VAART-bericht van: <[email protected]>

Lieber Kollege,

ich verstehe die Welt nicht mehr. Als hätten wir zur Zeit und auch in den
nächsten Jahren kein anderes Problem, als der Donauausbau.
Natürlich müßte das schon lange gemacht sein und zwar mit 2 sachten
Staustufen, um gerade mir 2,80 oder bei besserem Wasser auch 3 Meter fahren zu
können.
Aber auch das erst, wenn auch der Main mit einem solchen Tiefgang befahrbar
ist.

Zur Zeit hilft es uns doch, dass diese Kapazitätsbegrenzung auf der Donau
vorhanden ist.
Wir wissen doch nun und haben es wieder mal erlebt, dass die Binnenschifffahrt
in Europa nicht mit der Überkapazität umgehen kann.
Dadurch, weil keine Kaufleute im Steuerhaus sitzen sondern liebe und nette
Schiffsleut, werden doch Fahrten gemacht wie zum Beispiel mit 2400 Tonnen von
Rotterdam nach Frouard für 3 Euro.
Wie wir wissen, bleibt nach Gasöl (12000 liter) und Havengeld ARA (230) und
anteiliger Verzekering (100 Euro am Tag) nicht mal 2500 Euro übrig an so einer
Fahrt. 
Vor einem Jahr war das noch bei gleicher Rechenweise noch 14500.
Nun waren die Frachten von der Donau noch so gut, dass massenweise die Schiffe
leer nach Ungarn gefahren sind.
Wenn die Donau nun durch den Ausbau berechenbar würde, wenn man sich das ganze
Jahr über drauf verlassen könnte, dass die Donau gut befahrbar ist, würde doch
auch dieses Geschäft zusammen brechen.
Wir sollen heute dankbar sein für jeder Einschränkung an den Wasserstrassen,
seien es zu wenig Tiefgang, zu wenig Brückenhöhe, zu kleine Schleusen, alles
hilft die Kapazität unserer Flotte zu begrenzen.
Solange das Gewerbe seine Überkapazität nicht in den Griff bekommt, darf keine
Wasserstrasse weiter ausgebaut werden.
Die einfachste Möglichkeit, eine Abrwackaktion zu fordern, nachdem nun
angeblich die Krise in den Niederlanden und Belgien bei den EU Behörden
gemeldet wäre, will ja noch keiner.
Dabei wäre die psychologische Wirkung einer neuen Abwrackaktion schon gewaltig
bei der Verladerschaft.
Allein der Gedanke, dass wir unsere Kapazität in den Griff bekommen würden,
hätte zur Folge, dass bei den neuen Frachtverhandlungen die Verlader uns nicht
gerade das Blut aus den Adern pressen würden.
Mein Schiff ist zu teuer um es zu verschrotten, das hört man überall.
Ein Kaufmann und nur ein Kaufmann bestimmt, wo es lang geht, wird erklären,
dass der Wert eines Schiffes sich aus dem technischen Wert und dem Ertragswert
ermittelt.
Der technische Wert ermittelt sich auch noch aus der Aussicht, wie der Ertrag
in der Zukunft sein wird für das Schiff und wie sich die Schiffspreise weiter
entwickeln.

Wie wird dann der Wert des Schiffes sein, der heute für 3 Euro nach Frouard
fährt und dann mit einem Überschuss nach Gasöl und direkten Kosten eine
Talreise nach ARA macht.
4 Euro mal 2000 Tonnen sind 8000 Euro und 4 cub Gasolie. Ok, bei einer solchen
Reise bleibt dann ein Überschuss von 6000.
Zusammen also 6000 in 20 Tagen, mehr kommt eh nicht zusammen, 300 Euro am Tag,
also 105.000 im Jahr.
Das reicht nicht für Zinsen, Tilgung, Personal, Epifanes und Schleifpapier.

Das Schiff das üblicherweise eine solche Reise macht, hatte im letzten Jahr
einen Handelswert von 2,5 Millionen.

Der Wert eines solchen Wirtschaftsunternehmens heute  > null
Der technische Wert heute  > 1,500 Millionen
Handelswert heute? 
Bietet mal für 750.000 an, ob sich ein Interessent findet.
Sich aus den Steuerrückzahlungen der letzten Jahr finanzieren, zum totlachen.
Auch das geht nur bis das gezahlte Steuervolumen aufgebraucht ist und die
Negativ-Steuer gibt es noch nicht in Europa.
Eine Sloopaction die für ein 2000 Tonnenschiff 500.000 bringt, wäre schon eine
gute Möglichkeit, um ohne Schulden in ein Privatleben zu gehen.
Aber meine lieben Kollegen wollen darüber nicht mal nachdenken.
Im Herbst wird es besser und im nächsten Jahr sowieso, sagen viele meiner
Kollegen. Das nennt man Zweckoptimismus. So muß man wohl reden, wenn  man 3
Millionen und mehr an die Bank zurück zahlen muss. Da ist der Wunsch der Vater
des Gedankens.
Die Realität ist eine andere.
Die Mengen und noch mehr als in 2008, bekommen wir nie mehr. Dabei bräuchten
wir eigentlich noch viel mehr wegen der vielen leistungsfähigen Schiffe die
noch dabei kommen.
Die großen Massengüter sind die Kohle und das Erz und der Kies.
Bei der Kohle waren es immer Überhangmengen, die die Schifffahrt gefahren hat.
Die Grundmengen hat die Bahn gefahren und wird sie auch weiter fahren.
Dazu kommt, in einer derartigen Krise, auch für den Staat und die großen
Energieversorger, wird es zwangsläufig dazu kommen, dass die Restlaufzeiten
der Krenkraftwerke verlängert werden. Wenn in Deutschland eine neue Regierung
gewählt wird mit weniger grünen Tendenzen und mehr liberalem Einfluss, dann
sowieso.
Die neuen Kohlekraftwerke werden effizienter sein, also die gleiche Menge
Energie mit weniger Kohle machen.
Dazu kommt es nicht mehr zu einer Verlängerung der Transportweite wie bei dem
Wechsel von der Ruhrkohle zur Importkohle. Dieser Wechsel ist abgeschlossen.
Bei dem Erz das gleiche. Die Erzmengen von Thionville wurden schon immer zu
80% von Duinkerke mit der Bahn zur Mosel gefahren. Nun ist der Bedarf auf 50%
gesunken mit der Folge, dass auf der Erzhalden in Richmond schon Gras wächst.
Die Schifffahrt hat 100 % verloren.
Nach Dillingen fahren die 5000 Tonnen Züge weiterhin durch das Mosel und
Saartal. Die Schifffahrt hat nur noch ein paar restmengen, die wohl in der
Maasvlakkte rumliegen.
Wenn Tausende Menschen von Arbeitslosigkeit bedroht sind, geht auch das
Baugewerbe zurück.
Wer seinen Arbeitsplatz nicht sicher ist, baut kein Haus mehr.
Und so weiter und so weiter.
Und wen dies Theorien alle nicht stimmen und es ganz schnell wieder aufwärts
geht, was machen wir dann, wenn wir unser Schiff gesloopt haben.
Dann bestellen wir dann einen neuen, die Kapazitäten sind doch alle vorhanden
und alle Werften und Ausbaubetriebe warten doch nur auf die Kunden.
Nicht mal ein dummer Bauer bestellt sich einen Trecker, bevor er den Acker
hat.
Das reicht für heute.
Mit den besten Grüßen
Hans-Peter Duhr
MS Mosel
MS Silence




> VAART-bericht van: "Reina en Johan van Weel" <[email protected]>
> 
> Beste Jan en andere Vaarters,
> Als ik het mij goed herinner is op de vergadering van de Mittelmain,18 jan 
> al aangegeven dat de brug van Bogen geheel zou worden verwijderd.
> Dit spoorlijntje was al deel van een onrendabel traject.
> 
> Welke variant je ook wil kiezen, de enige oplossing zit in een stuw met 
> sluis.
> Alle tot dusver geomen maatregelen functioneren niet.
> Als de kribben worden verlengd neemt  de stroomsnelheid toe en ook de 
> bodemerosie,het rivierbede komt steeds lager te liggen.
> 
> Er komt iets meer water en ook iets meer stroom , kost dus ook meer energie. 
> Hoezo , Groenen ?
> 
> Groetjes,
> Johan 
> 



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