Gebe ich dir völlig recht. Selbst den NGOs fehlt die Kreativität.
Und Angstverbiss finde ich einfach schlecht.

Ich dachte aber ehrlich gesagt nicht, dass es so leicht wäre, 
eine EU-Verordnung zu umschiffen und zeige mich darob verblüfft,
wie problemlos leicht und völlig rechtskonform Bulgarien das Thema 
handhabt.

    fra


----- Ursprüngliche Mail -----
Von: "Michael Horak" <[email protected]>
An: [email protected]
Gesendet: Freitag, 26. März 2010 11:34:20
Betreff: Re: [monochrom] Kunststudenten ins Parlament!

Schade allerdings, dass der Dialog in der Debatte immer so unwissenschaftlich 
und fern von Fakten sondern nur durch Emotionen & Halt-dran-glauben geführt 
werden muss. Dass diese Emotionen mit dem kreativen Mittel als Phallanx gedient 
haben ist schon nett, ja -- aber der Hintergrund ist ja der selbe…
Man sieht schon an der Argumentationslinie, wie tief die Gentechnikgegner in 
die Emotionskiste greifen müssen -- mMn sehr arm, wenn mit (unbegründeter) 
Angst gearbeitet werden muss. 

NGOs laufen auf dem Sektor zuhauf Gefahr PR-Methoden anzuwenden, die ins 
FPÖ/NDP-Repertoire gehören. (auch der in Wien stattgefundene "Dialog" war einer 
dieser Vertreter, bei dem Greenpeace & Global2000 sich nicht zu schade waren, 
längst ausgeräumte Mythen zu erzählen, unwahre Spekulationen aus ihrer 
Intuition heraus als reale Horrorszenarien zu beschreiben. Es geht den NGOs 
nicht um eine Ethik. Dass jahrhunderte Lang Kühen Euter gezüchtet werden um 
Milchertrag zu steigern war ok, wenn das gleiche mittles gentechnischem 
Eingriff erfolgt wäre, wäre es natürlich Teufelszeug. Man wittert zwar 
argumentativ großteils gegen eine Konzernpolitik & vergisst dabei, dass das mit 
Gentechnik slebst so rein garnichts zu tun hat! 
(http://www.scienceblogs.de/kritisch-gedacht/2010/03/gentechnik-dialog-mit-den-grunen.php))
Ich bin auch nicht damit zufrieden, unter welchen Bedingungen in vielen Ländern 
d Welt Kleidung hergestellt wird -- hm, sag ich jetzt, dass Kleidung scheiße 
ist oder kritisiere ich die Herstellungsmethodik?

_____________
Michael Horak
[email protected]
http://twitter.com/fatmike182





On 26 Mar 2010, at 08:27, Franz Ablinger wrote:

> Oder Juristen. Oder am besten Juristen, die Kunst studiert
> haben. Denn:
> 
> Österreich hat sich immer auf die Fahnen geschrieben, der
> Hort des gesunden Essens sein zu wollen. Die gentechnikfreie
> Zone ist mittlerweile gefallen, auf Druck der EU - viel ist
> nicht mehr über vom "bio".
> 
> Die Bulgaren hingegen zeigen wie es geht: Um jeden 
> Bienenstock im Land wird ein 10km-Radius einer gentechnikfreien
> Schutzzone gezogen. Und um jeden biologischen Landbau eine 7km-
> Zone. Womit de facto kein Fleckerl mehr überbleibt, auf dem
> gentechnisch angebaut werden könnte. 
> 
> In Österreich hingegen ist die Zahl der Hobby-Imker stark 
> rückläufig - kaum noch wer hält sich ein Volk in seinem Garten.
> Dennoch ist die Herangehensweise Bulgariens mustergültig.
> Insgeheim fühlt sich Österreich ja auch als Land der
> Kreativität - offensichtlich sind Juristen davon ausgenommen.
> Ich täte mir mehr legistische Kreativität wünschen.
> 
>    fra
> 
> link:
> http://oe1.orf.at/inforadio/120632.html

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