aua.
da muss man ja nicht mal antideutscher sein um das uebertrieben zu finden.
Date: Mon, 01 Sep 2008 16:21:21 +0200
From: Arbeiterfotografie <[EMAIL PROTECTED]>
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Subject: tagesschau.de bekennt öffentlich, den ir
anischen Präsidenten falsch zitiert zu haben
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AF, 1.9.2008 -- Der stellvertretende Intendant
des Norddeutschen Rundfunks, Dr. Arno Beyer, hat
uns mit Schreiben vom 29. August 2008 darüber
informiert, daß die Redaktion von tagesschau.de
unserer Aufforderung nachgekommen ist, auf ihrer
website öffentlich darauf hinzuweisen, daß der
iranische Präsident von 'tagesschau.de' falsch
zitiert worden ist. Sie hat daraufhin die
Meldung "Von der Landkarte tilgen - Irans
Präsident fordert Vernichtung Israels" vom 26.
Oktober 2005 [1] mit einem entsprechenden Hinweis versehen.
'tagesschau.de' hatte in einem Schreiben mit
Datum vom 26.5.2008 zwar eingestanden, die
Äußerung des iranischen Präsidenten falsch
wiedergegeben zu haben, hatte sich aber strikt
geweigert, den Fehler öffentlich
richtigzustellen ("Da alle namhaften deutsch-
und englischsprachigen Agenturen den iranischen
Präsidenten damals mit der Formulierung zitiert
haben, 'Israel müsse von der Landkarte getilgt
werden', ist diese - offenbar fehlerhafte
Übersetzung - auch in die Berichterstattung von
ARD-aktuell und von tagesschau.de
eingeflossen... Eine Verletzung der
journalistischen Sorgfaltspflicht ist nicht
erkennbar. Es gibt aus unserer Sicht daher
überhaupt keinen Grund für eine öffentliche
Entschuldigung oder Richtigstellung.") Diese
Haltung mußte 'tagesschau.de' aufgeben. Sie erklärt jetzt öffentlich:
"In eigener Sache: Der iranische Präsident
Ahmadinedschad hat nicht wörtlich die 'Tilgung
Israels von der Landkarte' gefordert. Nach der
Übersetzung des Sprachendienstes des Deutschen
Bundestages sagte Ahmadinedschad: 'Das Regime,
das Jerusalem besetzt hält, muss aus den Annalen
der Geschichte getilgt werden.' [2] Hierauf hat
auch Irans Außenminister hingewiesen [3].
Ahmadinedschad hat mittlerweile - vermutlich auf
innenpolitischen Druck - erklärt, dass der Iran
keine Pläne habe, Israel anzugreifen."
Es folgt in der Erklärung von 'tagesschau.de'
dann noch ein Satz, der den Sachverhalt der
Zitatverfälschung offenbar relativieren soll:
"Dennoch lässt der iranische Präsident bis heute
kaum eine Gelegenheit aus, seine feindselige
Einstellung gegenüber Israel, den Juden und der
Regierung in Jerusalem deutlich zu machen (z.B.
am 03.06.2008 in Rom): Die Regierung in
Jerusalem sei ein fabriziertes Regime, das bald
verschwinden werde. [4]" Dazu ist anzumerken:
der iranische Präsident ist gewiß kein Freund
der israelischen Politik - wie sollte er auch,
wenn diese sich über Völker- und Menschenrecht
hinwegsetzt - aber eine "feindselige
Einstellung" gegenüber Juden kann keineswegs als
erwiesen angesehen werden. Insbesondere ist die
Äußerung vom 3.6.2008 dafür kein Beleg. Sie
deckt sich weitgehend mit der Äußerung vom
26.10.2005 in ihrer korrekten Wiedergabe und ist
damit eher eine Bestätigung des Sachverhalts als
die beabsichtigte Relativierung.
[1]
<http://www.tagesschau.de/ausland/meldung154160.html>http://www.tagesschau.de/ausland/meldung154160.html
[2]
http://www.bpb.de/themen/MK6BD2,0,0,Die_umstrittene_Rede_Ahmadinedschads.html
[3]
<http://www.tagesschau.de/ausland/meldung132576.html>http://www.tagesschau.de/ausland/meldung132576.html
[4] http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video327676.html
Mit besten Grüßen
Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
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Andreas Neumann
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