Hallo zusammen,

 

auch ich finde die getroffene Entscheidung äußerst fragwürdig. Ich vermute
einfach mal, dass auf der Jahreshauptversammlung kaum Vertreter von Vereinen
anwesend waren, die sich für die Masters-Division qualifizieren wollen. Es
dürften also einige Leute abgestimmt haben, die das Thema kaum betrifft.

 

Besonders merkwürdig finde ich, dass das Thema in ähnlicher Form hier
<http://list.uni-koblenz.de/pipermail/wurfpost/2009-October/005334.html>
schonmal diskutiert wurde. Eigentlich haben sich alle für eine Quali und
gegen ein „Gewohnheitsrecht“ ausgesprochen. Ich bin daher davon ausgegangen,
dass das Thema entschieden ist. Es war natürlich etwas naiv von mir, die
Wurfpost mit dem Verband zu verwechseln.

 

Der Trick ist aber nicht schlecht: Einfach mal warten, bis alle die
Diskussion als erledigt betrachten und dann auf der JHV in einem Plenum aus
Unbetroffenen eine abweichende Entscheidung durchboxen. Bei den Masters
zählt eben vor allem die Erfahrung…

 

@ Matthias: Bitte nicht falsch verstehen. Ich freue mich für Euch, dass Ihr
nach Prag fahrt. Ich habe nur ein Problem mit dem Entscheidungsprozess…

 

Viele Grüße,

Bernd (Frühsport)

 

 

  _____  

Von: [email protected] [mailto:[email protected]] Im Auftrag von
Falko Müller
Gesendet: Sonntag, 13. Dezember 2009 19:09
An: [email protected]; 'Wurfpost'
Betreff: [Wurfpost] Vergabe Startplätze für die Masters-Division bei der WM
2010 in Prag

 

Liebe Masters und DFV-Beteiligte,

 

Ich weiß es ist natürlich leicht etwas zu sagen, wenn man nicht vor Ort war
aber vielleicht ist ja eine gewisse Distanz gerade bei solchen Themen wie
der Masters-Geschichte gar nicht schlecht. 

 

Unter dem Strich muss ich sagen, dass es dem DFV und denjenigen, die an
leistungsorientiertem Ultimate Interesse haben – und damit auch an einer
Weiterentwicklung des Masters-Ultimate in Deutschland – eigentlich
wesentlich gegen den Strich gehen müsste, so eine Entscheidung zu treffen. 

 

Ich verstehe die Beweggründe, finde das auch auf eine gewisse Art und Weise
sympathisch, dem Leistungsgedanken wird so natürlich ein Bärendienst
erwiesen – und damit unserem Sport insgesamt.

 

Zudem habe ich den Eindruck, dass die Entscheidung, wie Stoffel schon
andeutet, absichtlich ein wenig abseits der Öffentlichkeit getroffen wurde
(d.h. trotz der Einwürfe hier auf der Wurfpost, die vor einigen Wochen
liefen, gab es eigentlich nie die Aufforderung zu einer allgemeinen
Diskussion des Themas hier oder auf einem anderen Forum – und ich habe nach
den ersten Mails zum Thema hier nie irgendeine Mail von Seiten Düsseldorf
oder dem DFV gelesen) – und das erinnert mich dann, sorry dass ich das so
sagen muss, eben an den altbekannten Kuhhandel. Das ist insgesamt sicher
„nett“ und wie gesagt sympathisch, aber mit Professionalität und
Leistungsgedanken hat diese Entscheidung nichts, aber auch rein gar nichts
zu tun und ist damit aus meiner Sicht ein deutlicher Rückschritt des DFV –
glaubt jemand ernsthaft, irgendein Sportverband, der seinen Sport ernst
nimmt, würde so eine Entscheidung jemals treffen? 

 

Ich bitte alle Beteiligten, noch mal in sich zu gehen. Ich finde den
Gedanken, dass die erste Masters-DM stattfinden wird und einer von zwei
Gewinnern schon vorher feststeht (wenn Düsseldorf überhaupt anreist) äußerst
widersinnig – und kann mir kaum vorstellen, dass irgendeines der beteiligten
Teams das als Normalität akzeptieren will. 

 

Ach ja, in London war auch ein Hamburger Masters-Team – ich kann mir
vorstellen, dass deren Lobbyarbeit etwas dezenter ausgefallen ist und sie
natürlich auch noch nicht so lange zusammenspielen – aber wo ist da die
Grenze? Hätten die nicht, wenn auch in vermindertem Maße, auch ein Anrecht
auf Prag? Dann könnten sich die Mir san Mirs die Ausrichtung auch vollends
sparen. 

 

Entschuldigung für die teilweise Härte in meinen Worten, aber mir stehen
hier gerade sprichwörtlich die Haare zu Berge. Und ich kann nach wie vor
kaum glauben, dass ihr das Ernst meint. Ich bitte nochmal zu reflektieren,
welche Botschaften ihr damit an alle deutschen Ultimate-Spieler (und da geht
es nicht nur um uns alte Säcke, die in ein paar Jahren eh nicht mehr da
sind, sondern das ist ein DFV-Beschluss, also der Verband, der sich auch um
die Jungen kümmert) sendet: Leistung steht nicht im Vordergrund. Regeln
werden ad hoc gemacht und Beschlüsse am grünen Tisch getroffen. Es gibt
Bestandsschutz, der mit sportlicher Leistung nicht zu tun hat. Diskussionen
an der Öffentlichkeit werden gemieden. 

 

Gruß aus Berlin, Falko

 

 

 

Von: [email protected] [mailto:[email protected]] Im Auftrag von
[email protected]
Gesendet: Sonntag, 13. Dezember 2009 18:32
An: Wurfpost
Betreff: [Wurfpost] Vergabe Startplätze für die Masters-Division bei der WM
2010 in Prag

 

Hallo Frisbee Deutschland und speziell Ihr Spieler im Masteralter !

  

Anfang der Woche habe ich ganz am Ende dieses Berichts
(http://www.frisbeesportverband.de/news/index.php?nid=1168939976) von der
JHV in Frankfurt, fast den folgenden Satz überlesen:

  

„Nach kontroverser Diskussion wurde der „Frisbee Family“ aus
Düsseldorf-Pempelfort aufgrund ihres langjährigen internationalen
Engagements für die Masters-Division einer der beiden Startplätze zugesagt.“

 

Ich dachte bisher, dass auf der Jahres Hauptveranstaltung eines
Sportverbandes organisatorische, regeltechnische, personelle Entscheidungen
getroffen und die sportlichen Entscheidungen auf dem Spielfeld ausgetragen
werden … hmm lag ich wohl falsch !

 

Wichtige und allgemein interessante Anträge (z.B. Spielmodus Änderung)
wurden im Vorfeld über die Wurfpost diskutiert (bzw. in dem entsprechenden
Forum zur JVH) – leider wurde dieser Antrag nicht zur öffentlichen
Diskussion gestellt, warum nicht ??

 

 

Das Niveau im deutsche Masters Sport hat sich seit Heilbronn 2000 (Vize
Weltmeisterschaft des National Teams) deutlich verschlechtert (was sicher an
zu vielen Gründen liegt, um diese hier alle anzuführen).

Die WM 2010 in Prag ist nun die Chance das wieder zu ändern, sie liegt viel
näher als die letzte in Perth (oder auch Vancouver), wo viele deutsche Teams
(Spieler) nicht hingefahren sind, weil sie es zu teuer war. Entsprechend ist
das Interesse jetzt natürlich deutlich höher (auch gibt es natürlich viel
mehr alte Frisbee Spieler als vor 4 Jahren). Einem Team deshalb jetzt ein
gesondertes Startrecht einzuräumen, bestraft doch jene Teams doppelt, die es
sich schon beim letzten Mal nicht leisten konnten! Genau dafür steht unser
Sport eigentlich nicht!

 

Der Verband sollte eigentlich, so vielen ambitionierten Masters Spieler wie
möglich die Chance geben, die WM zu spielen. Vielleicht werden diese Spieler
im nächsten Jahr (nachdem sie mal eine starke Masters Division kennen
gelernt haben), dann auch motiviert das Nationalteam unterstützen. Dies
wiederum würde dann endlich auch mal wieder der Entwicklung (Niveau) des
deutschen Masters Nationalteams förderlich sein!

 

Sport frei !

 

Christoph (Stoffel)

# 27 Woodies

 

… ich finde es völlig legitim, auf ein internationales Turnier zu fahren,
wenn sich kein anderer findet – aber daraus kann man doch kein Startrecht
für immer ableiten! Seid froh, dass ihr dort dabei seien konntet! 

 

… vielleicht noch ein Vergleich aus dem Fussball, nicht mal Uli Hoeneß hat
vor 2 Jahren nach Verpassen der Champions League, beim DFB den Antrag
gestellt, aufgrund der Erfolge des FC Bayern, doch Champions League spielen
zu dürfen !

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