Protokoll vom Plenum 16.4. zur Vorbereitung der Aktionen zum 10.
Todestag von Marcus Omofuma

!!! Weiterleitung dieses Protokolls ist erwünscht !!!

+++ Verhalten auf der Demo
Die Vorbereitungsgruppe der DemoanmelderInnen Asyl in Not und Wiener
Interationskonferenz hat sich getroffen und Vorschläge erarbeitet
es ist keine Konfrontation mit der Polizei gewünscht
wir wollen Konfrontation vermeiden
wenn Konfrontation der Polizei, dann werden wir reagieren
nicht von vornherein hinkommen, und Konfrontation suchen
es wird OrdnerInnenidiesnt geben um RassistInnen von der Demo fernzuhalten
Vermummung ist Einfallstor für PolizeiprovokateurInnen
Verkleidung ist was anderes als Vermummung

Es gibt Gründe sich unkenntlich zu machen
wegen Fotographieren
Vermummung ist nicht gleichzusetzen mit jenen, die auf Konfrontation aus
sind

Fotographiert sind wir alle schon 100 mal geworden
Öffentlichkeit und Erkennbarkeit ist auch ein Schutz

ist aber nur für Prominentere ein Schutz

Wir sollten eigene Kameras oder Handys haben, um etwaige Übergriffe zu
dokumentieren, wenn was passiert

Wenn es Leute gibt, die sich verkleiden wollen, dann werden die
OrdnerInnen darauf schauen, dass da keine ProvokateurInnen dabei sind.



+++ Demoroute
soll laut Vorbereitungsgruppe durch die Stadt gehen, trotz der Einwände
vom letzten Plenum
Marcus Omofuma Stein (Auftaktkundgebung)
Parlament
Ballhausplatz
Innenministerium
über Graben und Stephansplatz
Stadtpark (Abschlusskundgebung)

ev. Verschmelzung mit angeblicher SchülerInnendemo am Minoritenplatz
wäre möglich, wer weiss da mehr?

im Plenum gibt es gegen den Vorschlag der Vorbereitungsgruppe keine
Einwände mehr.



+++ Moderation
sollen 2 Frauen machen
einerseits Grace und andererseits Tülay



+++ RednerInnen
Damien und Michi als Veranstalter sind fix

African Community (Begriff wird kritisiert, vielleicht besser von
AfrikanerInnen reden) soll RednerInnen stellen
Charles meint, sie fühlen sich nicht einbezogen
Michi erzählt die Urgeschichte der Demoidee, wurde mit Alexis, Simon und
Topoke gesprochen
es gab von Anfang an die Bemühungen, die afrikanischen Vereine einzubeziehen
Es gibt keine geschlossenen Gemeinschaften, die mitgehen
aber viele VertreterInnen von relevanten Gruppen
afrikanischer Pluralismus spiegelt sich in der Demoorganisation wider

Kurdische Gruppen, insb Feykom werden reden.

Mustafa von Gesellschaft für bedrohte Völker

Miguel Gamboa von der lateinamerikanischen Seite

Afghanischer Verein

Redebeitrat zu § 278a und operation spring ebenfalls fix.

Input zu Zusammenhang Prekarität und Rassismus
Antikapitalistische Koordination kann das machen
machen 2 Frauen

Roma Di-Tutu
Di-Tutu sollte nicht für Roma, aber für Allianz mit Roma in der Bunten
Zeitung sprechen.
Es spricht niemand für eine Community (der Begriff wird ebenfalls
kritisiert, wobei er auch als Selbstdefinition verwendet wird)

RednerInnen sollen repräsentativ ausgewählt sein
ev. wegen Roma noch Romano Centro anschreiben, ob sie sich an demo
beteiligen wollen
wer macht das?

Reden sollen nicht lang sein
Bitte nicht vom Blatt lesen, das ist tödlich langweilig
5 Min
Redebeiträge gibts nicht nur bei den Stationen sondern auch am Weg

Mit der Gefahr, dass mehrheitlich Männer reden, muss umgegangen werden.
Frauen sollen gestärkt werden
ev. Parität durch Abwechslung herstellen
ein Mann, dann eine Frau als RednerInnen wäre gut
kann unmittelbar auf der Demo koordiniert werden
Michi und Tülay sind Ansprechpersonen

Radiobeiträge könnten über Lautsprecherwagen gesendet werden
Radiojingles vorspielen
MP3 vorhanden



+++ Verbindung Omofuma-Demo mit Mayday
Ergebnis des gestrigen Plenums
euromayday Prekär cafe Antikapitalistische Koordination u.a.
sind dabei
Redebeitrag zu Prekarisierung und Rassismus ist nun eh schon fix
jedenfalls keine Konkurrenzveranstaltung
Über Lautsprecher könnte dazugesagt werden, was in Europa an
Mayday-Demos passiert
jede dieser Demos ist einem spezifischen Thema gewidmet
kurz durchsagen, was grad woanders passiert



+++ Anmeldung
checkt Michi
Donnerstag 23.4.2009 ist Michi in die Polizeidirektion geladen um 10.30h
Jemand von den JuristInnen von Asyl in Not wird mitgehen



+++ Vorschläge zum Schutz von gefährdeten DemonstrantInnen

--- Rechtshilfe Workshop
Zielpublikum noch nicht ganz klar
Im Raum gibt es einige Interessierte
Sans Papiers oder andere, die sich mit Rechten im Umgang mit Polizei
besser auskennen wollen

Termin
Dienstag 28.4 um 19.30h, Ort wird noch bekanntgegeben

Rechtshilfetips kommen vorab via mailingliste

Der Gefahr, dass Sans Papiers mit anderen Rechtsfragen kommen und damit
den Rahmen sprengen, sollte durch Information zum Sinn und Zweck des
workshops begegnet werden. Auch indem die Rechtshilfetips kommuniziert
werden.

Schutz der Sans Papiers auf der Demo
innen halten
Konkrete Ansprechperson soll Blickkontakt halten
Abzug von Demo sicherstellen
Liste mit Handynummern
Anwalt wirds geben
REchthilfe wirds geben
2-3 Stunden nach Demo noch telephonisch erreichbar
ständiger Kontakt mit REchtshilfe

Radiosendung parallel zur Demo, falls was passiert, sofort an die
Öffentlichkeit
17h ist ZiBFM


Rechthilfe Tips
Leute ohne Papiere werden auf der Demo sein und allen soll das bewusst sein
beim Mobilisieren streuen
besonders aufmerksam sein auf der Demo
und nach der Demo
gemeinsam weggehen
Gefahr größer nach dem Weggehen




+++ Aktionsideen
Stellwände zu Marcus Omofuma Stein
Beilage zu Sonntags-Zeitungen nach wie vor geplant


Rosa Antifa
falls rechtzeitig fertig
Stellwände zu rassistischer Berichtserstattung rund um Mord an Omofuma
besser bei der Auftaktkundgebung positionieren



--- Musik
von Tres Monos
ev. Afghanischer Verein
TamTam von Sans Papiers

ÖH stellt Anlage zur Verfügung



--- Wagen
Free parade Wagen
würde im Anschluss bis 22h nachfolgende Kundgebung anmelden stehend im
Stadtpark länger oder kleineRunde

Kukuma kommt ev auch mit Wagen

Wagenplatz kommt mit Traktor und Anhänger

KP stellt wagen zur Verfügung




+++ Mobilisierung

--- Plakate und Flyer, Pickerl und mails
Liegen beim Portier im WUK
3000 Plakate und 10.000 Flyer

Flyer wird bei Bunter Zeitung beigelegt

Aufkleber gibts erst kommende Woche
checkt Manfred

WIK schickt mails an 4.000 Adressen

Plakatierung durch bzw. Plakatlieferungen an:
EKH
IDA
W23
4. und 15. Bezirk
Uni
Akademie






--- TV

Hirut
Okto-TV
TEam von discover TV
ist verhindert
aktuelle Sendung zum Thema paar Tage später
Livesendung
mit Ministerien
große Runde

paar Videoausschnitte von demo wären fein
Fotos
Mediengruppe ware gut
email von Hirut im Prot


Di-Tutu
Sendung Polylog will Demo und Sans Papiers aufgenommen
Bearbietung erfolgt später


Club 2
Corina Milborn angeprochen
wird wahrschienlich nicht klappen
Sendugn gabs bereits vor einem Monat


--- Printmedien

Zeitschrift Biber
internet Ankündigung
erscheint ende Mai
Berichterstattung nach der Demo

APA macht
3 Fragen zu 10 Jahre Omofuma
an Fekter
an Goliath
an Michi und SOS Mitmensch

für sonstig Artikelschreibarbeit hat sich einstweilen niemand gemeldet



--- Radio
Fm4 ist angefragt, noch nicht fix

29.4. von 14.00-16.30h Livsendung auf Orange
genaueres noch nicht fix

diesen Samstag um 16.30h Michi und Rainer Klien bei Di-Tutu auf Orange
Radio IKAP
Anrufe möglich, Livesendung



--- Mobilisierungs-Video
für youtube
Möglichkeit Videofilm zu machen
wird von Asyl in Not gemacht
zur Mobilisierung
beim Omofuma Stein
20.4. um 17.15h




+++ NANCA
Andreas erzählt von der Anambra Easter Party 2009 - 12.04.09 am Sonntag.
wurde von Charles dem Botschafter vorgestellt
hat ihm gesagt, dass er Einladung zur Demo bekommt
hat er wahrscheinlich bei dem Lärm nicht so recht verstanden

Charles und Andreas haben mit dem Obmann von NANCA gesprochen.
es war ein leichter Vorwurf zu hören, dass NANCA nicht früher
eingebunden wurde
außerdem Zurückhaltung wegen Demo
ob es in die Agenden des Vereins passt, soll auf der Generalversammlung
am Samstag entschieden werden
Andreas soll Unterlagen schicken

Charles hat Andreas außerdem einen katholischen Priester vorgestellt,
der viel Publikum hat und gut mobilisieren könnte.
Ihn hat aber die Demo weniger interessiert als die
Diskussionsveranstaltungen
hat emailadresse von Andreas bekommen, sich aber noch nicht gemeldet


Charles meint: Derzeit ist NANCA gespalten
Obmann wurde von jemand angerufen, der nie bei unseren Treffen war

Charles kann nicht zur Generalversammlung am Samstag gehen
GV hat sehr lange Tagesordnung
ist im Afro-Asiatischen Institut im großen Saal
16h bis 22h
ev. kann jemand Plakate und Flyer ins Afro bringen

immerhin: NANCA ist gegründet nach dem Tod von Omofuma


Botschaft:
Botschafter interessiert sich, aber ist neu in Österreich
Offizieller Brief an Botschafter
emailadresse ist privat, kann Charles nicht hergeben
Nigerianische Botschaft
Rennweg 25
1030 Wien
dass er um Redebeitr
ag gebeten wird
wer ist omofma, information geben
Botschafter ist politischer Mann
seine Ze
itung in Nigeria hat Österreich kritisiert
war im Parlament, war Politker
hat Zeitung gemacht


Charles schlägt auch vor, mit Priester in Kontakt zu bleiben
wenn er in der Messe redet
katholische Kirche
Flyer verteilen
afrikanische katholische Kirche
in der Nähe von WIK-Vernetzungsbüro
Messeuhrzeit wäre gut in Erfahrung zu bringen
Wer kann das machen?



+++ 28.4. Pressekonferenz
10.00h im Landtmann fix

es gibt jetzt doch eine zweite Pressekonferenz
organisiert von Joe Taylor, Araba und Gerti
am Donnerstag, 30ten, das ist für unsere Zwecke zu spät
Egal, dass es eine zweite PK gibt,
wir sollten uns nur absprechen,
damit Medien gegenüber nicht den Eindruck entsteht, dass wir
unkoordiniert vorgehen

Michi macht Medienkoordination
wird PRessekonferenz vorbereiten
kurzer Text wird ausgesendet




+++ 29.4. Diskussion im W23
Broschüre zu MArcus Omofuma Stein wird erstellt
BroschürenmacherInnen würden das ev. präsentieren
ist politischer Antirassismus noch notwendig
wer fühlt sich verantwortlich vom Queer beisl
nicht
Veranstaltung relativ offen halten
Plenumssituation ohne Podium
Anfang kleiner Input: was ist die Problematik
Ratlosigkeit: es gibt Probleme in der antirassistischen Arbeit
funktionierende Ansätze zeigen
z. B. Flüchtlingsrat Hanau
Politik mit Flüchtlingen als Beispiel für funktionierende Arbeit
erzählen, was früher war
Erfahrungen aus der Bewegung vor Ort
Was gab es an antirassistischer Arbeit
gezielte Impulsstatements
normalerweise gibts Fahrtkosten für externe ReferentInnen
ev. auch über ÖH finanzierbar
letzte Jahre revue passieren lassen
Kritik an Idee der Einladung von Externen
wir sind alle selber ExpertInnen
es geht um eine Reflexion unserer Arbeit
verschiedene Blickwinkel auf Antirassismus
in unterschiedlichsten Bereichen
Beratung, Bildung, Selbstorganisation, etc.
in Wien hunderte Vereine, die in den letzten 10 Jahren etwas gemacht haben
Fragestellung lautet konkret:
ist politischer Antirassismus noch notwendig
Kurze Erklärung: Was ist politischer Antirassismus
Strömung Ende der 90er Jahre
Höhepunkt 1999 - 2000
zentrale Inhalte:
- MigrantInnen sollen für sich selber sprechen
- Kritik an Fürsprecherorganisationen (damals insb. SOS Mitmensch, heute
nicht mehr)
- Kritik an strukturellem Rassismus (d. h. auch Zerstörung des
antirassistischen Selbstbildes der SPÖ)
Politischer Antirassismus hat den moralischen Antirassismus von
Bildfläche verdrängt
Situation geändert
wie wird heute antirassistische Arbeit gemacht
Besser, wenn mehr Leute was erzählen
gute Moderation mit transparentem Moderationskonzept wär wichtig
dass vielleicht nach Tätigkeitsfeldern gegliedert werden könnte
sonst zerfällt der Abend in eine Summe von Einzelstatements ohne Bezug
zueinander
Problem der Bandbreite
Politischer Antirassismus ist in
sozialarbeit, politische Arbeit
Kunst, Kultur,
Aufenhalt, Asylfragen
ArbeiterInnenrechte
Noborder
Krieg und Rassismus, globaler Diskurs
Spektrum des politischen Antirassismus ist sehr groß
nichtsdestotrozt Austauschcharakter mit mehreren kleinen Inputs
größere Aufgabe ist es, das zu moderieren.
Moderatorin meldet sich, wird sich Struktur überlegen



+++ Was passiert nach der Demo - inhaltliche Diskussion
Kritik am System ist nicht genug
Frage, ob es eine Alternative gibt
Querverbindungen aufzeigen
Handlungsmöglichkeiten, was gibt es an sozialen Bewegungen

wir wollen was politisch Nachhaltiges auf die Beine stellen
Die Trennung zwischen wir und ihr ist als Struktur in unserer Psyche
verankert
Rassismus ist nur eine Form der Rationalität der Politik
Denkstruktur muss geändert werden
andere Qualtität der Vernetzung ins Leben rufen
Konferenzen, die andere Gewalten ins Spiel bringen
Gewalt der Zivilgesellschaft
Gedanken über Werte und Freiheiten
im globalen Zeitalter
nicht nur Kapitalismus verteufeln,
sondern Alternativen schaffen
sinnvoll vernetzen
Konferenzen zu Alternativen
Ist zustand analysieren
auf welche Art und Weise können wir in der Pluralität bringen
bisher nur Vorwürfe, keine Alternative

Die Verneinung des Bestehenden ist schon ein großer Schritt

Nein, Verneinung ist nicht genug, führt in eine Defensivposition, weil
nix anderes anzubieten
Alternativen muss bei der Politischen Rationalität gesucht werden
nicht bei den Werten
Interessen statt Werte ansprechen
mit den Menschenrechten etc. stehen wir auf verlorenem Posten, wenn sie
den Interessen der Mehrheit widersprechen.

Sozialforum hat was gemacht
Leo Gabriel hat kandidiert
hat nix geschaft
Kapitalismus hat mit Rassismus zu tun
Zwänge des Systems sind im Alltag allgegenwärtig

Nach der Demo einmal treffen
wie dem Rassismus in Österreich begegnen
Derzeit ist unsere Frage: Wie gegen Angriffe seitens Polizei effizient
angehen

Notwendigkeit, Staatlichkeit anders zu verfassen

Demokratische Wahlen als Form führen notwendigerweise dazu, dass mit
Ressentiments gearbeitet werden muss, um Massen zu den Urnen zu bringen,
entweder rassistische Ressentiments oder Ressentiments ggen die
RassistInnen, bei jeder Wahl dasselbe Spiel
Daher ist Rassismus gegen jene, die im Nationalstaat nicht wählen
dürfen, politisch rational.
Der Fehler liegt nicht bei den Werten sondern in der politischen
Rationalität des Systems

Diskussion soll am 29.4. weitergeführt werden.



+++ mailingliste
Es gibt Kritik, vonwegen wir seien eine geschlossene Gesellschaft
daher nochmal zur Klarstellung
mails sollen weitergeleitet werden
Leute, deren Namen als Anwesende bzw. im Protokoll dabeistehen, haben
dem zugestimmt,
Weiterleitung daher unbedenklich
Bitte weiterzuleiten kann im Protokoll stehen



+++ nächstes Plenum
am Mittwoch 22.4.2009
um 18.00h
im WIK Büro, Margaretengürtel 96, 1050 Wien, (Gassenlokal)
Adresse steht auch auf den Flyern
Manfred kümmert sich um Laptop für Protokollierung



Ende 20.20h


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ANAR.wien mailing list
[email protected]
http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/anar.wien

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