Hallo,

hier geht leider einiges durcheinander.

Achim, dein gestriger Beitrag (von 22:49) enthält mal wieder einen 
Haufen persönlicher Unterstellungen an mich. Willst du dich auch auf der 
nächsten MV wieder bei mir entschuldigen?

Zur Sache und zu den anderen Beiträgen:

Am 11.09.2010 22:49, schrieb Achim Raschka:
> Zur Autorenebstimmung:
> ...könnte ich also hingehen und behaupten, ich sei der Autor (=Hauptautor, da 
> ein alleiniger Autor in WP nie vorhanden ist) bzw. alternativ sagen, dass ich 
> 2,3,4,.., 291 Co-Autoren habe - wie sollte dies bei einem fairen System 
> aussehen?

Wenn du lügst und meldest dich als alleiniger Autor, kommst du damit nur 
durch, wenn kein weiterer Autor Ansprüche für denselben Artikel 
anmeldet. Melden sich aber 5 weitere Autoren für denselben Artikel, wird 
die VG Wort die Meldungen in Frage stellen und in ein Prüfverfahren 
gehen. Spannend daran wäre, welche Maßstäbe die VG Wort für die Anteile 
von Mitautoren setzt. Vermutlich gelten Textanteile ab 10% als 
Autorenschaft, alles darunter als "Lektorenschaft". Wir könnten das mal 
an einem Artikel testen.

> der qualitatoive Anteil von TJ.MD deutlich höher anzusiedeln ist als der von 
> Lamilli, von dem der grottenschlechte Artikel stammte, den wir gemeinsam 
> renoviert haben. Wie siehtt das bei dem von dir auf der 
> [[Wikipedia_Diskussion:METIS]] aufgeführten Beispiel "Freie Lizenz" aus, den 
> du ja deinen Worten folgend wahrscheinlich für die Sonderausschüttung 
> gemeldet hast?
>    

Ähnlich wie bei "deinem" Vulva-Artikel: nach Löschung wegen POV und 
"Thema verfehlt" und Wiederherstellung in meinen BNR habe ich ihn 
komplettrenoviert und bin jetzt Hauptautorin.
Angenommen, die VG Wort arbeitet tatsächlich mit der gemutmaßten 
10%-Messlatte, dann wäre ich dort jetzt 1 von 2 Autoren der aktuellen 
Artikelfassung.
Ich habe diesen Artikel zur Sonderausschüttung gemeldet, weil ich das 
Melde- und Auschüttungssystem in verschiedenen Varianten teste und im 
Projekt fortlaufend darüber berichte (siehe Disk.seite von WP:Metis).
Diese Meldung hätte eine Ausschüttung im Cent-Bereich ergeben. Boah...
Jetzt kriegt SpOn dafür geschätzte 14 Euro. Theoretisch könnte ich dem 
Spiegel meine VG-Karteinummer übermitteln zwecks Meldung an die VG Wort, 
die dann die Tantieme am mich auszahlt.
Statt dessen möchte ich aber wissen, ob es im Verein Bemühungen geben 
soll, dass auch der Autorenanteil von rd. 20 Euro zur Auszahlung kommt - 
und zwar in einem gemeinsam definierten Verfahren.

> ein Zählpixel in der Wikipedia ... damit wären auch die Inhalte für Spon und 
> andere Spiegel afaik nicht mehr meldbar (jeder Text darf nur einmal gemeldet 
> werden).

Es ist etwas anders: Jeder Autor darf einen von ihm stammenden Text nur 
einmal melden. Jeder Seitenbetreiber dagegen kann Zählpixel in seine 
Seiten einbauen und den entsprechenden Verlagsanteil an der Tantieme 
erhalten (abhängig von der Anzahl der Seitenzugriffe).
Die - tatsächlich schwierige - Frage, ob in die Wikipedia 
METIS-Zählpixel eingebaut werden sollen oder nicht, ist also ganz 
unabhängig von der SpOn-Frage. Hier geht es um einen Live-Mirror, der 
bereits Zählpixel eingesetzt hat und einen erheblichen Tantiemenanteil 
(auch) für WP-Artikel erhalten wird.

> Ich würde zudem befürworten, dass der Hosting-Anteil an WMD/WMF gehen sollte 
> (je nach rechtlichen Möglichkeiten).

Das würde er sowieso. Wobei ich bezweifel, dass ein US-Betreiber 
überhaupt am deutschen Ausschüttungssystem teilhaben kann. Vielmehr 
könnte SpOn als Live-Mirror einen Teil der dort generierten VG-Tantiemen 
als anteilige Hostingskosten an Wikimedia erstatten. Auch dies könnte 
Gesprächsthema zwischen Verein und SpOn sein.


Am 12.09.2010 00:59, schrieb Michail Jungierek:
> SPON meldet keine WP-Texte bei der VG Wort

SpOn hatte 2009 noch keine METIS-Zählpixel in seinem WP-Mirror (die 
dortigen WP-Artikel konnten für die Sonderausschüttung gemeldet werden)
Dieses Jahr meldet METIS, dass diese Seiten mit METIS-Zählpixeln 
versehen sind. Damit nimmt SpOn automatisch an der (zugriffsabhängigen) 
Ausschüttung teil.
Andere de-Mirror der WP werden vom Meldesystem der VG Wort akzeptiert. 
Es gibt also keine "Pauschalsperre" für (live-)Spiegel der Wikipedia.

Am 12.09.2010 09:02, schrieb Mathias Schindler:
> Die VG Wort sucht einmal im Jahr bei der Sonderausschüttung nach einem
> Alibi, um diese den Wikipedia-Autoren zu verweigern.

Auf welchem Weg hat sie das? Meine Testmeldungen Ende 2009 zur 
Sonderausschüttung wurden vom System akzeptiert. Ich hatte parallel zu 
WP-Artikeln nochmal dieselben SpOn-Artikel gemeldet. Diese wurden als 
Doppelmeldungen erkannt und abgewiesen.

Am 12.09.2010 12:42, schrieb Liesel:
> Wäre es denn möglich, dass Wikimedia Deutschland auch den 59%-Anteil der
> Autoren einnehmen könnte.
>    

Nein. Die teilnehmenden Autoren könnten aber ihre Tantiemen oder einen 
Teil davon spenden.

Am 12.09.2010 11:23, schrieb P. Birken:
> Tatsächlich ist das Thema im Vorstand immer wieder diskutiert worden,
> verschiedenen Leuten zugewiesen, damit die versuchen, eine
> Risikoabschätzung zu erstellen

Gab es auch Gespräche mit der VG Wort? Z.B. darüber, anhand welcher 
Maßstäbe sie die Autorenschaft definieren (1 Edit oder mindestens 10 % 
Textanteil)? Diese Frage müsste doch schnell zu klären sein.

> Meiner Ansicht nach vertragen sich VG Wort und freie Lizenzen nur bedingt.

Wie gesagt, akzeptiert die für das Projekt gewählte Lizenz Creative 
Commons by-sa 3.0 solche Verwertungsabgaben - und erkennt sie den 
Urhebern ausdrücklich zu. Was genau verträgt sich da also nicht miteinander?
Für mich verträgt sich die Vorstellung nicht, dass ein fremder 
Seitenbetreiber für Wikipedia-Artikel eigene VG Wort-Tantiemen kassiert, 
während die Wikipedia selbst in die Röhre guckt.

Am 12.09.2010 13:34, schrieb Michael Zink:
> AFAIK ist es bei der GEMA, und ich denke auch bei der VG Wort, so, daß
> die Einnahmen offiziell als Ausgleich für die legalen Privatkopien,
> nicht jedoch für illegale Kopien, gedacht sind.
>    

Genau. Pauschale Kopierabgaben werden bei den Geräteherstellern für ganz 
legale Kopien erhoben und über die VG Wort nach einem bestimmten 
Verteilschlüssel an ihre Mitglieder verteilt.

Beiträge für Autoren, die ihre Ansprüche dort nicht anmelden, werden an 
die übrigen "Melder" verteilt. Man kann Verwertungsgesellschaften aus 
moralischen Gründen ablehnen, dadurch werden Kopiergeräte und Brenner 
aber nicht billiger.

Viele Grüße
Martina

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