Hallo, Andras!

Da darf ich doch gleich mit offenem Brief antworten.

Suche ich im google nach Spass und Freude, so finde ich zunächst
eine DVD über Hundemassage. Dermassen auf den Hund gekommen,
habe ich mich gefragt, was denn wirklich mit "Spass im Beruf" in diesem
Artikel gemeint sein könne. Ist es nun Freude oder Jux?

Meiner Meinung nach hat die Aussage "Spass im Beruf" regional
unterschiedliche Qualitäten: Laut wikipedia kommt "Spass" vom
italienischen Begriff "spasso" = Zerstreuung, Zeitvertreib, Vergnügen.
Und wer würde etwas dagegen haben, wenn die Arbeit ein Vergnügen
wäre!
In der Schweiz klingt meiner Erfahrung nach "Spass" auch schon zu
sehr nach Karlauer, als nach "Freude". Getragen wahrscheinlich auch
vom Begriff der "Spassgesellschaft".
http://de.wikipedia.org/wiki/Spaßgesellschaft

Nun meint der Autor, dass nicht Arbeit Spass machen solle, sondern die
Ergebnisse, das Erreichte. Es wird ein Widerspruch zwischen ernsthaftem
Bemühen im Beruf und lustvoller Arbeit gesehen, da Ansprüche nach mehr
Spass niemals aufgehen würden. Alles in allem mache ich das im Artikel
geforderte Verbot des Managementvokabels "Spass" daran fest, dass es
mit "Freude" verwechselt wird.

Persönlich meine ich: Jede/r wie er/sie es beliebt. Der eine braucht's im
Beruf lustig, der andere ernst, jemand Dritter braucht nur das Geld oder
es ist überhaupt egal. Man kann sehr wohl mit Spass Flugzeuge navigieren,
ein Herzkranzgefäß reparieren, ein Häusl putzen oder einen Hochhofen
anstechen, ohne dass dabei die Ergebnisse, man selbst oder andere
gefährdet werden. Aber das ist jetzt wahrscheinlich alles nicht tauglich
für ein Managementhandbuch.

      fra

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