Am 01.11.2016 um 09:40 schrieb [email protected]:
> gibt es Erfahrungswerte für Provider bzgl. der Nutzung von "normalen 
> dedicated Servern" als Gateways für Freifunk? 

Fragt sich ein bißchen, was Du unter Gateway verstehst. Einfach nur "umtunneln" 
(aus einem OpenVPN-/fastd-/L2TP-Tunnel in anderen OpenVPN-/fastd-/L2TP-Tunnel), 
oder lokal den Datenverkehr ins Internet lassen?
Mit ersterem dürfte kein Anbieter ein Problem haben, außer er bietet 
unrealistisch hohe Inklusivvolumen für zu kleines Geld: Solange Du Dein Routing 
im Griff hast, bekommt er davon ja nichts mit, außer, daß der Server in etwa 
gleich viel Daten bekommt wie er verschickt. (Und das macht evtl. die 
Kalkulation kaputt.)
Den Datenverkehr dort ins Internet zu lassen bedeutet, daß alle abuse-Anfragen 
(Beschwerden, Abmahnungen) ggf. (auch) beim Anbieter auflaufen, der 
verständlicherweise darauf keinen Bock hat und entsprechend seinen AGBs dann 
den Vertrag kündigt.

"Umtunneln" war für uns bislang nirgends ein Thema; allerdings sollte man 
bedenken, daß die jüngsten DDoS-Angriffe über das GRE-Protokoll liefen und als 
Abwehrmaßnahme einige Anbieter den GRE-Durchsatz (stillschweigend) generell 
limitiert haben.

Als unpraktisch haben sich Tarife mit Inklusivvolumen und danach automatischer 
pro-GB-Berechnung erwiesen; wenn man das nicht proaktiv überwacht, könnte die 
Rechnung am Monatsende eine böse Überraschung darstellen.

Positive Erfahrungen haben wir mit Hetzner, Xirra und Kimsufi/OVH gemacht.

MfG,
-kai
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