Hej,

Frank Schulenburg schrieb:
> mir persönlich geht es vor allem um eines (und daran hat sich auch
> seit 2007 nichts geändert): in einem ersten Schritt gründlich darüber
> nachzudenken, welche Zielgruppen wir ansprechen wollen, um daraus
> abzuleiten, auf welchen öffentlichen Veranstaltungen wir überhaupt
> vertreten sein wollen.

Da stimme ich dir zu. Im übrigen solltest du dich nicht persönlich
angesprochen fühlen, du warst nur der Erste, der mir damals auf meine
Anfrage geantwortet und die ich jetzt spontan gefunden hatte.

> Hintergrund ist der folgende: der Verein hatte und hat nur ein
> begrenztes Budget und Zeitkontingent für die Organisation von
> Messeauftritten. Vor diesem Hintergrund ist es meiner Ansicht nach
> nicht die beste Vorgehensweise, wenn die Entscheidungen über
> Messeauftritte nach dem "Zurufprinzip" getroffen werden (in der
> Vergangenheit häufig nach dem Motto "Da findet in zwei Wochen etwas
> statt. Kann der Verein das nicht
> unterstützen/organisieren/bezahlen/wasauchimmer?").

Dies war 2007 so, als wir kurz vorher auf den Linuxtagen in Chemnitz
verwundert festgestellt haben, das WP/WM gar nicht auf der Buchmesse
vertreten war, und PatrickD dort in etwa sagte: "Noch sind 2 Wochen
Zeit, organisiert was, und ihr erhaltet Unterstützung vom Verein".
Herausgekommen ist Mathias Vortrag und die Erfahrung, im nächsten Jahr
eher anzufangen. Und da haben wir uns dann recht lange Gedanken über die
Zielgruppe und Vortragsinhalte sowie Titel gemacht: Herausgekommen ist
ein recht allgemeiner Vortrag, mit dem wir erstmal jeden ansprechen, um
im zweiten Teil bzw. im Anschluss mit einigen interessierten Zuhoerern
in Diskussion zu kommen.

> Ein Beispiel: Wenn wir wissen, dass a) in der deutschsprachigen
> Wikipedia (wie im übrigen auch in anderen Sprachversionen) ein
> dramatisches Übergewicht an ledigen, technikaffinen Männern unter 25
> herrscht und b) insbesondere unsere Artikel zu U-Booten, Automodellen
> und Computerthemen besonders gut ausgebaut sind, es bei der Literatur
> und Kunst dagegen düster aussieht, macht es dann wirklich Sinn, gerade
> auf den Linuxtag zu gehn?

Wenn du Autoren aus anderen Gruppen als Autoren gewinnen willst sicher
nicht. Auf den Linuxtagen sind wir ja vor allem deshalb, weil es dort
immer Organisatoren gibt, Stände kostengünstig zu realisieren sind und
ein Stand mit aufgeräumten Tisch  und einer Tischdecke schon sehr
professionell wirkt. Das ist auf der Buchmesse anders, auch wenn sie
Mangalastig ist, ist der Überwiegende Teil imho recht ausgewogen.

> Und vielleicht macht es ja Sinn. Aber es ist nicht besser, sich _erst_
> Gedanken darüber zu machen, welche Ziele wir mit einem Messeauftritt
> erreichen wollen und welches unsere Zielgruppen sind, _bevor_ wir
> irgendwo hinfahren?

Ich habe nie behauptet, das wir uns darüber nicht vorher Gedanken machen
sollten, sondern lediglich, dass viele Interessenten einfach durch
Anwesenheit erreicht werden können, wobei ich unter Interessenten
weniger Wikipedianeuautoren sehe.

/vg Prolineserver

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