Hallo Robert, ich war als Frizzly Bear auch dabei und hab zudem damals die Up! zusammengestellt. Ich hab mal versucht, ein wenig aus den alten Daten herauszuholen. Leider liegen die Up!'s selbst als Pagemaker 3 oder 4 Dateien vor und ich kann sie nicht mehr öffnen. Ich hab noch ein paar der mir damals zugesandten "digitalen Originale" und darin habe ich wenigstens den Termin und ein paar Berichte gefunden.
Nach einer kurzen Recherche bei Google: Die PM3/4 Dateien sollen sich ggf. mit einem aktuellen Pagemaker 7 oder InDesign öffnen lassen. Ich könnte die Dateien zur Verfügung stellen und vielleicht können wir die alten Up!'s dann z.B. als Webseiten oder PDF öffentlich verfügbar machen? Zum Termin:* **5.-7. 10th German Ultimate Champs,Berlin/FRG,S.Defty* (Meine Erinnerung hat mich nicht getrogen, denn ich bin immer davon ausgegangen, dass *Ultimate Frisbee der Sport**war, in dem die **erste Deutsche Meisterschaft überha**upt **im wiedervereinigten Deutschland**ausgerichtet *wurde.) Ich erinnere mich in der Hauptsache an den Wind und bei einem Frizzlies-Spiel war irgendwas mit dem Kanzler: Entweder war er der Held oder er war Schuld??? ;-) Ausgraben konnte ich einen ausführlichen *Spielbericht der Damen*: > *Frischer Wind in Berlin* > Deutschlands beste Ultimate-Frauen > Vom 5.10. bis 7.10.1990 fand die X.Deutsche Outdoor Ultimate Meisterschaft > statt. Zeitlich genau richtig für eine gesamtdeutsche Meisterschaft. > Das Wetter war gut für die Jahreszeit, da konnte man sich nicht beklagen. > Doch wie lief es so bei den Deutschen Damenmannschaften? Verlief da alles so > richtig und gut? ... > > 9 (Neun!) D - Mannschaften traten an. Eine Rekordzahl für Deutschland. > Stockstadt konnte mangels Spielerinnen nicht antreten. Schade, schon allein > für die Poolbildung wäre es besser gewesen, da wir Frauen nicht round robin > spielen durften. > > Im 5er - Pool X wurden Fr./ Sa. die mir san mir- Frauen (M) Gruppenerster vor > den Kangarinen(E). Gruppendritter wurden dann Zamperls(M) vor brocken > hexen(BS) und skywalkers (ROW), wobei Rotenburg am Freitag noch gar nicht > antrat. Die Spiele konnten freundlicherweise am Samstag nachgeholt werden. > Dank den Münchnerinnen, daß sie trotz mini minimaler Besetzung (6 Personen) > gekommen sind! Eine DM ohne mir san mir ist einfach keine DM. Hauptsächlich > natürlich, weil sie bisher Titelverteidiger waren, aber nicht nur. > > Im Pool Y wurde deutlich Stuttgart - Heidelberg(S-HD) Gruppenerster vor den > Seagulls (HH). Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht ersichtlich, daß sich > Hamburg noch so steigern würde und zum Finale gelangt. > Die Paddies(KA) konnten sich vor Hanta Yo(Radolfzell) im Pool Y plazieren. > Auch wenn Hanta Yo (Super line up song übrigens JB!) auf der DM alle Spiele > hoch verloren hat, hoffe ich, daß es ihnen Spaß gemacht hat und sie weiter > machen! > > Die neuen Pools bestanden dann zum einen aus mir san mir, Kangarinen, S-HD, > Seagulls, zum anderen aus brocken hexen, skywalkers, Zamperls, Paddies, und > Hanta Yo. > > Nach dem am Sonntag S-HD die Kangarinengeschlagen hat, hieß es für sie: > entweder gegen München gewinnen und gegen Hamburg im Finale zu spielen; oder > gegen München verlieren aber mindesten sieben Punkte zu erreichen, somit dann > mit München im Endspiel zu sein, da in der Vorrunde mir san mirdie Seagulls > 13:6 geschlagen hat; oder gegen München verlieren und überhaupt nicht im > Endspiel landen - was S-HD dann für die schlechteste Entscheidung hielt und > einfach gewann. ... > > Und wie lief es im zweiten Pool? > Hoch gewannen in diesem Pool die Paddies mit 13:0 gegen skywalkers, 8:2 gegen > brocken hexen und 10:2 gegen Zamperls. Wie bitte? was sind das denn für > Ergebnisse?! > Am Samstag mußte das Spiel wegen einbrechender Dunkelheit einfach auf 8 > Punkte verkürzt werden und am Sonntag war es den Damen auf Feld 3 wohl zu > windig und kürzten es kurzer Hand auf 10 Punkte runter. > Das Spiel brocken hexen gegen skywalkers wurde aus der Vorrunde mit in die > Hauptrunde hineingenommen. Die Zamperls gewannen beide Spiele gegen brocken > hexen und skywalkers und konnten sich somit hinter die Paddies plazieren. > Sorry, die Ergebnisse weiß ich nicht mehr. Sie werden sicherlich in einer > Gesamtübersicht zu sehen sein. > > Um 16.15 h begann dann das Finale der Damen: S-HD gegen Seagulls. Durch die > große Zeitverschiebung leider parallel zum Herrenendspiel, das die > Konzentration der Zuschauer ganz in Anspruch nahm. Sicherlich verständlich; > trotzdem ist es frustrierend, neben einer grölenden begeistert anfeuernden > Menschenmenge vor sich hinzuspielen. ... > 2:0 lag S-HD in kürzester Zeit in Führung. Da der Wind etwas nachließ kam > Hamburg etwas mehr zum spielen und holte bis zur Halbzeit auf vier Punkten > auf. Auch nachdem mitte der zweiten Spielzeit einige Zuschauer ans Spielfeld > kamen und Hamburg anfeuerten, errangen sie nur noch zwei Punkte und S-HD > siegte 13:6 gegen die Seagulls. > Daß München nicht vollständig war und Stockstadt nicht antreten konnte, war > für die diesjährige Damenmeisterschaft meiner Meinung nach etwas > enttäuschend. Es wären auf jedenfall spannendere Spiele zustandegekommen, für > S-HDeine größere Herausforderung gewesen die Plazierungen vielleicht > realistischer. > Eines ist jedenfalls sicher: S-HD hätte sich mehr anstrengen müssen, wenn es > nicht soon tollen Wind in Berlin gegeben hätte! > Ortrun Meinhard > Stuttgart Es gab wohl noch ein paar Probleme mit dem Spielplan, den Alex Klötzel und Peter Schütz schrieben: > *Nachlese zu Berlin* > *Das Bierrace mußte doch nicht entscheiden...* > wäre aber doch manchmal hilfreich gewesen, um das Elend einiger Spiele vor > dem Überfall der stockfinsteren Nacht zu einem Ende zu bringen. > Daß es windig war, läßt sich nicht mehr ändern. Aber schon deshalb sollte man > die DM nächstes Jahr früher veranstalten - also Termin Anfang August > ansteuern. Dies hat auch den Vorteil, mit dem Spielplan bei Spielen auf > Punkte nicht so gedrängt zu sein. Apropos Spielplan - gerechnet hatten wir > für die 1. Liga 1 1/2 Stunden Spielzeit (mit geistiger und körperlicher > Erwärmung, gell 42), für alle anderen Spiele 1 Stunde. > Wichtig ist halt, daß die Mannschaften sofort nach Ende des vorigen Spiels > beginnen, was offensichtlich gerade den (vorbildlichen ?) > Erstligamannschaften besonders schwer gefallen ist. > > Anmerkungen zum Spielplan: > Da man nicht wußte, wie lange die jeweiligen Spiele dauern, mußten zwischen 2 > Spielen einer Mannschaft auf 2 verschiedenen Plätzen meistens 2 Spiele Pause > (gerechnet) sein, um dann ein Spiel Pause tatsächlich zu haben, wenns > ungünstig läuft. Klar, keiner will um 8.00 Uhr spielen. Dazu nur: Fängt eine > 1.Liga Mannschaft um 8.30 Uhr an, kann sie frühestens um 12.00 Uhr wieder > spielen (2 mal 1 Stunde Pause), das dauert bis halb zwei, 2 Spiele Pause, > dann um 15.30 Uhr das dritte Spiel bis fünf. Dannach ist Schluß. Dunkel. Aus. > Kapiert, Klaus? > > Da dummerweise immer nur 6 Teams einer Liga Gleichzeitig spielen können (??), > haben am Abend trotzdem nur 4 Mannschaften drei Spiele gehabt. Bei gleichem > System hat am 2. Tag höchstens eine Mannschaft alle Spiele hinter sich. Da > ein Finalist ja am Sonntag sowieso schon das Finale spielen muß, sollte er > sonst höchstens noch ein Spiel am Sonntag haben, und das in der Früh. Ein > Finalist spielt also mindestens 2 mal in der früh um acht. > > Verkompliziert haben das ganze noch einige Teams aus dem hohen Norden, der > offensichtlich unter Informationsmangel leidet. Aber ihr Skywalkers und > Brocken Hexen, zurück auf die Erde und und sowas profanes wie Up! lesen, da > steht ganz genau drin, von wann bis wann die DM stattfindet. Saublöd war > übrigens auch, daß ein Team aus der 2.Liga erst am Donnerstag abgesagt hat, > und damit der ganze Spielplan neu gemacht werden mußte, um nicht ein Team mit > nur 3 Spielen abzuspeisen. Und wenigstens Bernd Platzek war nicht zufrieden (und die Party muss - im Gegensatz zur Party bei der Hallenmeisterschaft im Januar 1990 - fast ausgefallen sein): > *In der B-Note mangelhaft...* > > Das war sie nun, die 10. Deutsche Ultimate Meisterschaft. Beinahe hätte sie > doch nicht stattgefunden. Und das im Jubiläumsjahr... Aber Schuld daran sind > ja unsere ehemaligen Besatzer, die partout nicht sagen wollten, ob sich > deutsche (und ausländische) Ultimate-Spieler überhaupt "gentlemenlike" > aufführen können, noch dazu, wo sie doch vom Kontinent stammen. Hinzu kommt, > daß die Briten wohl nicht wußten, ob ihnen das "Maifeld" (oder heißt es "my > Feld") zum Tuniertermin noch gehören wird. Schlußendlich sagten die Briten > doch ab. Deswegen, weil man ja nun einen neuen Tatort suchen mußte, wurde sie > auch um sechs Wochen verlegt -die DM. > > Dies jedenfalls war die "offizielle" Stellungnahme, warum es so einen > Hick-Hack wegen des Stattfindens der DM gegeben hat. Und trotzdem kann ich > mich nicht entscheiden, was ich nun von der DM halten soll. Zugegeben, > solange man nicht definitiv einen Veranstaltungsort hat und nicht weiss, ob > die ganze "Chose" auch stattfindet, kommt man mit der übrigen Organisation > auch nicht so in die Socken. Letztlich bleiben aber einige Fragen > unbeantwortet, die nicht allein durch die Absage der "Tommys" erklärt werden > können, wobei dies als Aufforderung an Stephen Defty verstanden werden soll, > mir (uns) die genauen Zusammenhänge einmal zu erläutern. Nämlich, > > - warum gab es keine Party ? Das Brandenburger Tor ist ein schwacher Trost > und kann allenfalls als Treffpunkt dienen, niemals jedoch eine Party mit 400 > Leuten ersetzen. Ganz zu schweigen davon, daß es weder etwas zu trinken, noch > zu essen gibt und auch nicht erwartet werden kann, daß die Spieler > dergleichen besorgen. > > - warum gab es keine Presse/Funk/Fernsehen ? Oder habe ich es nicht bemerkt, > daß jemand da war ? Dann bitte ich um Entschuldigung ! > > - warum hat die Veranstaltung 15,-DM pro Person gekostet, wenn (laut Gerücht) > das Stadion "für tutti" zu haben war und Unterkunft und Verpflegung > zusätzlich den Geldbeutel belastet haben. Sicher, es hat einiges gekostet, > die Einladungen zu verschicken, hin und her zu telefonieren und überall > herumzufahren, bis alles steht; außerdem wollen die Veranstalter auch ein > paar Mark überhaben, wenn alles vorbei ist. Aber trotzdem....!!! Gab es keine > Sponsoren im vereinigten Berlin von 1990 ??? > > Es stellten der/die eine oder andere SpielerIn noch einige Mängel fest, die > aber wohl nicht den Veranstaltern angelastet werden können, wie z.B. der > Spielplan, der in der Woche vor der DM entstand, weil zu diesem Zeitpunkt > erst klar war, daß die dritte Liga doch spielen wird (trotz der beengten > Verhältnisse). > > Nun, ich will hier nicht irgendetwas vom Zaun brechen, solange die genauen > Umstände nicht bekannt sind, dennoch verstehe ich diesen Artikel als > "im-Auftrag-einiger-Spieler" geschrieben. Konsens bei allen, mit den ich > gesprochen hatte, war, daß die ganze Veranstaltung, trotzdem sie schon so > lange nach Berlin vergeben war, recht lieblos organisiert wurde. Und zu > diesem "Vorwurf" möchte ich jetzt gerne eine Antwort lesen, bitte ! > > Bernd Platzek Jörg (Benner?) schrieb noch: > *Zur Deutschen Ultimate Meisterschaft der B-Liga in Berlin* > > *In der B-Liga kam es trotz des starken Windes zu spannenden Begegnungen* > Wenn die A-Liga Spieler wie C-Ligisten aussahen, dann die B-Ligisten wie > Amateure. So fühlten sich wohl auch die meisten. Wie erwartet stark trat > Freiburg auf, Satisfaction garantiert; ruhig, sicher und schnell spielten die > Schwarzwälder, v.a. nur so gut, wie sie können. In Erstaunen versetzte die > Stärke des Wall City Teams (historisch überholt) vor allem am Freitag Morgen > die Blasters, die gegen nur acht Spieler zu vierzehnt deutlich unterlagen. > Mit zwei Gast-Amerikanern verstärkt mußten sich die Berliner letztlich nur > der Disconnection geschlagen geben. > > Während nach dem Samstag die Red Barons (für die nicht angetretenen Rheinos) > mit den Spinellos und den Loosers ein Triple um den nächsten Platz zu bilden > schienen - innerhalb dessen jeder einmal gewonnen und einmal verloren hatte - > während der Schein also wieder einmal trügte (siehe Anmerkung 1), machten die > Loosers am Sonntag die Sache um den dritten Platz mit einem Sieg gegen die > Freiburger Zone klar. Über den direkten Vergleich schoben sich die Südbadener > Blasters vor die Nordbadener Barons. > Am Ende der Tabelle landeten die (überraschend) schwachen Skywalkers aus > Rothenburg/Wümme vor den Flying Deutschmen aus Nürnberg. > > > 1 Eine andere Erwägung ist, ob jene, die sich gegebenenfalls gerade nicht wie > Amateure fühlten, deswegen eben um so mehr wie solche aussahen, oder aber, ob > nur die, welche nicht wie Profis bewertet werden wollen, wiederum am ehesten > (wenn überhaupt) professionell wirken können. Hieran könnten sich > Erörterungen anschließen über Freewheelin-Franklins tiefsinniges Zitat: "Mehr > sein als scheinen!", bzw. über interkommunikatives Handeln im Bewußtsein der > Eigenverantwortung (Ich sage nur: Hammermeister, Rothenburg). sowie > *Nachbemerkung zur DUM in Berlin* > > Die Felder lagen zerstreut, die Zusammengehörigkeit wurde durch die > zugestanden gute Durchführung der Ligenspiele (in letzter Minute) nicht eben > gefördert. Daß die Spreeparty ausfiel ist Pech, aber paßt in`s Bild. Nachdem > die Plätze umsonst waren - und ich weiß, was Aufräumen kostet - habe ich für > fünfzehn Mark Startgeld das Frühstück vermißt. Das T-Shirt ist dafür echt in > Ordnung. Mißfallen hat mir aber auch, daß nur das Endspiel der Männer > halbstark (=spärlich) kommentiert wurde und die Frauen dahinter nicht > beachtet wurden (sollen die Typen vielleicht mehr wert sein?) Zum Abschluß > eine Korrektur: Hanta YO aus Radolfzell wurde vorletzter, nicht letzter. Ich hoffe, das hilft ein wenig und vielleicht findet sich ja jemand, der die alten PM-Dateien möglichst im gleichen Layout in was aktuell lesbares überführen könnte. bis dann pe Am 22.11.2013 22:37, schrieb Robert Jablko: > Hallo Ultimate in Deutschland und der Welt, > > 1990 fand die zehnte Deutsche Ultimate Meisterschaft in Berlin statt. > Organisiert wurde sie von Wall City, insbesondere von Stephen Defty. Damals > gab es als Preise echte Mauerbrocken mit einer Messingplatte. > > Gemäß Wikipedia haben die Kangaroos aus Essen in der Division OPEN und > Stuttgart/Heidelberg in der Division DAMEN gewonnen. > > Ich suche Zeitzeugen für folgende Fragen / Infos > 1. Wann genau fand die DM statt? (noch vor dem 03. Oktober?) > 2. Wer hat noch diesen Mauerbrocken oder zumindest ein Bild davon? > 3. Hat jemand weiteres Bildmaterial aus der Zeit? von dem Ort oder von Teams? > 4. Hat jemand eine interessante Anekdote zu dieser DM? > 5. Wie seid ihr damals z.B. angereist? > 6. Könnt Ihr euch noch detailliert an die Austragungsstätte erinnern? > Zustand? Wie viele Spielfelder gab es? > 7. Gibt es eine Ergebnisliste? > > Ich bin für jeden Hinweis und Info dankbar. > > Liebe Grüße, Robse > > > _______________________________________________ > Wurfpost mailing list > [email protected] > http://list.uni-koblenz.de/mailman/listinfo/wurfpost
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