Hallo!

Am 2014-01-14 10:49, schrieb [email protected]:
Am 14. Januar 2014 01:55 schrieb Markus Gschwendt <[email protected] <mailto:[email protected]>>:

    ...
    mit 5ghz sollten wir wirklich sparsam umgehen.


Wieso?
Das frage ich mich auch. Da mittlerweile jede Menge Heimrouter mit Dual-Band-Fähigkeit auf dem Markt sind, die natürlich vorwiegend die Indoor-Kanäle nutzen, bleiben uns und anderen Nutzern die Outdoor-Kanäle, die noch dazu im Gegensatz zu 2.4GHz (im Normalfall) nicht überlappen. Beim Einsatz eng gebündelten und wohl dosierten Richtfunks spricht nichts dagegen.
Sind andere auch dieser Meinung?
Nein. Aber ich mahne zur Vorsicht, nicht die gleichen Fehler wie in der Vergangenheit auf 2,4GHz nun auch auf 5GHz zu begehen. (Omni-Antennen, Adhoc-Mode, Ausreizen der Sendeleistung mehr als für Links erforderlich wäre, ausufernde Multi-Point-Konfigurationen, ...).

Hab das schon öfters bei uns in der Community gehört / gelesen, verstehe die Motivation dahinter aber nicht wirklich. Es ist eine freie Frequenz die jeder verwenden kann der will, und auf kürzere Strecken und besonders in der Stadt kann ich die 5GHz nur empfehlen, denn das Band ist noch wesentlich weniger benutzt als die 2,4GHz und schafft (vermutlich deswegen) weitaus höhere Datenraten.
Ich sehe die Vorteile von 5 GHz trotz der höheren Freiraumdämpfung eher für Anbindungen ans Backbone u.z. auf längeren Strecken oder dann, wenn tatsächlich auf 2.4 GHz nichts mehr geht. Man sollte aber dennoch nicht generell nur 5GHz-Strecken oder nur 2.4GHz-Strecken bauen. Letztlich ist es eine Frage des verfügbaren Budgets und der vernünftigen, wohl koordinierten Linkplanung, ob wie und wohin und womit man funkt. Da eine Vielzahl der Endgeräte vorwiegend das Band 2.4GHz nutzt, sollte man dieses nicht komplett vernachlässigen. Ich denke, dass dies neben der Furcht vor einem mittelfristig mehr genutzten 5GHz-Band die Hauptmotivation der Ablehung darstellt - und es ist richtig: nicht jeder Knoten braucht 5GHz, aber das Angebot der nur auf 5GHz sendenden Knoten verstärkt die Nachfrage.

Ein Nebenschauplatz sind Kooperationen mit (einem) kommerziellen WLAN-Providern (Provider), bei denen (dem) Funkfeuer strategisch wichtige Knoten betreiben darf, jedoch unter der Prämisse, dass eben keine wechselseitigen Störungen auftreten.

Das Problem ist nur mit einer besseren Kommunikation der Knotenbetreiber untereinander und abgestimmtem Vorgehen in den Griff zu bekommen. Aus diesem Grund vertrete ich auch die Ansicht, dass jede erdenkliche Zugangstechnologie im Rahmen ihrer Möglichkeiten, dort, wo es sinnvoll ist, genutzt werden sollte - nicht nur Funk. Damit sind insbesondere Kurz-(kürzest-) strecken zum Nachbarhaus oder auch zur Nachbarwohnung gemeint, wo ein Kabel oder Glasfaser (u.a. auch eine Lichtstrecken, allenfalls DSL-to-Ethernet-Konverter, sofern vorhandene, relinquierte (Telefon- oder Klingel-)Kabel und die Hauseigentümer eine legale Nutzung zulassen) eine Alternative sein können.

LG, Thomas
LG
Erich
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