Das ist mir nicht ganz klar:
Es geht also danach, ob jemand ueber 50% kommt. Darunter ist die Person
generell nicht im Vorstand. Richtig?
Darueber wird zunaechst nach Geschlecht entschieden und dann nach
Prozentanteil. D.h. die weibliche [wahlweise nicht maennliche] Person, mit den
meisten Stimmen, hat das zur Wahl stehende Amt. Bei mehreren Posten wird sich
an den bereits gewaehlten orientiert und entsprechend aufgeteilt [wenn noch x
Frauen fehlen, werden erst diese x durch diejenigen mit den meisten Stimmen
besetzt, danach die Maenner nach Stimmen ausgewaehlt]. Richtig?
Was ist, wenn keine oder zu wenig Frauen ueber 50% kommen? Kommen dann
entsprechend weniger Maenner in den Vorstand? D.h. z.B. bei einem Vorsitzenden,
eine Vertreterin und dann ist der Vorstand voll? Was waere, theoretisch, wenn
es ueberhaupt keine Kandidatinnen fuer den gesamten Vorstand gaebe? Und wie
wird das ganze abgesichert, wenn es getrennte Wahlgaenge gibt?
Das alles ist mir einerseits noch nicht wirklich klar, andererseits sollte es
unabhaengig davon, ob/was zutrifft, aus der Formulierung fuer die Satzung
hervorgehen.
Problematisch oder zumindest fragwuerdig finde ich an der Idee momentan
folgendes:
1. Der Anteil an weiblichen Mitgliedern insgesamt wird nicht beruecksichtigt.
Natuerlich kann man jetzt sagen "dann brauchen wir halt mehr weibliche
Mitglieder" - okay. Aber das wird sich nicht von heute auf morgen fixen lassen
und dazu benoetigt es dann meiner Einschaetzung nach auch noch andere
Massnahmen. Die sollten dann zeitgleich angegangen werden.
2. Anzahl an Kandidatinnen wurde auch bereits genannt. Ich will nicht
bestreiten, dass gesellschaftliche Strukturen und geschlechtsspezifische
Sozialisierung einen Einfluss auf die Haeufigkeit hat, mit der Menschen fuer
Aemter kandidieren. Halte ich nicht fuer unwahrscheinlich.
Allerdings sehe ich zumindest die Gefahr, dass dann Leute nur deshalb zu einer
Kandidatur ermutigt werden, weil sie eben nicht maennlich sind. Als
[hypothetisch] betroffene Person faend ich das sehr verletzend und ich kann mir
nicht vorstellen, dass dadurch bei mir der Eindruck entstuende, jemand daechte
tatsaechlich, ich sei fuer das fragliche Amt geeignet. Oder zumindest nicht
mehr als als 'zweite Wahl'.
Ich meine jetzt nicht, dass die Person gedraengt wird [wie es hier einige
schrieben]. Sondern einfach, dass immer der Verdacht im Raum stuende, der
Vorschlag, die Kandidatur oder gar die Wahl haette etwas mit dem Geschlecht zu
tun. Nicht unbedingt bei den Aussenstehenden... aber bei einem selbst.
Ich hoffe, es wird klar, was ich meine?
Natuerlich weiss ich nicht, inwiefern das auch auf Andere zutraefe. ich bin ja
letztendlich nicht von der Regelung an sich betroffen, insofern ist das nur ein
Gedanke und kein "ich will das 7fuer mich/ auf keinen Fall".
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