On Freitag, 23. Februar 2018 13:02:30 CET Erich N. Pekarek wrote:
> Insofern sind wir wieder beim Mail von Wolfgang, Clemens und David:
> Zahlt es sich aus, überhaupt noch etwas zu machen?
Ich hoffe doch sehr, dass der Verein nicht nur deshalb bisher bestanden hat, 
weil sich ein paar Leute für einen Vorstand gefunden haben.

> Für die Nichtbenutzung des Forums sehe ich folgende Ursachen: Facebook,
> Instant-Messenger und eine damit verbundene Zersplitterung der
> Kommunikation und erst als Folge davon das Unterlassen von Moderation
> und Wartung.
Das Forum hat bereits damals um ~2009 neben der Mailingliste nie wirklich 
Fahrt aufgenommen, die Themen sind in der (damals doch noch sehr aktiven) 
Mailingliste geblieben.

Für mich ist das Forum nach einiger Zeit aufgrund von fehlender usability 
gestorben, weil man aktiv regelmäßig schauen muss, ob es was neues gibt und 
weil es einfach unübersichtlich ist, wenn man nur schnell durch scrollen 
möchte und sich durch jede Kategorie einzeln durchklicken muss.

Discourse ist tatsächlich ein echt gut gelungener Mittelweg aus Mailingliste 
und Forum, das LEDE Project verwendet das seit anbeginn, es hat mich echt 
erstaunt, wie gut es die zwei Welten vereint.

> Dein Einwand, Aaron, ist richtig: Es gibt ja niemanden, der darüber
> wachen würde. Da es keine organisatorisch-kooperativen
> Kontrollstrukturen dafür gibt, muss man sie wohl erst schaffen. 

Du schreibst von "Kontrollstrukturen" - da frage ich mich, wer soll hier wen 
kontrollieren? 
Ich glaube wirklich nicht, dass Leute freiwillig ihre Freizeit in einen Verein 
stecken wollen, wenn sie dort Strukturen eines Großkonzerns wiederfinden.

> Was man tun könnte, wäre eine wöchentliche Rückmeldung des Lead-Maintainers
> eines jeden Projekts („Bin noch da, ...“ - etwa via Webform).
> Unterbleibt sie, wäre man (durch Automatismus - E-Mail - mittels
> Monitoring-System?) vorgewarnt, dass womöglich gerade ein Defizit
> entsteht. Derartiges käme auch anderen Projekten zugute. 
> Warum eigentlich nicht?

Weil es komplett konträr zu der Motivation steht, mit der Personen ihre Zeit 
in Vereinsarbeit investieren.
Die regelmäßige Kontrolle und Erinnerung, dass bei einem Projekt wieder nichts 
weiter gegangen ist, ist ein *garantierter* Motivationskiller für jegliche 
ehrenamtliche Mitarbeit.

Das heißt nicht, dass Projektmanagement, auf das sich alle Beteiligten 
geeinigt haben, nicht wichtig sein kann. Es ist aber einzig und allein ein 
Tool, um ein gemeinsames Ziel und die Schritte dahin im Auge zu behalten.

Lg,
Clemens

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