1.Wie rechne ich richtig um? Der amtliche Umrechungskurs steht seit dem 1. Januar 1999 fest: 1 Euro = 1,95583 DM. Bei der Umrechnung von Euro in D-Mark wird mit diesem Umrechnungskurs multipliziert: Beispiel: 500 ? x 1,95583 = 977,915 DM Bei der Umrechung von D-Mark in Euro wird durch den Umrechnungskurs geteilt: 500 DM / 1,95583 = 255,64594 ? Gerundet wird auf zwei Nachkommastellen. 2. Wann kommt der Euro? Der Euro ist ab 1. Januar 2002 alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel in Deutschland. Das bedeutet jedoch nicht, dass die DM-Banknoten und -M�nzen "�ber Nacht" umgetauscht werden m�ssen. Die Kreditinstitute werden bis zum 28. Februar 2002 auf D-Mark lautende Banknoten und M�nzen annehmen und gegen Euro tauschen. Auch der Einzelhandel wird bis Ende Februar DM-Betr�ge an der Kasse entgegennehmen. 3. Was ist das Starter-Kit? Ab 17. Dezember 2001 werden Kreditinstitute eine Mischung der verschiedenen Euro-M�nzen an die Bev�lkerung geb�hrenfrei abgeben. In diesen Euro-Starter-Kits werden alle Euro-M�nzen enthalten sein. Der Gesamtwert liegt bei 10,23 Euro, der Abgabepreis bei 20 DM. Auch die M�nzen werden erst am 1. Januar 2002 gesetzliches Zahlungsmittel. Vorher werden sie weder von Banken noch vom Handel angenommen. Die Starter-Kits werden in Deutschland in einer Auflage von 53 Millionen St�ck herausgegeben. Jeder B�rger hat einen Anspruch auf eine Packung. Es liegt aber in der freien Entscheidung jedes einzelnen Kreditinstitutes, ob es mehere Starter-Kits an seine Kunden abgibt. 4. Wo kann ich nach dem 28. Februar 2002 DM in Euro tauschen? Die Landeszentralbanken und ihre Zweigstellen werden "bis auf weiteres" DM gegen Euro tauschen. An eine Befristung des Umtauschs ist nicht gedacht. Dies wird sicher noch viele Jahre m�glich sein. Sie verlieren nichts. 5. Wie lange gelten D-Mark und Euro parallel? Der Euro wird mit einer dreij�hrigen �bergangszeit eingef�hrt. Als Buchgeld gilt der Euro seit dem 1. Januar 1999, als Bargeld kommt er am 1. Januar 2002. Bis dahin gilt die D-Mark weiter als gesetzliches Zahlungsmittel. Der Euro-Zeitplan: 1. Januar 1999 Euro-Geburtstag: Sie k�nnen im bargeldlosen Zahlungsverkehr mit dem Euro bezahlen. 1. Januar 2002 Bargeldpremiere: Euro-Scheine und -M�nzen werden an den Bankschaltern ausgegeben. Briefmarken gibt es nun in Euro. Die D-Mark wird jedoch nicht "�ber Nacht" aus dem Verkehr gezogen. 1. M�rz 2002 Ende des DM-Bargeldumlaufs 6. Warum sind die Euro-Scheine so bunt? Jeder Geldschein erh�lt durch eine markante Hauptfarbe sein unverwechselbares Gepr�ge. Dadurch k�nnen Sehbehinderte und �ltere Menschen die Scheine besser unterscheiden. �brigens: Im Gegensatz zu den Euro-M�nzen haben die Euro-Scheine keine nationalen Merkmale. Sie sind �berall gleich. 7. Gelten deutsche Euro-M�nzen auch in Belgien? Mit den Euro-M�nzen k�nnen Sie in allen Teilnehmer-L�ndern bezahlen. Die Euro-M�nzen haben eine einheitliche europ�ische Vorderseite und eine nationale R�ckseite. Auf die Verwendung der gemeinsamen W�hrung als Zahlungsmittel hat dies aber keine Auswirkungen. Ob Brandenburger Tor, Mozart, Marianne oder K�nigin Beatrix - die europ�ische Vorderseite mit der Wertangabe "z�hlt". 8. Was passiert mit DM-Gedenkm�nzen? F�r DM-Gedenkm�nzen, die als gesetzliches Zahlungsmittel ausgegeben wurden, gilt das gleiche wie f�r "normale" DM-M�nzen: Sie verlieren ebenfalls ab dem 1.1.2002 ihre Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel, k�nnen aber zum Nennwert in Euro umgetauscht werden. Wie sich der Sammlerwert entwickelt, kann dagegen niemand voraussagen. Die Chancen f�r eine Wertsteigerung stehen aber gar nicht schlecht, denn die DM-M�nzen werden zu einem abgeschlossenen Sammelgebiet. Ambitionierte Sammler werden danach streben, ihre Sammlung zu vervollst�ndigen. 9. Was �ndert sich im Euro-Alltag? F�r Verbraucher ergeben sich seit dem 1. Januar 1999 wichtige Neuerungen. Bis zum 31. Dezember 2001 d�rfen Sie selbst entscheiden, ob Sie in DM oder E uro bargeldlos bezahlen. Die Preise sind h�ufig doppelt ausgezeichnet. 10. Werden mit der Euro-Umstellung die Preise steigen? Der Handel ist grunds�tzlich frei in seiner Entscheidung, welchen Preis er f�r eine Ware ansetzt. Angesichts der Konkurrenzsituation im Einzelhandel sind Preiserh�hungen eher unwahrscheinlich. Beh�rden d�rfen die Umstellung auf den Euro nicht als Begr�ndung f�r eine Erh�hung der Geb�hren f�r �ffentliche Dienstleistungen nehmen. Anpassungen k�nnen dennoch dort n�tig werden, wo durch die Umstellung aus sinnvollen glatten Betr�gen umst�ndliche krumme Preise werden, z.B. im �ffentlichen Nahverkehr oder f�r Parkuhren. Auf Bundesebene werden die "krummen" Steuerbetr�ge nach unten abgerundet, so dass es zu einer kleinen Steuersenkung kommt. 11. Woran erkenne ich eine Euro-Rechnung? Eine Euro-Rechung erkennen Sie an der W�hrungsbezeichnung EUR oder ?. Sie sollten keine Rechnung bezahlen, keinen Vertrag, keine �berweisung und keinen Scheck mehr unterzeichnen, wenn keine eindeutige W�hrungsbezeichnung genannt ist. Auch die Kreditinstitute nehmen keine Zahlungsvordrucke an, in denen das W�hrungsfeld "DM od. EUR" nicht ausgef�llt ist. Genauso sollten Sie es handhaben. 12. Wie bezahle ich heute eine Euro-Rechung? Als Inhaber eines DM-Kontos k�nnen Sie �berweisungen auch in Euro veranlassen oder empfangen. Die Kreditinstitute f�hren die Umrechung durch. Ganz unabh�ngig von Ihrer Kontow�hrung sollten Sie �berweisungen immer in der W�hrung veranlassen, in der auch der zugrunde liegende Vertrag geschlossen und die Rechnung geschrieben wurde. 13. Muss ich ein "Euro-Konto" er�ffnen? Mit Beginn des Jahres 2002 werden alle Bank-Konten, die noch auf DM lauten, automatisch auf Euro umgestellt. Sie behalten dabei Ihre alte Kontonummer. 14. Wie lange gelten die DM-Briefmarken? Die Briefmarken werden seit Herbst 2000 bis zur Einf�hrung des Euro-Bargelds schrittweise mit doppelter W�hrungsauszeichnung herausgegeben. Ab dem 1.1.2002 werden die Briefmarken generell in Cent ausgezeichnet. Die auf Deutsche Pfennig lautenden Briefmarken bleiben bis zum 30.6.2002 g�ltig, k�nnen also bis zu diesem Datum verwendet werden. Danach k�nnen diese Briefmarken gegen solche mit Cent umgetauscht werden. Eine R�cknahme gegen Bargeld ist allerdings nicht vorgesehen. Die Umtauschaktion liegt im Zust�ndigkeitsbereich der Deutschen Post. N�here Einzelheiten beantwortet das Kundentelefon der Deutschen Post: 0 18 02 / 33 33. Die Vielfalt der Briefmarken wird sich in Euroland nicht �ndern. Die deutschen Briefmarken werden weiterhin die Herkunftsangabe "Deutschland" tragen. 15. Was wird aus meinen Ersparnissen oder Schulden? Ersparnisse und Schulden werden wertgleich von DM auf Euro umgestellt. Die Sparer verlieren nichts von ihrem Verm�gen, die Kreditnehmer m�ssen ihre Schulden in vollem Umfang tilgen. 16. Ab wann muss ich die Steuererkl�rung in Euro abgeben? Sie k�nnen die ersten Steuererkl�rungen erst f�r das Jahr 2002 in Euro abgeben. Der �ffentliche Sektor wird n�mlich erst zum 1. Januar 2002 auf den Euro umstellen. F�r Unternehmen gelten etwas andere Regeln: Umsatz- und Lohnsteuer k�nnen schon heute wahlweise in DM oder Euro abgegeben werden. 17. Wann bekomme ich meine Rente in Euro? Erst zum 1. Januar 2002 werden die Zahlungen der gesetzlichen Rentenversicherung auf den Euro umgestellt. Sp�testens zu diesem Stichtag der gesetzlichen Umstellung werden alle Geldgr��en (Bargeld, Sparguthaben, Schulden, L�hne, Geh�lter, Renten) mit ein und demselben Umrechnungsfaktor centgenau von D-Mark in Euro umgerechnet. Ob DM oder Euro: Jeder wird sich nach der Umstellung genauso viel leisten k�nnen wie vorher. 18. M�ssen Vertr�ge neu verhandelt werden? Nein. Alle Vertragsbedingungen, wie Zinss�tze, Laufzeiten oder Ablaufleistungen, bleiben gleich. D-Mark-Betr�ge werden ab dem 1. Januar 2002 nach dem unwiderruflich festgelegten Umrechnungskurs automatisch, centgenau und kostenlos in Euro umgerechnet. Das gilt f�r Mietvertr�ge, Lebensversicherungen, Bausparvertr�ge (s.u.) und andere Vereinbarungen. Niemand darf die Einf�hrung des Euro zum Anlass nehmen, einseitig bestehende Vertr�ge zu k�ndigen oder zu �ndern. 19. Darf mein Vermieter Betr�ge auf- oder abrunden? Bei der Umrechnung muss immer mit dem sechsstelligen Umrechnungsfaktor (1,95583) gerechnet werden. Das Ergebnis wird auf die zweite Stelle nach dem Komma gerundet. Die Umrechung muss immer centgenau erfolgen. Im Januar 2002 sollten Sie die exakte Umrechung nachpr�fen. Das gilt gerade f�r Betr�ge, die von Ihrem Konto abgebucht werden. 20. Wann ist ein Vertragsabschluss in Euro sinnvoll? Eine vorzeitige Umstellung laufender Vertr�ge ist zum Beispiel sinnvoll, wenn Sie Ihr Gehalt in Euro beziehen und auch Ihr Konto fr�hzeitig auf Euro umstellen. Bei Vertr�gen, die Sie jetzt abschlie�en, sollten Sie auf jeden Fall �ber einen Abschluss in Euro nachdenken. Vorteil: Euro-Vertr�ge m�ssen am 1. Januar 2002 nicht mehr umgestellt werden. 21. Was passiert mit meinem Bausparvertrag? Bausparvertr�ge gelten zu den gleichen Bedingungen weiter wie vorher. Mit der Umstellung auf den Euro �ndert sich an der G�ltigkeit und am Inhalt nicht. Der Zeitpunkt, auf ein Eigenheim zu sparen ist heute g�nstiger denn je. Die Europ�ische W�hrungsunion startet in einer Phase der Preisstabilit�t und historisch niedriger Zinsen. Dadurch wird f�r viele ein Eigenheim erst erschwinglich. 22. Wo kann ich vor der Bargeldumstellung Geld aus anderen Euro-L�ndern kostenlos in D-Mark tauschen? Reisedevisen, die Sie aus den anderen Mitgliedstaaten der Wirtschafts- und W�hrungsunion mit nach Deutschland zur�ckbringen, k�nnen Sie kostenfrei bei den Landeszentralbanken und ihren Zweigstellen in D-Mark tauschen. Allerdings kaufen die Zentralbanken ausschlie�lich Banknoten an. F�r M�nzen aus anderen Euro-L�ndern besteht keine R�cknahmepflicht. 23. Macht der Euro den Urlaub billiger? Mit der Einf�hrung des neuen Bargeldes entfallen die bislang hohen Umtauschgeb�hren. Damit haben Sie mehr Geld in der Urlaubskasse. Au�erdem wird mit Euro und Cent in der Tasche das Reisen in die Euro-L�nder bequemer. Sie zahlen in der gleichen W�hrung wie zuhause. 24. Wie werden die Verbraucher gesch�tzt? Die Euro-Banknoten sind so gestaltet, dass die einzelnen Scheine leicht voneinander zu unterscheiden sind. Das neue Geld entspricht den h�chsten Sicherheitsstandards. F�lschungen werden dadurch verhindert bzw. schnell erkannt. Der Grundsatz der Preistransparenz gilt auch weiterhin. Verbraucher haben gen�gend Zeit, um sich an die neue W�hrung zu gew�hnen. 25. Wer wacht �ber einen stabilen Euro? Dieses W�chteramt ist der Europ�ischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main anvertraut. Sie ist mit gro�er Unabh�ngigkeit und einem klaren Stabilit�tsauftrag ausgestattet. Der Maastrichter Vertrag gibt strenge Richtlinien vor. Dieser Stabilit�tszaun besteht aus folgenden Eckpfosten: Budgetdisziplin und Stabilit�tspakt. Damit wird die Schuldenentwicklung eines Eurolandes �berwacht und in bestimmten Grenzen gehalten. www.ecb.int http://www.bundesbank.de/ezb/ 26. Ist der Euro trotz des starken Dollars eine stabile W�hrung? Auch der Wechselkurs zwischen D-Mark und US-Dollar unterlag in fr�heren Jahren immer wieder starken Schwankungen. Weil die Inflationsraten niedrig waren und damit die Kaufkraft in Deutschland erhalten blieb, war die D-Mark dennoch eine stabile W�hrung. Auch die Inflationsrate im Euroland liegt auf einem historisch niedrigen Niveau. Das bedeutet: Der Wert des Geldes bleibt erhalten. Diese innere Stabilit�t z�hlt f�r den Verbraucher und den Sparer. 27. Was wird eigentlich aus der Bundesbank? Die Deutsche Bundesbank in Frankfurt am Main und die Landeszentralbanken (LZB) bleiben bestehen. Ihre Aufgaben haben sich aber ge�ndert. Im Gesetz �ber die Deutsche Bundesbank wird in � 3 ihre neue Aufgabe so beschrieben: "Die Deutsche Bundesbank ist als Zentralbank der Bundesrepublik Deutschland integraler Bestandteil des Europ�ischen Systems der Zentralbanken. Sie wirkt an der Erf�llung seiner Aufgaben mit dem vorrangigen Ziel mit, die Preisstabilit�t zu gew�hrleisten, und sorgt f�r die bankm��ige Abwicklung des Zahlungsverkehrs im Inland und mit dem Ausland." 28. Ver�ndert der Euro die Arbeitswelt in Europa? Das weltweite Zusammenwachsen der M�rkte ist zum bestimmenden Faktor der weltwirtschaftlichen Entwicklung geworden. Europa tritt mit dem Euro als geschlossene starke W�hrungsgemeinschaft auf und er�ffnet neue Chancen weltweit. Wechselkursschwankungen mit Abwertungen in den Euro-L�ndern entfallen. Damit sichert der Euro im exportorientierten Deutschland zahlreiche Arbeitspl�tze. 29. Was kostet die Einf�hrung des neuen Geldes? Es gibt lediglich Sch�tzungen. Kosten entstehen zum Beispiel durch Umstellung der Buchhaltung und der EDV-Programme, durch Schulungsma�nahmen von Personal, Druck neuer Formulare und Preislisten, durch die Anpassung von Frankiermaschinen, Kassen und Automaten sowie von Scannern zum automatischen Einlesen von Preisen, durch doppelte Preisauszeichnung und vieles mehr. Andererseits haben die Unternehmen, die in Eurol�nder exportieren, auch gro�e Vorteile durch den Euro, die kostenentlastend wirken (wie z.B. den Wegfall von Geldwechsel und Absicherung gegen Devisenkursschwankungen). Wer muss das alles letzten Endes bezahlen? Auf lange Frist gesehen flie�en nat�rlich alle Kosten, die Firmen entstehen, in die Preise ein, denn niemand kann billiger verkaufen, als er produziert. In vielen F�llen aber steht den entstehenden Kosten ein Posten an Einsparungen gegen�ber, der die Nachteile wettmacht oder sogar �berwiegt. Viele Produkte und Dienstleistungen k�nnen also billiger werden und so dem Verbraucher einen Ausgleich schaffen, wenn manches etwas teurer werden sollte. 30. Was kostet die Herstellung des neuen Geldes? In Deutschland entstehen durch die Umstellung auf Euro und Cent insgesamt wohl Kosten von rund 2,4 Milliarden Mark. Dieser Sch�tzung liegen die heutigen Kosten der D-Mark-Herstellung zugrunde. Es ist heute noch nicht m�glich, die genauen Kosten f�r den Druck der Euro-Scheine zu beziffern. Mit modernsten drucktechnischen Verfahren versuchen Spezialisten, m�glichen F�lschern das Handwerk von vornherein zu erschweren. Der Druck eines Geldscheins kostet die Bundesbank im Durchschnitt 15 Pfennig pro Schein. Ende 1998 waren in Deutschland 2,6 Milliarden Banknoten im Umlauf. Die 300 Millionen B�rger in den 12 Eurol�ndern verf�gen zusammen �ber ca 14,5 Milliarden Geldscheine. Der komplette Neudruck dieser 10 Milliarden Scheine f�r den gesamten Euro-Raum w�rde etwa 1,5 Milliarden D-Mark kosten, davon entfielen auf Deutschland ca. 400 Millionen D-Mark. weiter 30. Was kostet die Herstellung des neuen Geldes? Dazu k�men die Kosten f�r neue M�nzen. Derzeit sind in Deutschland rund 48 Milliarden M�nzen im Umlauf. Die Pr�gung eines Markst�cks kostet gut 16 Pfennig, auch f�r einen Euro wird eine solche Summe erwartet. Der Ersatz von Mark und Pfennig durch Euro-Kleingeld wird auf etwa zwei Milliarden Mark gesch�tzt. Die Kosten halten sich aber noch in Grenzen, denn: Unsere bisherigen Banknoten h�tten sowieso innerhalb einiger Jahre ausgetauscht werden m�ssen. Ein Hunderter h�lt vier bis f�nf Jahre. Zwanziger und Zehner gehen eineinhalb Jahre von Hand zu Hand, bis sie verschlissen sind und im Rei�wolf landen. Das muss also bei solchen Berechnungen ber�cksichtigt werden. zur�ck 31. Wann kommen neue Euro-Teilnehmerl�nder dazu? 11 von 15 L�ndern der Europ�ischen Union sind seit 1999 im Euroland vereinigt. Griechenland trat im Januar 2001 bei. In den n�chsten Jahren k�nnten auch die L�nder D�nemark, Gro�britannien und Schweden hinzukommen. Au�erdem wird die Europ�ische Union in mehreren Etappen erweitert Auch mit den Beitrittsl�ndern wird die Konvergenzpr�fung zur W�hrungsunion stattfinden. Die EU-Beitrittskandidaten m�ssen sich n�mlich nach dem Eintritt in die Europ�ische Union f�r ihre Teilnahme am Euro durch die Erf�llung der Konvergenzkriterien qualifizieren. Wann das sein wird, ist derzeit schwer abzusch�tzen. 32. Beeintr�chtigen Kursschwankungen die Stabilit�t des Euro? Angebot und Nachfrage bestimmen den Kurs des Euro. Der Wechselkurs einer W�hrung kann aber nur sehr begrenzt als Ma�stab f�r deren inneren Wert und ihre Stabilit�t herangezogen werden. Entscheidend f�r die Stabilit�t des Euro ist vielmehr das Niveau der Preise. F�r alle, die langfristig sparen und Geld anlegen, ist also die Preisstabilit�t im Euroland das ausschlaggebende Kriterium. M�chten Sie dennoch Ihr Geld in einer anderen W�hrung anlegen, m�ssen Sie das Wechselkursrisiko ber�cksichtigen. 33. Bringt der Euro Dynamik in die Europ�ische Einigung? Die Einf�hrung des Euro ist der bislang gr��te Schritt in der 50j�hrigen Geschichte der europ�ischen Integration. Gro�artige Projekte der wirtschaftlichen Einigung wurden verwirklicht: Zuerst die Zollunion, dann der Binnenmarkt mit seinen offenen Grenzen und nun die Wirtschafts- und W�hrungsunion mit einheitlicher W�hrung. Vom Euro geht eine Dynamik f�r die weitere politische Einigung Europas aus. Der Euro st�rkt das Zusammenleben der Menschen im Euroland. Die W�hrungsunion vermittelt ein Gef�hl der Zusammengeh�rigkeit �ber Grenzen hinweg. John Keiner ist hoffnungsloser versklavt als derjenige, der irrt�mlich glaubt frei zu sein. There are none more hopelessly enslaved then those who falsely believe they are free! Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
