In Bezug auf: Subject: [WLANnews] "Nonprofitrecht Aktuell" zur (Nicht-)Gemeinnützigkeit von Freifunk
On Mon, Oct 17, 2016 at 04:17:23PM +0200, hg wrote: > http://www.winheller.com/fileadmin/redaktion/NewsletterPDFs/nonprofitrecht/2016/nonprofitrecht-aktuell-10-2016.pdf > > http://winheller.com/fileadmin/redaktion/NewsletterPDFs/nonprofitrecht/2016/volltexte/oktober/Wissenschaftlicher_Dienst.pdf > > Freies WLAN: Freifunker gemeinnützig? > [...] http://lists.freifunk.net/pipermail/wlannews-freifunk.net/2016-October/004287.html Danke für die Links und ausführlichen Erklärungen :-). Ein wenig schwirrt es mir noch im Kopf herum, wo gefühlt die Gemeinnützigkeit beginnen und wo sie enden sollte. Hypothetisch angenommen, in einer Stadt würden Router genauso mit freier Software, offenem Netzzugang und Pico-Peering-Einhaltung verteilt, wie wir das alle zur Zeit machen - aber mit einem kleinen Unterschied: Sie werden nur von großen, mächtigen Institutionen benutzt um ihre Gewinne zu maximieren. Angenommen, Banken und Versicherungen bauen ein offenes Mesh-Netzwerk untereinander auf. Theoretisch kann sich jeder Bürger von außerhalb dort mit anschließen und es mitnutzen, genau wie es bei Freifunk üblich ist. Jedoch interessiert sich in dieser fiktiven Stadt niemand außer den Banken und Versicherungen dafür, weil die Mobilfunkanbieter dieser Stadt viel bequemer, schneller und günstig genug sind. Würden wir auch dann die Gemeinnützigkeit dieser Infrastruktur fordern? Der/die gewiefte LeserIn wird nun "ha!" schreien, "Freifunk ist aber nicht kommerziell, Banken und Versicherungen sind es aber". Das stimmt. Dann andersherum: Wenn nun zwei Banken das Mesh-Netzwerk zum Austausch benutzen, tausende andere Menschen aber hierüber ihre ehrenamtlichen, gemeinnützigen Tätigkeiten koordinieren, soll dann das ganze Netz dann als kommerziell verpestet, nicht-gemeinnützig gelten? Das ganze wird natürlich noch kniffeliger, wenn wir nun Cafes, Bäckereien, Hotels etc. dazuzählen. Wie hoch darf der Anteil in einem geimeinnützigen Freifunk-Netz sein? Kriegt ein Radisson-Hotel noch einen zusätzlichen 10-fach-Faktor gegenüber dem kleinen, wackeren Cafe? Weiter Frage: Sollte die Gemeinnützigkeit durch das ferne (evtl. sogar unerreichbare?) Ideal oder durch die praktische Nutzung definiert werden? Außerdem: Kommt es uns auf die Nutzung an? Oder verstehen wir die Infrastruktur als "frei" wie in "freier Software", die auch für kommerzielle Nutzung offen steht? (würden wir die Gemeinnüzigkeit für die Entwicklung freier Software fordern?) Meines Wissens nach macht das Freifunk Memorandum z.Z. keine Aussagen über die Nutzung auf dem offenen, freien Netz. Was sind so eure Gedanken dazu? Gruß, Linus _______________________________________________ WLANtalk mailing list [email protected] Abonnement abbestellen? -> http://lists.freifunk.net/mailman/listinfo/wlantalk-freifunk.net Weitere Infos zu den freifunk.net Mailinglisten und zur An- und Abmeldung unter http://freifunk.net/mailinglisten
