Ich find das erstaunlich: Da gibt es ein wunderbares
Freigelände in Wien, den Eislaufverein, zwischen
Hotel Interkontinental und Konzerthaus. Der Wiener
Stadterweiterungsfonds hatte das Gelände seit dem
Abriss der Basteien in Wien 1858 verwaltet.
Das Gelände wurde jetzt versteigert, allerdings weiss
man noch nicht, wer es ersteigert hat. Angeblich ein
Realitätenentwickler von CA Immo und Porr. Unternehmen,
die irgendwie nach "Geld" und "Bau" klingen.
Da passt dazu, dass der Stadterweiterungsfonds dem
Innenministerium unterstellt ist, nicht der Stadt Wien.

Wie geht es weiter?
Zunächst 3 Jahre Ruhe, dann ist der Eislaufverein so weit
verfallen, dass man endlich das fehlende Hochhaus in der
Sichtachse des Belvedere errichten kann.
Ich erinnere mich noch gut an den Fall Dianabad in Wien 2.

Gestehen wir es uns doch zu: Eine Stadt wie Wien darf
kein Weltkulturerbe mehr sein. Solange sie am Rande der
westlichen Welt lag, durfte das Alte vor sich hindösen.
Jetzt, wo sie endlich in Mitteleuropa angekommen ist,
müssen wir das Alte abschütteln, damit wir endlich so
werden können, wie jede beliebige andere Stadt im
Westen. Mit Hochhäusern, denselben Geschäften wie überall
und - Klimaanlagen in jedem Haushalt. Nur an den Slums
arbeiten wir noch.

      fra

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