Hallo!

Am 2014-10-22 um 22:52 schrieb Christofer Brajkovic:
Wir bennen unsere immer mit richtung und standort

Bsp.: sw5duer9.funkfeuer.at <http://sw5duer9.funkfeuer.at>
         Somi weiss man richtung/band/standort ;-)
Das mag mit dem Adhoc-Mode sinnvoll sein, weil dort sonst keine Unterscheidungsmerkmale bei einem einfachen Scan erkennbar sind (weshalb der "Horst" so beliebt war).

Warum ich das für überkommen halte:
Kurzfassung:
Best case: redundante (Meta)information
Worst case: Fehlinformation, verhindert "Roaming"/"Handover", wenn mehrere APs vorhanden sind. Aktuelle Werte liefert stets ein Scan - ein fiktives Beispiel, wie es sein sollte:

34% *ozw**.funkfeuer.at*
*Channel:* 108 | *Mode:* Master | *BSSID:* XX:XX:XX:3E:6F:B7 | *Encryption:* /offen/

SNR/RSSI -> impliziert gute und schlechte Ausrichtung. Lesen der Dokumentation oder Anfrage beim Nodebetreiber ist sowieso erforderlich. Kein Knoten ohne Planung.
ESSID -> einheitlicher Extended Service Set Identifier ermöglicht Roaming.
Kanal -> impliziert Band. Sieht man sowieso nur, wenn das eigene Gerät das kann.
Modus -> muss ich sowieso wissen.
BSSID = MAC-Adresse des Interfaces. Sollte im AP-Mode (Master) stets eindeutig und unterscheidbar sein.
Verschlüsselung.

Fazit-> es ist in der ESSID keine Meta-Information außer der Polarization vorhanden, die mir ein Scan nicht sowieso liefert.


Langfassung:
1. Ein Master strahlt seine (üblicherweise) eindeutige BSSID (=Interface-MAC-Adresse aus). 2. Die Richtungsangabe in der ESSID stimmt womöglich nach einer Neuausrichtung nicht mehr. Gefahr der Fehlinformation. Die beste gemessene RSSI bezogen auf eine BSSID indiziert die richtige Richtung. Wohin man ausrichten will, weiß man hoffentlich schon bevor man Trial and Error unter Zuhilfenahme des Schraubenschlüssel spielt. 3. Eine Richtungsangabe "sw" ist bei einer Nanobeam/Nanobridge, etc meist unzureichend. Es hat sich mancherorts eingebürgert, die Richtungsangabe in Grad oder in Himmelsrichtungen im Devicenamen wiederzuspiegeln. In der Praxis variiert das z.B. durch einen Gerätetausch oder eine Neuausrichtung. 4. Das Band/den Kanal erkennt man beim Scannen. Ein Kanal im anderen Band ist für das jeweils andere Single-Band-Gerät sowieso nicht zu erkennen. Sinnlos. Da kann man den Linkpartner auch Pendeln. 5. Für einen Standort mit multidirektionalem AP-Betrieb ist es üblicherweise sinnvoller, nur eine einheitliche ESSID zu verwenden, weil
    a) eine Art Roaming damit möglich wird, durch die
b) Änderungen an Richtung, Ausstattung, etc ermöglicht werden, für die beim Client keine Konfigurationsänderungen erforderlich sind, sofern c) nicht im Einzelfall durch Angabe von BSSID und, sofern möglich, Kanal die Auswahl auf einen individualisierten AP beschränkt wurde, oder d) im jeweiligen nicht zuständigen AP eine MAC-Filter Liste dies ermöglicht. (was bei Adhoc nie möglich war). e) Auch im Fall von Nebenkeulen kann diese Konfiguration -insbesondere bei nahe gelegenen Linkpartnern- sinnvoll sein. Fazit: Man vereint einige der Stärken des Adhoc-Modus und kann einige seiner Schwächen ausräumen. (Im Scan scheinen alle unterschiedlichen BSSIDs auf, während beim Adhoc-Mode manchmal nur eine BSSID pro Kanal und dort nur das stärkste empfangene Signal sichtbar war; Die einheitliche ESSID pro Standort ersetzt die einheitliche BSSID pro Kanal, Fallbacks sind mit zusätzlichen Clients selektiv machbar, bei starker Bündelung aber nur selten sinnvoll
    [außer alle Hops liegen exakt auf derselben Linie]).
6. In Ausnahme zu 5. sind lediglich dedizierte Links sinnvoller mit individuellen ESSIDs zu betreiben. 7. Angaben zum Knoten gehören möglichst exakt in die Knotendokumentation und nicht unscharf in die ESSID. ESSIDs sind zudem auf 32 Zeichen beschränkt. 8. Etwaige Angaben zur Polarisation können zwar im Einzelfall noch sinnvoll sein, stehen aber im Widerspruch zu 5. und sind mit dualer Polarisation+MiMO weitgehend obsolet. 9. Azimuth (3.) und Elevation sind möglichst genau zu dokumentieren, damit Weitstrecken optimal geplant werden können. ESSIDs sind dafür nicht geeignet und eine möglichst kurze Codierung dafür ist weder nutzerfreundlich, noch mit 5. vereinbar. 10. Bestes Argument - die Praxis: Knoten wie das OZW zeigen, dass ein solcher roamingfreundlicher multi-AP Knoten beherrschbar ist und bestens funktioniert. Wenn ein Device ausfällt, kann in so einem Fall bei guten Bedingungen sogar ein anderes die Aufgaben schnell übernehmen. Clients, die roamingfreudig konfiguriert sind, sollten ihren "besten" Linkpartner, sobald dieser wieder online ist auch danach wieder finden. (Notfalls auch via Workaround: Script/wifi restart). Erweiterungen des Knotens sind so grundsätzlich bei geschickter Durchführung "on-the-fly" (also ohne allzu große Downtime) möglich.


Erlaube mir daher die Gegenfrage: Warum sollte man es anders als so machen?


LG
Erich

Von meinem iPhone gesendet

Am 22.10.2014 um 00:31 schrieb Erich N. Pekarek <[email protected] <mailto:[email protected]>>:

Hallo!

Am 2014-10-21 um 22:38 schrieb gerhard poller:
zeltgaz "master" bei knoten "bici" ex "gaz" ex "geraldo" ex "gaz94" knoten am galizinberg 1160
Aja.
durch os_bridge logisch auch auf zelt (client_bridge)zu sehen im olsr ;)
OK.

Eine Bitte: Master immer nach dem Knoten benennen, wo sie stehen. Also bici.funkfeuer.at <http://bici.funkfeuer.at>, ozw.funkfeuer.at <http://ozw.funkfeuer.at>, brenner.funkfeuer.at <http://brenner.funkfeuer.at> ... Das macht die Sache in den meisten Fällen einfacher (Scannen, ausrichten, Failover/Roaming, ...).

Danke!


hf akku
LG
Erich
*Gesendet:* Dienstag, 14. Oktober 2014 um 14:36 Uhr
*Von:* "Erich N. Pekarek" <[email protected]>
*An:* [email protected]
*Betreff:* Re: [Wien] zeltgaz.funkfuer.at <http://zeltgaz.funkfuer.at> BSSID 00:15:D6:19:10:28
Hallo!

Klärt mich bitte auf:

Der Router mit der SSID zeltgaz.funkfeuer.at <http://zeltgaz.funkfeuer.at> steht wo?
sulm20 war über die Bridge der Zeltgasse auf einigen Devices zu sehen.
Ich frage, da ich einen Widerspruch vermute, und die Namensgebung der SSIDs und der empfangenen Signalstärken auf anderen Geräten dort mir nicht ganz zusammenpassen.

Dann möchte ich noch diesen Thread zweckentfremden:
goldegasse - zeltgasse: möglich, denkbar? Die Nanobridge auf der Zeltgasse wäre dafür vorbereitet, ist aber noch nicht exakt ausgerichtet.

Danke, LG
Erich

Am 2014-10-14 um 14:19 schrieb Martin Shivraj Saini:

    Hey!

    Danke vielmals! Wenn  du was brauchst, sag bescheid, bin aber
    leider bis freitag im ausland beruflich......

    Lg
    Martin



    Am 14.10.2014 00:25, schrieb gerhard poller:

        danke für die meldung
        5ghz ausfall geraldo - bici
        sind uralte osbridges
        muss ich in kürze  hinfahren vor ort rebooten nachschauen
        hf akku
        *Gesendet:* Montag, 13. Oktober 2014 um 22:40 Uhr
        *Von:* "Martin Shivraj Saini" <[email protected]>
        *An:* "FunkFeuer Wien" <[email protected]>
        *Betreff:* [Wien] zeltgaz.funkfuer.at
        <http://zeltgaz.funkfuer.at> BSSID 00:15:D6:19:10:28
        hallo,

        war mit 300deg.sulm20 als client 5GHz mit obenstehendem Master
        verbunden, seit samstag null signal - ist da was vorgefallen?

        mfg
        martin


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