Die Quintessenz klärt auf, wie die Bundesregierung die Verwendungsquote
der Bürgerkarte hebt. Ich bin entsetzt. Und erwarte den Ausgang der Wahl:
Werden die 5000 Studenten mit Bürgerkarte
a) gar nicht wählen
b) via Internet wählen
c) herkömmlich wählen

Ich tippe auf 95% a) das heisst, ob das Wahlgeheimnis der 250 verbleibenden
Personen gewahrt bleibt, ist fraglich... Aber Hauptsache, das Eis wird so
gebrochen.
Dabei geht es doch wirklich nicht um Wahlmanipulation sondern schlicht um
die vordersten Ränge im Wettlauf im digitalen Bürgersupport. Aber ich
fürchte, die BürgerIn will eigentlich gar keine digitalen Bürgerdienste,
sondern einfach solche, die funktionieren...

    fra


>q/depesche 2009-01-30T20:04:31
>
>Bürgerkarte: nicht einmal geschenkt ein Renner
>
>10.000 Lesegeräte und Aktivierungen wollte man in die letzten 5 Monaten an
>Studenten verschenken - doch die wollten nicht so recht...
>
>-.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.-
>Gio Hahns und Reinhard Poschs Pläne zum eVoting-Testlauf für die
>Nationalratswahlen hatten ein kleines Problem: Die ÖH-Wahlen haben zwar
>sehr ähnliche Auszählungsmodalitäten, drohten aber an der geringen
>Verbreitung der Bürgerkarte unter den Stundenten zu scheitern.
>
>Die Lösung: Von September letzten Jahres bis Ende Jänner sollten 10.000
>Lesegeräte [1] inkl Aktivierung der eCard an Studenten [2] veschenkt
>werden. Doch die Beschenkten wollen nicht so recht: Für die ersten Tausend
>brauchte das BMWF zwei Monate, und so ist man zum Aktionsende dieser Tage
>noch nichteinmahl die hälfte der Lesegeräte losgeworden [6].
>
>Um die Aktion zu retten, wird sie nun bis zu den ÖH-Wahlen Ende Mai
>verlängert.
>
>Der ÖH hat man das eVoting trotz Wiederstandes[7] von oben verordnet.
>Zumindest die Studenten haben noch die Wahl zwischen Papier und Browser.
>
>In anderen Branchen geht man bei der "Förderung" der Bürgerkarte härter an:
>So existiert seit 2006 eine Regelung, wonach das Finanzamt keine
>Fax-Rechnungen mehr für die UST-Rückerstattung anerkennt, sondern nur noch
>elektronisch Signierte. Wie schon in all den letzten Jahren, verkündete das
>Finanzamt kurzfristig auch für 2009 ausnahmsweise darauf zu verzichten[5].
>Na dann bis zum nächsten Jahr. (btw: Normale Papierrechnungen benötigen
>auch keine Unterschrift)
>
>Das die Bürgerkarte für den Durchschnittsbürger von beschränkter
>Nützlichkeit ist, zeigen die vielen Reaktionen: So lassen sich mit der
>eCard keine Mails signieren [3] weil auf den RSA-Key verzichtet wurde, und
>elektronische RSa-Briefe gelten als zugestellt, auch wenn der Benutzer sie
>aufgrund einer abgelaufenen Bürgerkarte gar nicht anschauen kann[4]. 
>
>
>[1] http://www.gemalto.com/products/pc_usb_sl/
>[2] http://www.studi.gv.at
>[3] https://www.buergerkarte.at/mvnforum/mvnforum/viewthread_thread,45
>[4]
>http://electrobabe.at/2008/11/05/zweiter-akt-die-burgerkarte-der-versuch-einer-verwendung/
>[5]
>http://www.heise.de/newsticker/Oesterreich-Die-Faxrechnung-lebt--/meldung/120920
>[6] http://futurezone.orf.at/stories/1502109/
>[7] http://papierwahl.at
>
>Online Version: http://quintessenz.at/d/000100005462

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