Hallo,

Nachdem die Kooperation mit dem Bundesarchiv[1]so erfolgreich 
funktioniert hat, gab es seit Ende letzten Jahres Gespräche, wie wir 
solche Projekte weiter vorantreiben können. Wie finden wir geeignete 
Kooperationspartner, die über Inhalte verfügen? Wie können wir sie für 
die Unterstützung Freien Wissens gewinnen? Wie stemmen wir die damit 
verbundenen Arbeiten?

Ein erster Schritt in dieser Richtung war die Einstellung von Mathias 
Schindler als Projektmanager, zuerst für drei Monate. Sein Auftrag: 
Partner finden und Kooperationen auf den Weg bringen. Am 31. März 
konnten wir dann auch schon einen ersten großen Erfolg vorstellen: die 
Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) gibt 
250.000 Bilder aus der Deutschen Fotothek frei[2]. Der Upload hat 
bereits begonnen, viele Bilder wurden schon thematisch kategorisiert, 
inhaltlich geprüft und in Wikipedia-Artikel eingebunden. Daneben liefen 
noch weitere vielversprechende Gespräche mit anderen Institutionen.

Wie geht es nun weiter? Es ist klar, dass freien Zugang zu Bildern und 
anderen Materialien schaffen zu unseren Kernaufgaben gehört. Die Erfolge 
bisher lassen kaum Zweifel, dass hier noch sehr viel mehr möglich ist. 
Die begeisterte Einbindung und Verwendung der Bundesarchiv- und 
SLUB-Inhalte durch engagierte Freiwillige zeigt ebenfalls, wie wichtig 
solche Projekte für die weitere Entwicklung unserer Inhalte sind. Um dem 
allen gerecht zu werden, haben wir beschlossen:

* Die Befreiung von bisher nur eingeschränkt nutzbaren Inhalten wird 
aktiv durch den Verein gefördert.

* Wir bieten Mathias Schindler eine Verlängerung des Vertrags als 
Projektmanager auf 12 Monate an. Seine exzellente Arbeit bisher und sein 
unermüdlicher Einsatz in diesem Bereich sind bester Beweis dafür, dass 
er diese Rolle ideal ausfüllt. Mathias hat das Angebot bereits 
angenommen und den Vertrag unterschrieben.

* Der Verein wird kurzfristig ein Spendenprojekt starten, um Mittel zur 
Befreiung von Inhalten anzuwerben. Damit sollen auch eventuell 
entstehende Kosten abgedeckt werden, wie sie zum Beispiel bei der 
Entwicklung neuer Software zum Bildupload und -verwaltung oder der 
Digitalisierung von Inhalten entstehen können. Details dazu werden wir 
in den nächsten zehn Tagen vorstellen.

Ich freue mich persönlich sehr, dass wir in diesem Bereich bereits so 
viel machen konnten, und sehe mit viel Spannung zukünftigen 
Kooperationen entgegen. Wir sind angetreten, das Wissen der ganzen 
Menschheit zu sammeln und jedem für jeden Zweck frei zugänglich zu 
machen. Bisher nicht zugängliche Inhalte zu diesem Zweck zu erschließen 
ist eine wichtiger weiterer Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel.

Beste Grüße
Sebastian


[1] http://blog.wikimedia.de/2008/12/05/100000-mal-ein-bild-und-1000-worte

[2]
http://blog.wikimedia.de/2009/03/24/direkter-und-freier-zugriff-auf-unser-kulturelles-erbe-schritt-fur-schritt/

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