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Hallo,


ich stimme der Nachricht von Olaf voll und ganz zu (in diesem Sinne auch
an Olaf: zweimal Daumen hoch für deinen Beitrag). Es gab bereits von
vielen Mitgliedern den Wunsch einer geschlossenen Kommunikationsform mit
dem Verein (d.h. sowohl mit den Mitgliedern als auch mit dem Vorstand).

Ich sah dies schon vor einiger Zeit genauso wie Olaf. Wir erweisen mit
dieser Mailingliste Wikimedia einen Bärendienst und hemmen uns selbst in
unserer Kommunikation. Der ein oder andere dürfte sich bereits mehrfach
verkniffen haben, hier noch irgendeinen Kommentar zu schreiben (so wie
ich beispielsweise), da jeder einzelne Kommentar weltöffentlich und
unumkehrbar publiziert ist.

Mehrfach wurde -- auch meinerseits -- eine Lösungsmöglichkeit angeboten;
eine Demo für die weniger Technik-affinen eines Forums als neue,
geschlossene Kommunikationsform installiert. Warum geht nur keiner
darauf ein? Warum gibt es nicht mal ein offizielles Statement vom
Vorstand? Und sei es nur mit dem Ergebnis, dass wir ein solches Forum
zuerst testweise für ein Jahr betreiben und dann weitersehen.

Ich habe dem Verein mehrfach angeboten, ein solches System auf meine
Kosten (!), auf meinen Aufwand hin einzurichten und zu betreiben, so
dass gar kein Stress dabei entstehen würde. Auch habe ich angeboten,
Henriette ein System für ihre Umfragen zur Verfügung zu stellen, damit
wir als ein großer Verein auch entsprechend professionell unser
Meinungsbild erfassen können (und nicht anhand von PDF-Dateien).

Auf beide Vorschläge meinerseits erfolgte keinerlei Reaktion (weder von
Henriette noch vom Vorstand). Ich bin in Wikimedia eingetreten, um daran
auch zu partizipieren. Das wird mir aber bislang verwehrt, obwohl ich
denke, dass die genannten beiden Ideen nicht weltfremd sind.

Im weiteren Anbetracht dieser alltäglich SPAM-Flut der Mailingliste und
null Konsens innerhalb der Diskussionen (ich hab noch nie erlebt, dass
hier ein Thema abschließend behandelt wurde) überlege ich mir doch
tatsächlich wieder aus dem Verein auszutreten und meinen Beitrag lieber
an die Foundation zu spenden, wenn man im Chapter zu keinerlei Lösung kommt.

Meine Angebote betreffend Forum (welches im Übrigen immer noch als
Installation existiert) bestehen indes weiterhin, sofern sich der
Vorstand mal dazu entscheiden möge, in dieser Hinsicht bereit zur
Kooperation zu sein.


Grüße,
        René
- --


Mit freundlichen Grüßen


*R e n é    S c h w a r z*
[email protected]
http://www.rene-schwarz.com




Olaf Simons schrieb:
> Morgen zusammen,
> 
> eine Grenzlinie im Diskurs nach außen sollte beim Umgang mit Interna 
> liegen. Es gibt keinen Anlass, Fefe solche in die Hände zu spielen, ihm 
> auch nur die Chance zu geben, zu erzählen, er habe sie erhalten und 
> schweige jetzt darüber in einem Konsens, den er dazu zwischen sich und 
> den zwei Vertretern von Wikimedia oder Wikipedia aufbaut.
> 
> Ich sehe diese Geschichte als Nachklapp zu der Diskussionsveranstaltung, 
> die man am 5. durchführte, und die mich aus der Ferne ungemein 
> deprimierte. Dass Fefe dort nicht eingeladen war, war Teil des Gaus. 
> Dass man aus dem Vorstand heraus ihn in dieser öffentlich lesbaren 
> Mailingliste quasi intern - doch eben laut und überall lesbar als 
> diskussionsunwürdige Person diskreditierte, erachte ich für das weit 
> größere Problem.
> 
> Es geht letztlich nicht, dass wir mit öffentlichen Stimmen in dieser Art 
> umgehen. Dieses Vertrauen muss man in sich selbst haben, dass der Mann 
> sich gegebenenfalls selbst diskreditiert, wenn man ihn einlädt und einen 
> Moderator von außen die Veranstaltung leiten lässt - coram publico, das 
> dann sich seinen Teil gegebenenfalls denkt und Vertrauen eher zu 
> Wikimedia/Wikipedia denn zu irgendeiner einzelnen Stimme gewinnt. Hier 
> hat man mit einer Veranstaltungsankündigung gewonnen und mit allen 
> nachgesetzten Entscheidungen verloren: Der Raum war klein, die Gäste 
> namentlich bekannt, der stream life zu verfolgen - ich sah nicht, wo ich 
> ihn später noch einsehen konnte. Dem Vorwurf, dass Wikipedia Strukturen 
> schaffe, die Kritik abblocke - man zog ihn im puren Design der gesamten 
> Aktion auf sich.
> 
> Was aber schlimmer war: Das gesamte Abblocke, man vollzog es in dieser 
> Liste wie im Blog offen und mit Stolz - als interne Aktion "das machen 
> wir unter uns hier immer so" in dieser öffentlich lesbaren Mailingliste. 
> Ich schwieg dazu, da ich demnach wohl nicht ganz zum Verein gehöre.
> 
> Den Nachklapp in den Blogs las ich, soweit er mir rasch offensichtlich 
> wurde, und denke, dieser Nachklapp zeigt, dass die Vorentscheidungen, 
> die man als weise verkaufte, eben genau das nicht waren. Denn alle diese 
> Vorentscheidungen beschäftigen die Beiträger im Blick auf das, was da 
> ablief, mehr denn die Inhalte.
> 
> Insofern verwunderte es mich nicht, dass am Ende die problematische 
> Grenzlinie genau hier verlief und unsicher wurde: gegenüber Fefe auf der 
> einen Seite und der Fraktion Unzufriedener aus eigenen Reihen auf unserer.
> 
> Mich stimmen diese Dinge so ratlos wie die Kritik, die ich hier offen 
> äußere - vereinsintern? oder letztlich notgedrungen bereit, mich damit 
> außerhalb des Vereins zu stellen, ihn, den Verein, den ich unterstütze, 
> über dieses Medium von außen zu sehen, mit einem Beitrag, den andere 
> außen verfolgen können, als Dissident, als der ich hier am wenigsten 
> agieren möchte. Die Alternative, die dieses Medium bietet, ist es, zu 
> schweigen oder in einzelnen Mails gegenüber Einzelnen anders zu sprechen 
> (was ich nicht will, da es diese Hinterzimmeratmosphäre stärkt). Mich 
> stimmen die gesamte Kommunikationsstrukturen ratlos. Mir wäre es lieber, 
> intern Klartext sprechen zu können und Linien in einer offenen 
> Diskussion innen zu bestimmen. Womöglich muss man sich dazu nach innen 
> begeben, ich hatte das nicht vor, doch denke ich wir werden nachdenken 
> müssen über das gesamte Problem der Grenzen - der Grenzen zwischen 
> Vorstand und Verein, zwischen Wikimedia und Wikipedia und beidem 
> gegenüber der Öffentlichkeit. Hier stimmt mich die Organisation der 
> Diskussionsveranstaltung so unwohl wie die Interaktion zwischen Juliana 
> und Ralf hier und Fefe da, wie die Interaktion zwischen dem Verein und 
> beiden (beiden meinen Dank für den Mut wie meinen Ausdruck des ganz 
> mulmigen Gefühls, das sie teilen werden). Letztlich stimmt mich dieser 
> mein eigener Beitrag ratlos, von dem ich nicht klar sagen kann, wo er 
> sitzt. Innen? Außen? - er verlangt, je nach dem ein eigenes Nachdenken,
> 
> Gruß,
> Olaf
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