Eine Demo der österreichischen IT-Beschäftigten. Im Realraum. Am 
Ascher-Donnerstag.
Also wer soll da kommen? Auch wenn es zum Raiffeisen-Gebäude für viele nicht 
weit ist.
Abgesehen davon, dass die meisten ohnedies "Externe" oder "Freie Mitarbeiter" 
sind,
also keine Kollektivvertragsbindung haben. Und die anderen um ihre Jobs bangen.

Auch bin ich der Meinung, dass die IT-Blase noch längst nicht ausgestanden ist.
Es mag sein, dass die finanzielle bereits überstanden ist, aber was man nicht 
sieht
ist die gefährliche Erosion der Software-Kernsysteme. Ich würde gerne wissen, 
wie viele 
IT-Verantwortliche sich dessen bewusst sind, dass ihnen die Ausfallversicherung 
nicht hilft, wenn das Kerngeschäft steht. Und zwar nicht wegen eines 
Hardwareschadens, 
sondern weil schleichend die Software erodiert; sich keiner mehr damit 
auskennt, 
weil in den letzten Jahrzehnten alles ausgelagert wurde und die alte aber 
weiterhin
produktive Software ungepflegt vor sich hingammelt.
Three days offline and you're dead.

Muss wahrscheinlich mal ein Großunternehmen an IT-Problemen zu Grunde gehen,
bevor das jemand glaubt.
Wenn, dann bin ich für virtuellen und viralen Protest. Alle Programmierer 
sollten 
an wesentlicher Stelle eine Variable mit "Gambit" benennen oder einen 
gleichnamigen
Kommentar einfügen. Einfach so. Wenn jemand will, kann er dann suchen, wie sehr 
sich diese Namensgebung in kürzester Zeit an lebenswichtigen Systemen 
ausbreitet... 
Und sich fragen, ob man eigentlich die wichtigen Kernsysteme noch im Griff hat.

     fra

link:
http://futurezone.orf.at/stories/1502711/

Antwort per Email an