hilfreichen Umstand durch den "Serienbriefassistenten" zu verbergen ist nicht grade das, was ich von einer "anständigen" Software erwarten würde, zumal man auf diese Weise den Anwendern jede Menge hilfreicher Verwendungsmöglichkeiten vorenthält, die dann in Foren und Listen jedem einzelnen erklärt werden müssen weil ja niemand auch nur auf die Idee kommt, dass dieses merkwürdige Base irgendwas mit Briefen zu tun haben könnte ...[**]

Also drücke F4 in Writer. Dort siehst Du Deine Datenquelle>Rechtsklick>"Datenbank bearbeiten" und schon reden wir über das selbe. Diese Datenbank ist mit einem _Verzeichnis_ gleichartiger Textdateien verknüpft. Jede Textdatei ist als eine Datenbanktabelle dargestellt. Solch eine dateibasierte Datenbankverbindung bietet nur lesenden Zugriff und keinerlei Relationen. Echte Datenbankverbindungen bieten einiges mehr. Innerhalb dieses Datenbankdokuments kann man dennoch überaus nützliche Dinge wie Abfragen und Berichte definieren. Eingabeformulare sind mangels Schreibzugriff weniger sinnvoll, könnten aber als Benutzerschnittstelle zum Filtern verwendet werden oder um Relationen zwischen Tabellen nachzubilden (etwas fortgeschritten aber manch einer quält sich für sowas ein Makroprogramm aus den Rippen).

Schönen Sonntag noch,
Andreas Säger

[*] Mit der eigenliche Datenbank meine ich den Speicherort, an dem die Daten wirklich abgelegt sind. Das kann ein wirklicher Datenbankserver sein, eine Tabellenkalkulation, ein Verzeichnis von Textdateien, ein Verzeichnis von dBase-Dateien und diverse Arten von Adressbüchern (Outlook, Thunderbird,...). All dies läßt sich mit einem Basedokument verbinden und dann in der gleichen Art und Weise in Writer und Calc verwenden.

[**] Das übliche Schema läuft dann etwa so, dass man aus dem Mailprogramm Text exportiert, diesen dann in Calc importiert, dann den Serienbriefassistenten auf die Tabellenkalkulation loslässt und nix als Probleme hat. Stattdessen könnte man einfach ein Base-Dokument mit dem Mailprogramm verbinden, ein paar Abfragen definieren (z.B. alle Mailempfänger, alle Postempfänger, privat/geschäftlich) und schließlich nur noch die Abfragespalten aus dem Datenquellenfenster (F4) in die Briefvorlage ziehen. Geht wesentlich einfacher als der Serienbriefassistent, setzt aber ein klein wenig Abstraktionsvermögen des Anwenders voraus.

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