Am 30. November 2009 13:05 schrieb Nando Stöcklin <[email protected]>: > 2009/11/30 P. Birken <[email protected]> > >> >> Ja, aber doch nicht einfach so, sondern wegen zusätzlicher äußerer >> Umstände (Diskussion auf Wikisource, hier, Löschdiskussion). Soll >> dieser Aufwand für jeden Einsatz-Artikel gefahren werden, bei dem der >> Autor explizit zu faul ist? >> > > Klar. Aber: Es gibt Tausende von Artikeln, die einen solchen Verlauf > genommen haben, dazu bloss etwas mehr Zeit benötigt haben, weil sie nicht so > viel Aufmerksamkein erhalten haben. Nur schon all die Artikel, die > aufgebessert wurden, sobald sie einen Löschantrag erhalten haben. Man muss > ihnen nur eine Chance geben.
Das halte ich für einen Irrglauben (wenn auch einen weitverbreiteten, zugegeben). Aus schlechten Artikel werden nicht einfach so irgendwann gute Artikel. Das mag früher so gewesen sein oder zumindest so ausgesehen haben, als alle neu angelegten Artikel zu total bekannten und wichtigen Themen waren. Aber aus diesen schlechten Artikeln wurden nicht gute, weil sie vorher schlechte waren, sondern weil sie jemand neu geschrieben hat. Den schlechten Artikel hätte die Person dazu aber nicht gebraucht. Der negative Effekt ist aber, dass es massenweise schlechte Artikel gibt, die eben nie jemand neugeschrieben hat. Und je geringer die Relevanz des Themas, desto geringer die Chance, dass sich jemand findet, der das tut. Was nun mit Löschanträgen? Hier bin ich tatsächlich zwiespältig. Zum Einen stimmt es, dass Löschanträge eine Dynamik entwickeln, die zu Artikelverbesserungen führen und es ist halt schon die Frage, ob man sich etwas vergibt, wenn man diese Dynamik nicht ausnutzt. Sprich: Ein-Satz-Stub mit Löschantrag kann funktionieren. Drei Dinge gefallen mir dabei nicht: Das eine ist, dass die Verbesserungen dieser Artikel eben keine besonders hohe Qualität haben. Da wird nämlich einfach mal kurz gegoogelt und dann mit dem in 5 Minuten angeeigneten Wissen der Artikel erweitert. Basis ist also kein fundiertes Fachwissen zum Thema. Das zweite ist, dass dadurch an Stubeinsteller das falsche Signal gegeben wird: "Schau, Du kannst Ein-Satz-Artikel einstellen, wird schon was draus." Schließlich ist es so, dass Löschantragstellern in den Löschkandidaten nicht besonders freundlich begegnet wird. Löschanträge sind eben das totale Drama und das muss man den Antragstellern auch zeigen... Viele Grüße Philipp _______________________________________________ WikiDE-l mailing list [email protected] https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/wikide-l
