Ein Veranstaltungshinweis für München: Frank Apunkt Schneider erzählt die Geschichte des Sakropop (mehr dazu s. unten) mit Hörbeispielen
-Sa 1.11. 20:00 Lothringer 13/Laden Lothringer Str. 13 81667 München Tel: 089-45911905 www.lothringer13.de/laden [EMAIL PROTECTED] FRANK APUNKT SCHNEIDER: Bei Verwendung einer Beatband in der Lautstärke auf die Gemeinde und den Raum Rücksicht nehmen! Eine kleine Kaffeefahrt durch den deutschen Sakropop unter fachlich-seelsorgerischer Begleitung. Der Schwund an jugendlichen Gottesdienstbesuchern wurde in den 1970er Jahren nicht selten mit der weitgehenden Ausgrenzung der Lebenswelt von Jugendlichen aus dem Gottesdienstgeschehen erklärt. Notgedrungen musste die Kirche Popmusik als deren wichtigste Ausdrucksform akzeptierten. Die lange, schwierige, zähe und tragikomische Integration von Pop in die Kirche erzählt die Geschichte des Sakropop. Sakropop ist neue Kirchenmusik mit Stilmitteln moderner Popularmusik, so Martin Bubmann, der Diedrich Diederichsen der Szene. Sakropop hat die zahllosen Widersprüche zwischen religiösem Dogmatismus und popkulturellem Freiheitsversprechen in sich aufgenommen und in eine adäquate Form gebracht: Sakropop ist die vielleicht entfremdetste Form von Pop. Nichts an ihm ist authentisch! Und das ist ja schon wieder Pop. Sakropop stellt eines der merkwürdigsten Sub-Genre des Pop dar, praktiziert lediglich innerhalb einer beinahe unsichtbaren und völlig unvermittelbaren Subkultur. Eben: Incredibly strange music. Der Poptheoretiker Frank Apunkt Schneider wird Höhepunkte seiner umfangreichen Sakropopsammlung vorspielen und umfassend erläutern. Frank Apunkt Schneider ist Autor (u.a. für Testcard, monochrom, Skug, Zonic, Bad Alchemy und Intro] und Mitglied von monochrom, Wien. Im Ventil-Verlag hat er im Herbst 2007 das Buch Als die Welt noch unterging. Von Punk zu NDW veröffentlicht.
